Walther Kaschlun - DRV-Ehrenmitglied
Walther Kaschlun aus Essen hat am 07. November 2011 den Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verliehen bekommen.
"Sport", so lassen uns die Spötter wissen – "Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit". Sport – so zeigt Walter Kaschlun seit 60 Jahren eindrucksvoll – ist aber mehr als Gesundheit und Geselligkeit.
Seit sechs Jahrzehnten ist Walter Kaschlun schon im Rudersport aktiv. Nach zahlreichen Erfolgen in den 1950er und 1960er Jahren kommt er an den Punkt, seine Erfahrungen und sein Können an die nächste Generation weitergeben zu wollen. Er wird Schiedsrichter – zunächst auf nationaler, dann auf internationaler Ebene. Er leitet Regatten. Und als Vorsitzender des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes und des Rheinisch-Westfälischen Regattaverbands holt er 1974 die Internationale Ruderregatta auf den Baldeneysee. Damals eine Sensation – und das Fundament, auf dem später das Bundesleistungszentrum Rudern in Dortmund entstehen kann. Damit nicht genug: Walter Kaschlun initiiert den Wasserwanderweg Ruhr, in den 1990er Jahren vertritt er den Deutschen Ruderverband als dessen stellvertretender Vorsitzender im Weltruderverband. Er leitet bei fünf Weltmeisterschaften die deutsche Delegation und organisiert schließlich die Ruderweltmeisterschaft in Köln.
Für Walter Kaschlun ist es wichtig, das zu leben, was Sport für ihn bedeutet: ein Kenner zu sein – und dabei immer das Herzblut für den Sport zu bewahren; ambitioniert und ehrgeizig zu sein – aber im Zweifel immer die Fairness voran zu stellen; offen zu sein für Herausforderungen – aber im Erfolg immer auch bescheiden zu bleiben. Sein Nachfolger findet deshalb 2008 ein gut bestelltes Feld – aber auch eines, in dem sich recht große Fußspuren abzeichnen.
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Vita_von_Walter_Kaschlun.pdf53 K
