Geschichte des olympischen Ruderns
Rudern ist olympische Kernsportart und seit der ersten Austragung moderner olympischer Spiele 1896 ununterbrochen im Programm. Die Premiere der modernen Olympischen Spiele 1896 in Athen war jedoch auch das einzige mal, dass die Olympische Ruderregatta nicht ausgetragen werden konnte - als Austragungsort war das Athener Hafenbecken geplant. Die raue See führte letztlich jedoch zur Absage der Ruderrennen.
Seit 1896 war nur das Männerrudern olympisch. Es gab mehrere Rennen in Skull- und Riemenbooten. Der Einer, Doppelzweier, der Zweier ohne, der Zweier mit, der Vierer ohne, der Vierer mit und der Achter bildeten lange Jahre das Olympiaprogramm.
Erste Bewegungen in das olympische Programm der Ruderer kam 1976, als das Frauenrudern aufgenommen wurde. Anfänglich waren die Frauen nur in den Riemenbooten am Start.
Die USA waren die dominante Rudernation bis zu den Olympischen Spielen 1960. Dann wurde vor allem die Sowjetunion eine Rudergroßmacht. Die damalige DDR wurde zur überragenden Nation der 1970er und 1980er Jahre. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Nationen führte zu einer neuen deutschen Rudermacht, die ihre Wirkung bis heute spüren lässt, obwohl die Siegerlisten in den letzten Jahren sehr viel abwechslungsreicher geworden sind.
Eine gewichtige Veränderung erfuhr das Rudern bei Olympia als für die Olympischen Spiele von Atlanta 1996 erstmals Teilnehmerbeschränkungen eingeführt wurden. Dies erforderte eine Überarbeitung der Bootskategorien. Das Leichtgewichtsrundern wurde olympisch, andere Bootsklassen wurden aus dem Programm genommen (Zweier mit Stm. und Vierer mit Stm.). Das Leichtgewichtsrudern hat neuen Nationen den Zugang zur olympischen Ruderfamilie geöffnet. Heute ist die Anzahl der für Olympia qualifizierten Nationen stetig steigend.