39. Défi Hyposwiss Tour du Léman à l`aviron

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.

  • Auf dem Weg zum Streckenrekord: Die Renngemeinschaft Hamm/Karlsruhe/Mainz/Stuttgart.
Mit der notwendigen Lockerheit vor dem Start und mit dem letztjährigen „Special Prize“ unter den Hintern: Henning Osthoff, Christian Maus, Matthias Auer, Jochen Domscheit und Markus Neumann.
Die Überraschungsmannschaft des Heidelberger RK, 2. im Gesamtklassement und Gewinner der Newcomer-Kanne mit Thomas Koch, Christopher Herpel, Jens Hottendorf, Alexander Schuster und Jonas Tesarz.
Die Crew mit dem langen Atem: der Kölner Club für Wassersport mit Frederik Gast, Mikael Gast, Ulf Melsa, Stefan Verhoeven und Ulrich Westendorf.
Die Tour du Lac Léman-Instanz vom Ludwigshafener RV, alte und neue Rekordhalter der Mastersklasse und Trendsetter in Sachen Kopfbedeckung: Gerhard Hock, Matthias Decker, Jubilar Andreas Orth, Michael Decker und Jürgen Hock.
Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

    Gelöste Stimmung und großer Jubel bei der Ehrung der neuen Rekordhalter direkt nach dem Rennen. Fotos von G. Roller und S. Frohn

von Matthias Auer
28.09.2011 - 12:00 Uhr

Viele neue Bestmarken

Nach 3 Jahren mit durchwachsenen (2009) bis herausfordernden oder gar hässlichen (2008, 2010) Ruderbedingungen erhielt die 39. Edition der Défi Hyposwiss Tour du Lac Léman den äußeren Rahmen, den diese längste auf einem Binnensee abgehaltene Regatta über 160 km verdient. Rechtzeitig zum Termin am letzten Septemberwochenende hatte der Spätsommer Einzug gehalten. Die 22 unentwegten Teams mit Teilnehmern aus 6 Nationen wurden zu ihrem Saisonhöhepunkt mit Temperaturen jenseits der 20°C bei nur leichtem, oft schiebenden Wind und überwiegend glattem Wasser belohnt. Das Gros der teilnehmenden Mannschaften stammte wie üblich aus dem Langstreckenrudern-begeisterten Deutschland. Das Spektrum reichte von zahlreichen Tour-Neulingen bis zu einigen gestandenen Genf-Recken mit mehr als 20 Teilnahmen, darunter der Ludwigshafener Andreas Orth, der als insgesamt dritter Ruderer das Jubiläum der 25. Partizipation feiern durfte.

Pünktlich um 9:00 Uhr wurden die 22 gesteuerten C-Doppelvierern mit einem Böllerschuss auf die Reise entlang der Küste des Genfersees geschickt. Vom Start vor der Mole der veranstaltenden Société Nautique de Genève (SNG) geht es zunächst einen knappen Kilometer in Richtung Genfer Uferpromenade und von dort aus entlang der Nordküste zum Ostende des Sees. Die Positionskämpfe nach dem Massenstart um die (inoffizielle!) Wertung „Erster an der Wendeboje vor dem Hotel President“ war so hart wie immer. Das im Vergleich zum Vorjahr leicht veränderte Siegerteam der vergangenen Jahre, eine Renngemeinschaft aus Hamm, Karlsruhe, Mainz und Stuttgart, wollte von Beginn an gar keine Diskussionen aufkommen lassen und entschied diesen erste Teiletappe trotz starker Gegenwehr der Teams aus Ludwighafen und Heidelberg für sich. Während das Favoritenboot die Flucht nach vorn antrat und sich zunächst langsam, nach 1,5 Stunden aber zunehmend deutlicher vom Feld lösen konnte, ging es um die Plätze 2 bis 5 sehr eng zu und es kam immer wieder zu Positionswechseln zwischen einer schweizerisch-französischen RGM,  den 2 Vereinsteams vom Heidelberger RK und dem Ludwigshafener RV und einer schweizerisch-englischen Combo. Letztere musste als Erste abreißen lassen, während die 3 anderen Teams sich gegenseitig zu Höchstleistungen an die Schmerzgrenze und darüber hinaus antrieben und beim am östlichen Wendepunkt der Regatta, dem Baum von Villeneuve, innerhalb von einer Minute lagen. Die Führenden hatten diesen Punkt schon 21 Minuten früher nach 6:03 Stunden passiert, dank des leichten aber nahezu stetigen Rückenwinds um satte 12 Minuten unter der Durchgangszeit der Rekordfahrt von 2007.

Auch die Bedingungen entlang der Südküste waren sehr gut und das lokale Klima des Genfersee sorgte dafür, dass der fördernde Wind entlang der Nordküste sich nicht im gleichen Maße negativ auf die Wettkämpfer auswirkte – es fühlte sich nahezu windstill an und gegen später half sogar noch ein leichtes Lüftlein aus Osten beim Weg zurück nach Genf. Das Favoritenboot mit Christian Maus, Henning Osthoff (beide RC Hamm), Jochen Domscheit (Stuttgart-Cannstatter RC), Markus Neumann (Mainzer RV) und Matthias Auer (Karlsruher Rheinklub Alemannia) zeigte sich konzentriert und diszipliniert, zog voll durch und verteidigte die herausgeruderten Minuten mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Bei der Zieldurchfahrt nach 11:43:30 Stunden hatten sie genau diese 12 Minuten über die 2. Streckenhälfte gerettet und verbesserten damit die Zeit von 2007 unerwartet deutlich. Während die 3 letzteren Ruderer alte und neue Rekordhalter sind, war es für die beiden Hammer Ruderer der erste Eintrag in die Rekordliste dieser Prestige-trächtigsten aller Langstreckenregatten.

Im Kampf um den 2. Platz zeigte etwas überraschend der Heidelberger RK, ein bunte, äußerst fitte Crew aus erfolgreichen Leichtgewichtsruderern, Triathleten und Langstreckenruderern,  das größte Stehvermögen und konnte sich nach auf den letzten 2,5 Stunden entscheidend von der RGM aus Argenteuil, Angers und Genf lösen. Neben dem 2. Platz in 12:26 Stunden gewannen sie zugleich die erstmals ausgelobte Kategorie der besten Newcomer. Die schweizerisch-französischen RGM kam in 12:34 Stunden ins Ziel und konnte gerade noch einen Vorsprung von 39 Sekunden retten gegenüber der Männer-Mannschaft des Kölner Clubs für Wassersport, die in der ersten Hälfte des Rennens überhaupt nicht in Erscheinung getreten war, sich aber als das Team der zweiten Hälfte mit der zweitbesten Zeit des Streckenabschnittes nach Villeneuve erwies. Die „Zielgerade“, satte 24 km nach dem letzten Kontrollpunkt bei Yvoire, absolvierten sie bei ihrem Husarenritt, der sie vom 6. Platz fast noch auf einen „Stockerl-Platz“ gebracht hätte, gar eine halbe Minute schneller als das Rekordteam! Das kurz vor dem Ziel noch um einen Platz verdrängte Team der Tour-Instanz Ludwigshafener Ruderverein konnte sich mit dem 1. Platz in der MDA40-Kategorie und einem neuen Masters-Rekord in 12:35:29h trösten. Sie verbesserten diesen Rekord nach 2006 und 2009 bereits zum 3. Mal! Hinter der schweizerisch-englischen Crew (12:41h) kam mit dem Masters-Team des Bonner Rudervereins in 12:55 h ein weiteres, siebtes Team unter der 13-Stunden-Grenze ins Ziel – ein weiterer Tour-Rekord. Das gestandene Mixed-Team des KCfW belegte den 10. Gesamt-Platz und ließ als Masters-Mixed-Team auch die 3 Mixed-Mannschaften der offenen Altersklasse hinter sich. Die schnellste Damen-Crew kam einmal mehr von der Insel – eine Renngemeinschaft aus Doncaster, Isle of Ely, Ardingly und Reading erruderte sich die Frauenkanne.

Nach den vielen Ausfällen der vergangenen Jahre gab es bei dieser Ausgabe nur ein Boot, das die diesjährige Tour verletzungsbedingt leider nicht beenden konnte. So waren – wiederum bei strahlendem Sonnenschein – am Sonntag bei der Prize Giving Ceremony auch fast nur strahlende Gesichter zu sehen. Viele Teilnehmer hatten bei diesen guten äußeren Bedingungen ihre persönliche Bestzeiten für die Tour du Leman verbessern können und waren dementsprechend noch besserer Stimmung und mehr auf Endorphine, als dies nach erfolgreicher Absolvierung einer so großen Herausforderung ohnehin immer schon der Fall ist.

Strahlen konnte auch Declan McAdams, der Direktor des Hauptsponsors und Namensgebers des Rennens, der Hyposwiss Private Bank. Das im letzten Jahr als „Special Prize“ für die beste Gesamtleistung von 2006 bis 2010 ausgelobte, von den Neubesitzern nach dem Genfer Wahrzeichen „Jet d´Eau“ benannte Boot der Ruderwerkstatt Kahl hatte nicht nur McAdams Vorgabe „bitte nicht Absaufen“ erfüllt. Bei seiner erfolgreichen Rückkehr an den Übergabeort hatte es gleich noch einen neuen Strecken-Rekord von der Seerunde mitgebracht. Erfreulich in Zeiten wie diesen, in denen gute Bank-Investments mit ordentlicher Renditen nicht unbedingt an der Tagesordnung sind...

Mit dem Abschluss-Bankett im Anschluss and die Siegerehrung ging das rundum gelungene Regatta-Wochenende stimmungsvoll zu Ende. Das Team um den Präsidenten des Organisationskomitees, Stéphane Trachsler, hat sich einmal mehr als vorzügliche Gastgeber erwiesen und erfreulicherweise dieses Jahr auch den Wettergott seiner Seite gehabt. Auf ein Neues bei der Jubiläumsregatta im Jahr 2012!