Sofirow auf dem Ideenpark in Essen

Schneller, höher, weiter und stärker heißt es für die Spitzenathleten bei den Olympischen Spielen. Es gilt, die Herausforderungen der Leistungssteigerungen und technischen Entwicklungen im internationalen Vergleich zu meistern ohne dabei verbotene Methoden anzuwenden. Auch hier helfen Ingenieure dabei, dass Sportler sich immer wieder selbst übertreffen. Technik entscheidet mit über Erfolge und Erfolgserlebnisse - nicht nur im Leistungssport. Der technologische Einfluss zeigt sich in den eingesetzten Hightech-Materialen und Trainingsgeräten sowie in den Verfahren zur Analyse der Bewegungstechnik durch die objektive Erfassung und Bewertung von Bewegungsverläufen mit dem Ziel, diese weiter zu optimieren. Im Hochleistungssport ist der Einsatz von Mess- und Analysesystemen zur Bewertung der Ergebnisse mittlerweile nicht mehr wegzudenken und die Ergebnisse sind zu einem wichtigen Anteil für die Leistungsverbesserung geworden.

Vorsprung durch Technik. In der Abteilung Bewegungs- und Trainingswissenschaft untersuchen Wissenschaftler und Studenten Themen zur Leistungsdiagnostik & Trainingssteuerung, zum motorischen Lernen & Feedback-/Messplatztraining, zur Talentdiagnostik & -förderung, sowie zur Bewegungs- & Kraftanalytik, Wirbelsäulenform & Haltungsveränderung, Sportverletzungen und Sport im Alter. Daneben stellen die Entwicklung und der Einsatz von Mess-, Test- &Trainingsgeräten in Kooperation mit Ingenieuren aus Berlin einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt dar. Mithilfe dieser Verfahren besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Bootsbewegung beim Rudern im Rennboot zu untersuchen und auch, wie viel Kraft jeder Ruderer beim Rudern einsetzt und damit, welchen Einfluss jeder auf den Vortrieb des Bootes hat.

Unter dem Motto "Rudern nach Gehör" präsentiert die Abteilung Bewegungs- und Trainingswissenschaft der Universität Hamburg gemeinsam mit dem Schalltechnischen Büro Berlin (BeSB GmbH) die Sonifikation beim Rudern mit dem akustischen Feedbacksystem Sofirow und dessen Einsatz beim Rudern auf dem IdeenPark der Technik in Essen vom 11. bis 23. August 2012. Der Einladung von der ThyssenKrupp AG folgend, können Besucher und Interessierte quasi live erleben, wie es klingt, wenn Sofirow bewegt wird. Beschleunigt das System, moduliert der integrierte Rechner die Messdaten in ansteigende Töne, bei Verzögerungen (Abbremsen) fällt der Ton ab. Nach kurzer Eingewöhnungszeit "erhören" die Ruderer direkt beim Rudern, wie gleichmäßig das Boot "läuft" und bekommen ein Gefühl dafür, wo die vortriebskritischen Phasen im Ruderzyklus liegen.

Die FunBox auf dem IdeenPark der Technik verspricht Spaß mit High-Tech und Höchstleistung im Sport. Hier gilt: Ansehen ist gut, Anfassen ist besser. Moderne High-Tech Sportgeräte können selber getestet und bei Entwicklungen hinter die Kulissen geschaut werden. Die Simulation und Optimierung von Bewegungsabläufen werden mit verständlichen Antworten und anschaulichen Exponaten, aktuellen Forschungsergebnissen und Experimenten zum Mitmachen, Selbermachen und Nachmachen den Besuchern und Interessierten näher gebracht.

Der IdeenPark 2012 in Essen

Der IdeenPark ist mit 150 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein Gipfeltreffen für Technik und Bildung und wird in diesem Jahr zum vierten Mal von der ThyssenKrupp AG veranstaltet. Vom 11. bis 23. August geht es auf 60.000 Quadratmetern in der Messe Essen und im Grugapark um Faszination Technik - für die ganze Familie. Etwa 400.000 Besucher erwartet der ThyssenKrupp Konzern, der den IdeenPark mit Partnern aus Forschung und Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft veranstaltet. Die Besucher begeben sich auf eine Entdeckungsreise durch Stadtquartiere mit vielversprechenden Namen, zum Beispiel durch das "AeroDrom", den "VerkehrsKreisel", die "FunBox" oder den "EnergiePark". Hier zeigt der IdeenPark innovative Lösungen, zum Beispiel für die Themen Klimawandel, Energiewende oder Mobilität. Die Veranstalter setzen vor allem auf Interaktion. Überall sind die Besucher eingeladen, selbst zu experimentieren und auf eigene Faust Entdeckungen zu machen.

Ideenpark 11.-23. August 2012, Messe Essen

Öffnungszeiten jeweils 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei

Ausführliche Informationen und Programmübersicht:

Partner-Seite der Universität Hamburg im Online-Portal des IdeenParks: