Talente-Cup 2011 in Mainz

Eine Weltmeisterin am Verpflegungsstand, ein großes Team engagierter Helfer und gute Musik- der Talente-Cup 2011 stand unter besten Vorzeichen.

von Ira Loch
19.12.2011 - 00:56 Uhr

Zum 7. Mal lud die Landesruderjugend Rheinland-Pfalz zum Winterevent nach Mainz in die Sporthalle des Gymnasiums Oberstadt ein. Aus Saarburg, Ludwigshafen, Worms, Bad Kreuznach, Bingen, Trier, Koblenz und natürlich aus Mainz kamen knapp 100 Wassersportlerinnen und -sportler zum Kräftemessen mal ganz ohne Bootstransport und Sorge um das Wetter.

Die Organisatoren Marcus Höting und Karin Morbach waren bestens vorbereitet, schon am frühen Morgen waren sie mit ihrem Helferteam vor Ort und erledigten den Aufbau der Stationen. Diese wurden nach dem Eintreffen der Teilnehmer neugierig beäugt, fragende, teils sogar ratlose Blicke waren zu sehen. Doch als Moritz „Momo“ Moos jede einzelne Übung vorgeführt hatte, wusste jeder was zu tun war. Natürlich, unser diesjähriger Junioren-WM-Teilnehmer löste die Aufgaben mit Bravour. Neben dem sportlichen Aspekt dient der Parcours aus 12 Stationen auch dem gegenseitigen Kennenlernen der Ruderjugend im Land, dafür werden vereinsunabhängige Riegen gebildet. Die Riegenführer begleiteten ihre Schützlinge durch die Halle, feuerten an und gaben Tipps.

Dass Ruderer und Kanuten über sehr gute Ausdauerwerte verfügen, stellten wir an der Station „Klimmzughalte“ fest. Wie die Fledermäuse hingen und hingen und hingen und die Jugendlichen an der Sprossenwand, das Krafttraining scheint schon seine Wirkung zu zeigen.

Schwindelfrei sollte man beim Japanlauf sein. Der Balltransport von Kasten zu Kasten und wieder zurück wurde sehr variantenreich gelöst, Drehwurm nicht ausgeschlossen.

Das Turnen haben die meisten Teilnehmer nicht erfunden, aber die Schiedsrichter waren gnädig, eine Rolle vorwärts war gerade so zu erkennen beim Kasten-Bumerang-Test.

Der Gewandheitslauf mit Dribbling, Slalomlauf, Korbwurf und vielem mehr verlangte viel auf einmal, aber auch das wurde sehr gut gelöst.

Heimspiel hatten die meisten dann auf dem Ergometer. 500 m sollten zurückgelegt werden, bei den meisten Nachwuchssportlern mussten sogar die Ergos vor dem Wegrutschen gesichert werden, so viel Kraft war da im Spiel. Dies ist nur eine Auswahl, auch alle anderen Stationen wurden mit viel Ehrgeiz und Spaß absolviert.

In den Wechselpausen und vor allem beim Warten auf die Siegerehrung rückte der Verpflegungsstand in den Mittelpunkt. Durch die Hilfe und durch Spenden vieler Eltern und Aktiven gab es ein leckeres Angebot vom schon legendären Quark mit Früchten über Kuchen, Mettbrötchen, Kaffee und anderer Getränke.

Zurück zum Wettkampf: Nach drei Stunden spannenden Kräftemessens stand die Siegerehrung auf dem Programm. Landesjugendleiter Daniel Weller verteilte die Preise. Den dritten Platz in der Gesamtwertung errang der Mainzer RV, zweiter wurde der Koblenzer RC Rhenania und gewonnen hat der Saarburger RC. Für diesen ersten Platz gab es ein Paar Kinderskulls gespendet von der „Ruderwerkstatt“ durch Marc Krömer. Damit gaben sich die Saarburger aber nicht zufrieden, sie gewannen auch noch den Preis für die meisten Meldungen, eine Schlagzahluhr. Der Koblenzer RC Rhenania gewann den Wanderpreis für die höchste Durchschnittspunktzahl der Teilnehmer zum wiederholten Male.