Starker Nachwuchs glänzt bei „11. Hessen Open“ in Kassel

von boat-events
06.12.2011 - 00:00 Uhr

Toller Auftakt zur "Deutschen Indoor-Rowing-Serie 2011/2012"

Am Ende versagte dem Regattaleiter Torsten Gorski die Stimme. Denn neben einem reibungslosen Ablauf, war er auch für die Moderation bei der „11.Hessen Open“ der offenen Hessischen Landesmeisterschaft im Indoor-Rudern, verantwortlich. Wortgewand und sehr lebhaft führte er am vergangenen Samstag gekonnt durch die Veranstaltung in der Arena der BMW-Niederlassung Kassel. Dabei konnte sich Torsten Gorski, der gleichzeitig auch noch Vorsitzender des Hessischen Ruderverbandes ist, von der Leistungsfähigkeit seines Rudernachwuchses im Land überzeugen. Gerade die Ruderinnen und Ruderer aus Hanau und Limburg wussten bei dieser Landesmeisterschaft auf dem Ruderergometer zu glänzen. Die erst 15-jährige Lena-Maria Seuffert von der Hanauer Rudergesellschaft benötigte für die simulierten 1.500 Meter in der Klasse der 15/16-jährigen Juniorinnen nur 5:13,2 Minuten. Eine absolute Spitzenzeit, die im letzten Jahr sogar zum Deutschen Titelgewinn in dieser Klasse gereicht hätte. In der gleichen Altersklasse bei den Junioren gewann Philipp Richard vom Limburger Club für Wassersport in guten 4:49,4 Minuten.

Kassel war gleichzeitig der Auftakt der „Deutschen Indoor-Rowing-Serie 2011/2012“ powered by Concept2 Indoor-Rower. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe, der fünf bedeutendsten Ruderergometer-Events in der Republik, ermittelt der Deutsche Ruderverband seine „Deutschen Ruderergometer-Meister“ des Winters 2011/2012. Knapp 350 Ruderinnen und Ruderer stellten sich dieser Herausforderung. Ein Meldeergebnis mit dem Gorski sehr zufrieden war und welches im Niveau des Vorjahres lag. In der offenen Klasse der Herren konnte Jens Raab von der Frankfurter RG Germania in 6:08,9 Minuten gewinnen. Der Ergometer-Weltmeister von 2010 ging gehandicapt ins Rennen, da er sich beim Aufwärmen noch einen „Hexenschuss“ zuzog. Dass er am Ende aber dennoch eine solch respektable Zeit errudern konnte, spricht für die physisch gute Verfassung des „Raabinators“ vom Main.

Im neu eingeführten Männer-Achter über die Sprintdistanz von 350 Meter ging in der BMW-Arena leider mit der Giessener RG nur eine Mannschaft an den Start. Sie blieben knapp über eine Minute und überquerten die Ziellinie in 1:00,4 Minuten. Schon in Berlin bei der „15. Berlin Indoor-Rowing Open“ am kommenden Wochenende wird sich zeigen, was die Zeit Wert ist. In der Bundeshauptstadt gehen gleich fünf Achter in dieser Konkurrenz an den Start, die sich im Ranking um die Meisterschaft in dieser Kategorie möglichst weit oben platzieren wollen.