Leichtgewichts-Männer-Achter im FISA Programm erhalten - Leserbrief der Aktiven

  • Weltmeister 2015: Leichtgewichts-Männer-Achter mit Steuermann und Trainer, Foto: Quickert/DRV

    Weltmeister 2015: Leichtgewichts-Männer-Achter mit Steuermann und Trainer, Foto: Quickert/DRV

Lieber Siggi, Lieber Dag,

Mit Bestürzung haben wir, die sich im Trainingslager in Sevilla befindliche Leichtgewichts-Riemen-Nationalmannschaft, die Meldung der FISA zur Streichung des Leichtgewichts-Männer-Achters aus dem WM Programm aufgenommen. Fast der komplette Kaderkreis der 12 Ruderer die mit in Sevilla waren, sind schon einmal Weltmeister in dieser tollen Bootsklasse gewesen. Durch vier WM-Titel in den letzten sechs Jahren in dieser Bootsklasse, ist der „leichte“ Achter auch für den DRV zu einem Medaillengarant geworden! Hinsichtlich der Heranführung junger Sportler an den Senior-Bereich ist unseres Erachtens der Leichtgewichts Achter eine sehr wichtige Bootsklasse. Auch in Anbetracht dessen, dass es im U23-Bereich mit dem Leichtgewichts-Vierer und dem Leichtgewichts-Zweier nur zwei internationale Bootsklassen gibt.

Sicherlich hat der Paragraph 36 der FISA Rules of Racing auch seine Berechtigung, da wie im Fall des Männer-Vierer mit Steuermann, eine Bootsklasse durchaus auch an Attraktivität aufgrund von Anpassungen des Olympiaprogramms verlieren kann. Unserer Meinung nach ist aber der Leichtgewichts-Männer-Achter weiterhin eine hoch attraktive Bootsklasse, die erhalten werden muss (klar sehen auch wir dass die Meldezahlen beim Worldcup in Luzern und den Weltmeisterschaften in dieser Bootsklasse rückläufig sind, was mit Sicherheit auch an den hohen Kosten liegt). Wir finden, dass der Deutsche Ruderverband, als größter Ruderverband weltweit, sich für den Verbleib des Leichtgewichts-Achters im WM-Programm einsetzen muss, da auf Grund der großen Anzahl der Leichtgewichts-Ruderer und der ansonsten wenigen internationalen Plätze (und der wenigen sonstigen Startgelegenheiten mit Niveau)  das Leichtgewichtsrudern ansonsten droht auszusterben, da viele Sportler die Perspektive verlieren und lieber den „Riemen an den Nagel hängen“.

Daher unsere Bitte an Euch und den Deutschen Ruderverband, setzt Euch bitte bei der FISA für den Erhalt des Leichtgewichts-Achters im WM Programm ein! Auch 2016, bei der WM in Rotterdam muss aus unserer Sicht ein Leichtgewichts-Achter an den Start gehen. Auch hinsichtlich dessen, das es 2008 und 2012, also im olympischen Jahr jeweils Vorläufe zu diesem Rennen gab.

Mit freundlichen Grüßen und frohe Weihnachten,

Die Leichtgewichts-Riemen-Nationalmannschaft