Deutschlandachter: Gute Bedingungen im sonnigen Sabaudia
18 Grad, Sonnenschein – und das im Dezember: In Sabaudia lässt sich gut rudern. Im Trainingslager des Teams Deutschlandachter herrscht gute Stimmung. Zwar ist heute das obligatorische Fußballspiel auf großem Platz aufgrund eines Feiertags in dem Ort an der italienischen Küste ausgefallen, das soll aber an einem der nächsten Tag nachgeholt werden.
Im zweieinhalb Tages-Rhythmus verlangt Bundestrainer Ralf Holtmeyer alles von seinen Ruderrecken ab. Täglich um 6 Uhr morgens heißt es Aufstehen, um 6.30 Uhr wird ein kleiner Imbiss eingenommen. Um 7 Uhr, wenn es langsam hell wird, ist Abfahrt zum ersten Training auf dem Wasser. Der Spruch „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“, gilt auch in Sabaudia. Denn die Wasserbedingungen sind zu dieser Uhrzeit am besten. Der Wind ist noch ruhig, die Ruderer sind meist für sich auf dem Lago di Sabaudia, den die Ruderer in der Regel am Nachmittag gegen 15 Uhr zum zweiten Mal aufsuchen. Dann ist es schon voller – gestern sind die Männer der Riemen-Nationalmannschaft der Holländer angereist, bei 18 Grad ist es aber angenehm zu rudern. Dazwischen bittet Holtmeyer seine Athleten auch regelmäßig aufs Rennrad, in den Kraftraum und zur Gymnastik. Nur an jedem dritten Tag ist ein halber Tag frei.
Die Ausfälle halten sich in Grenzen. Der eine oder andere klagt zwar über eine verschnupfte Nase oder Durchfall, im Großen und Ganzen können die Umfänge des Trainingsplans aber umgesetzt werden. Und das Fazit lautet: Es war die richtige Entscheidung, schon im Dezember ein erstes Olympia-Traininslager im wärmeren Süden von Europa durchzuführen. Denn daheim in Dortmund sind die Bedingungen bei trüben, nass-kalten 5 Grad doch beschaulicher.
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