3 Fragen an Eric Johannesen: "Mehr kaputt als sonst"

  • Andreas Kuffner, Eric Johannesen

    Andreas Kuffner, Eric Johannesen

von Carsten Oberhagemann
11.11.2011 - 16:00 Uhr

Bundestrainer Ralf Holtmeyer hat das Trainingspensum angezogen. Seit Montag bestreitet Ihr ein erstes Trainingslager in Dortmund. Wie spürst Du das konkret?
Eric Johannesen: Körperlich bin ich schon mehr kaputt als sonst. Wir haben im ersten Monat nach der Pause ja lockerer angefangen, schrauben die Intensität jetzt langsam hoch. Da braucht man schon die Regenerationszeiten, muss sich mittags mal hinlegen. An Tagen mit drei Einheiten mit morgens und nachmittags rudern und dazwischen einer Grundlagen-Ausdauer-Einheit über 90-Minuten geht man schon an seine Reserven. Das versuche ich dann über die Grundlagen-Ausdauer-Einheit zu steuern, indem ich hier vielleicht mal in einen niedrigeren Pulsbereich zurückgehe, um die Rudereinheiten dann auf hohem Niveau durchzuziehen.

Du kommst ja immer aus Hamburg zum Achter-Stützpunkt nach Dortmund. Viele andere wohnen ja daheim, kommt es für Dich gerade wie ein richtiges Trainingslager vor?
Eric Johannesen: Ja, das ist hier jetzt ähnlich so wie im Trainingslager in der Vorbereitung auf die WM in Bled, das wir ja auch zum Teil in Dortmund absolviert haben. Die Umfänge sind ähnlich, wir kommen jetzt ungefähr auf 25 Stunden in der Woche. Und ich wohne ja auch im Leistungszentrum, die Wege sind also kurz.

So früh habt ihr im vergangenen Jahr nicht die Zügel angezogen. Das olympische Jahr ist aber natürlich ein besonderes. Ist es gut so, dass es jetzt schon so richtig losgeht - und das mit der gesamten Truppe?
Eric Johannesen: Jeder will sich ja verbessern. Und jeder von uns weiß, dass es irgendwann richtig losgeht. Es ist nur eine Frage der Zeit. Aber wichtig ist, dass wir alle zusammen trainieren. Das ist ein gutes System, das man beibehalten sollte. So können wir auf dem Kanal etwa im Zweier gut mal nebeneinander fahren, kontrollieren, wo man selbst steht, und den Konkurrenzkampf suchen, der einen zusätzlich pusht.