Jacobs Ergocup 2012: Sieg und Niederlage für Jacobs University

Der diesjährige Ergocup war ein Mix aus Sieg und Niederlage für das Ruder-Team der Jacobs University. Während der Jacobs Frauen-Vierer das Rennen über 1000m gewann, verlor der Männer-Achter gegen die Hamburg School of Business Administration (HSBA) über die 2000m-Distanz. Wenn die Hamburger am 5. Mai beim Hanse Boat Race auf der Alster erneut auf die Jacobs-Ruderer treffen, dürfen sie sich die Bahn auf dem Fluss aussuchen.

von Melanie Swiatloch
15.02.2012 - 19:37 Uhr

Mehr als 300 Besucher feuerten die Ruderer an, die sich im Laufe des Ruderturniers insgesamt 38 spannende Rennen lieferten. Das Highlight des Ergocups: der traditionelle Wettkampf zwischen der Jacobs University und der Hamburg School of Business Administration (HSBA).

In der Umkleide nutzte der Trainer des Jacobs-Teams, Lars Schröder, die letzten Minuten vor dem Start für anfeuernde Worte. Dennoch musste das Jacobs-Team in diesem Jahr eine Niederlage im 2000m-Rennen gegen den HSBA-Achtereinstecken. Die Hamburger ruderten mit mehr als 40m Vorsprung über die Ziellinie und übertrafen die Zeit des Jacobs-Teams mit 6:40.0 zu 6:53.9.

Die Frauenmannschaft der Jacobs University hingegen verteidigte ihren Titel gegen die HSBA-Rivalinnen. Sie siegten mit einer Zeit von 3:45.4 und einem Vorsprung von 12m. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University, setzt weiterhin große Hoffnung in seine Mannschaft, wenn sie im Frühjahr beim Hanse Boat Race in Hamburg antritt: „Irgendwann musste Hamburg wieder gewinnen, aber unser Team hat hart gekämpft. Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Das heutige Ergebnis wird unsere Ruderer anspornen, noch härter zu trainieren. Rudern auf dem Wasser erfordert nicht nur körperliche Kraft, sondern auch Eleganz. Außerdem haben dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Frauen gewonnen haben.“

Christoph Goecken, Ruderer der siegreichen HSBA meinte, sein Team hätte nach den zwei Niederlagen des Vorjahres einfach mal wieder gewinnen müssen. Der 21-Jährige, der für Colgate-Palmolive arbeitet und an der HSBA Business Administration studiert, sagte: „Wir haben hart dafür trainiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jetzt sollte es wieder spannend werden, wenn wir im Mai auf der Alster gegen das Team der Jacobs University antreten.“

Uve Samuels, Geschäftsführer der HSBA, freute sich zwar über den Sieg, blieb aber dennoch verhalten: „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Nach all der harten Arbeit der letzten Monate haben sie es verdient zu gewinnen. Trotzdem können wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Die Bremer haben häufig noch ein Ass im Ärmel und sind immer für eine Überraschung gut.“

Jacobs-Trainer Lars Schröder ist zuversichtlich, dass sein Team auf dem Wasser wieder eine bessere Figur machen wird. „Auf den Ergometern kämpfst Du gegen Dich selbst und musst versuchen Deine eigene Bestzeit zu schlagen. Wir wussten, dass die HSBA in diesem Jahr ein starker und harter Gegner sein würde, aber ich habe dennoch nicht erwartet, dass sie so fit sind“, sagte er nach dem Rennen. „Beim Hanse Boat Race haben wir eine harte Nuss zu knacken. Unser Ziel ist es jetzt, so schnell wie möglich, die acht Ruderer des Teams auszuwählen und sie alle auf das gleiche Level zu bringen.“

Im Training der Mannschaft wird Schröder seit neuestem von der Marita Hesse unterstützt, die als professionelle Ruderin im deutschen Doppelvierer die Weltmeisterschaften von 2001 und 2002 unterstützt. Über ihren ersten Ergocup sagte sie: „Die Stimmung ist großartig, jeder jubelt und unterstützt sein Team.“

Auch Zuschauer Hannes Schweser hat den Tag genossen. Sein Sohn ist Mitglied im Vegesacker Ruderverein und konnte sich in der Viererstaffel Junioren über 350m den dritten Platz sichern. „Wir sind zum ersten Mal dabei. Es ist eine wirklich tolle Veranstaltung“, sagte er.

Neben dem Vegesacker Ruderverein nahmen auch Mitglieder des Bremer Rudervereins, des Bremer Sport-Clubs, des Bremerhavener Rudervereins und des Celler Rudervereins am Ergocup teil. Hinzu kamen sowohl Ruderer der Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Bremen, der International University Bruchsal, der Technischen Universität Dresden, Universität Heidelberg, der Universität Magdeburg als auch lokaler Schulen wie dem Gymnasium am Markt, der Oberschule am Leibnitzplatz sowie dem Ökumenischen Gymnasium zu Bremen e.V.