Sonne und Stimmung satt beim Herbst-Cup in Kettwig

von Michael Hein
20.10.2011 - 22:55 Uhr

Wer die Ruhr nicht 3-4 Tage vor dem Event selbst gesehen hat, hätte es nicht geglaubt: Der Hattinger Pegel meldete so viel Wasser im Fluss, dass der 21. Kettwiger Herbst-Cup fast ausgefallen wäre.
Pünktlich am Donnerstag vorher war aber alles wie von Zauberhand weg, auch der Himmel strahlte ohne eine einzige Wolke über dem Essener Süden, so dass sich die Arbeit der120köpfigen Mannschaft um Sybille Meier und Boris Orlowski erneut mehr als geloht hatte.

Über 1.000 Athleten im Rudern und Drachenboot traten an, unter ihnen 4 Achter des Bundesstützpunktes Dortmund, von denen sich einer am Sonntag über den Sieg im A-Achter freuen konnte. Die Hamburger waren zahlreich vertreten, auch aus dem Rest der Republik reisten viele Recken an. International wurde es mit einer Renngemeinschaft aus Treptow und England sowie 6 Achtern bei den Männern in der Lgr. II und den Frauen aus Delft und von Proteus-Eretes aus den Niederlanden.

Die Promenade und das Vereinsgeländer der Kettwiger RG platzte an beiden Tagen auch vor Zuschauern aus allen Nähten, vor allem am Sonntag zum Stadtachter, den der ETUF gewann, und zum Stadtdoppelvierer, den die junge Kettwiger Mannschaft mit drei B-Juniorinnen mit einer Länge vor dem Vorjahressieger ETUF ins Ziel brachte. Ab der 500m-Marke gehörte das Rennen den jungen Damen im orangen Trikot.

Auch zwei Abschiede gab es an diesem Sonntag: Georg Romhányi ehrte zum letzten Mal als Vorsitzender des Essener Ruder-Regattavereins die Sieger der Stadtregatta und wird ab dem nächsten Jahr zwar weiterhin dabei sein, die Leitung des ERRV aber an André Ströttchen vom Essen Werdener Ruder-Club übergeben. Er verabschiedete wiederum Peter Scheve, der mit 65 die Altersgrenze als Schiedsrichter erreichte und für seinen langjährigen Einsatz mit Applaus bedacht wurde. Ebenso wie „Schorsch“ Romhányi, der immerhin 21 Jahre lang die Geschicke im Essener Regattawesen national und international gelenkt hat.

Nach der Siegerehrung wurde bis in den Abend kräftig weitergefeiert und nun auch an 2012 gedacht. Denn in den olympischen Jahren konnte die KRG stets Rekordmeldeergebnisse verzeichnen, wenn nach dem großen Vierjahresplan die Last von den Kaderathleten abfällt und sie für die große Sause an der Ruhr endlich einmal Zeit haben. Darauf freuen sich alle. Und hoffen, dass dann auch wieder der große Herbst-Cup-Sommer in Kettwig Station macht.