Olympische Regattastrecke 2004
Das 2222 m lange Ruder- und Kanubecken befindet sich in Schinias im nordöstlichen Teil der Region von Attika, 40 km von Athen. Es ist mit einem kleineren See verbunden, der den Crews zum Aufwärmen und Ausrudern dienen. Das Regattabecken hat eine konstante Tiefe von rund 3.5 Meter und ist einer der modernsten Ruderinfrastrukturen der Welt. Der Bau ist mit einem Investitionsvolumen von ca. 70 Millionen Euro verbunden gewesen.
Athen ist bekannt für seine archäologischen Stätten und Schinias ist hier keine Ausnahme. Das berühmte Denkmal von Marathon liegt westlich in der Nähe der Ruderstrecke. 490 v.Chr. besiegten die Griechen die einfallenden Perser bei Marathon. Zu der Zeit soll Schinias ein Meer oder eine Lagune gewesen sein. 1923 wurden das Sumpfgebiet ausgetrocknet für den Bau eines Flugplatzes, der inzwischen aufgegeben ist. Dieser ehemalige Flugplatz wurde in zwei Seen umgewandelt, der größere für die 2000m Strecke und der kleiner für Trainingszwecke.
Die Umgebung ist typisch mediterran, der Sandstrand von Schinias eingeschlossen.
Die Athleten und Zuschauer erwartet heisses Wetter - ca. 31 C tagsüber und 25 C nachts. Zudem ist Mückenschutz empfehlenswert.
„Aeolos“ und der Wind
Die Junioren-Weltmeisterschaften 2003 auf der Olympiaregattastrecke war der Testwettkampf für die griechischen Organisatoren und teilnehmenden Ruderverbände. Dieser endete jedoch mit einer negativen Erfahrung: der griechische Windgott „Aeolos“ bescherte Aktiven, Trainer und Offiziellen außergewöhnliche Ruderbedingungen. Die jährlichen „Meltemia“-Winde wühlten die Regattabahn derart auf, dass an den ersten Regattatagen mehrere Boote in den Wellen untergingen. Nachdem keine Besserung eintrat musste die Rennstrecke auf 1000 Meter verkürzt werden.
Als Konsequenz hat der Weltruderverband FISA inzwischen Alternativszenarien ausgearbeitet, sollte „Aeolos“ wie schon 1896 - als die Ruderrennen in Athen der hohen Wellen wegen ins Wasser fielen - keinen Gefallen an den olympischen Ruderrecken finden.


