Verkehrszeichen auf dem Wasser

Bagger, die am Flußbett arbeiten, Aalfänger, die beiderseits Netze ausgehängt haben und was sonst auf einem Gewässer festliegt, müssen anzeigen, an welcher Seite man vorbeifahren kann. Das muss nicht die Seite mit der breiteren Wasserfläche sein. Meist findet man eine rote Flagge oder Tafel auf einer und die rot-weiße auf der anderen Seite. Man darf nur an Rot-Weiß vorbeifahren, und die Schiff fahrt muss bei diesen Zeichen Wellenschlag vermeiden. Bei den anderen Seiten-Bezeichnungen fährt man an der Grün-Weiß-Grün-Tafel und an den grünen Rauten vorbei.

Bagger hängen manchmal an einem Seil, das im Flußbett verankert ist. Dieses Seil kann jederzeit bei einer Bewegung des Baggers aus dem Wasser schnellen.

Gefahr bei gelbem Döpper

gelber Döpper

Es ist lebensgefährlich, den Bereich zwischen dem gelbem Döpper (Hinweis auf Unterwasserhindernis, hier der Anker des Baggerseils) und dem Bagger zu befahren Besonders gefährlich sind Saugbagger. Hier schwimmen Rohre an oder unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Rohre oder flexiblen Saugleitungen können auch zusätzlich durch Leinen oder Stahlseile gesichert sein. Saugbagger bei der Arbeit können auch das Wasser in ihrer Nähe stark verwirbeln.

  • Unter einem gelbem Döpper kann auch das Seil einer Fähre hängen.

Fischernetze

Gelbe Döpper können auch anzeigen, dass dort Fischnetze unter Wasser hängen. Es ist lebensgefährlich, in das so abgegrenzte Feld hineinzufahren. Wo Gefahr besteht, in Aalreusen oder Aalhamen hineinzugeraten, kann das aber nicht nur mit gelben Döppern abgegrenzt sein. Man kann auch eine rot-weiße Fahne finden, die gebietet, dort vorbeizufahren.

Badezonen

Rechtzeitig von Erreichen der Badezone und bei dem Entlangfahren der Badezone muss auch außerhalb der Betonnung mit Schwimmern gerechnet werden. Ebenso mit Personen auf Luftmatratzen oder ähnlichen aufblasbaren Schwimmkörpern. Es ist auch schwierig das Verhalten von im Wasser schwimmenden Kindern vorher zu berechnen. Fahren andere Wassersportler entlang der Abgrenzungen von Badezonen, muss auch hier gegebenenfalls mit unzureichender Aufmerksamkeit gerechnet werden.

Kilometrierung

Kilometer
Halber Kilometer
100 Meter

Alle größeren Flüsse und Kanäle sind mit einer Kilometrierung ausgestattet. Bei der Kilometrierung der Flüsse und Kanäle beginnt man im Regelfall bei der Mündung mit der Marke Null. Jeden Kilometer weiter zur Quelle hin folgt dann ein Schild mit dem angegebenen Flusskilometer (Eine umgekehrte Regelung gibt es auf dem Rhein). So kann man mit einer Gewässerkarte oder einem nautischen Reiseführer anhand der Kilometrierung feststellen wo genau man sich befindet.

Beleuchtung

Beleuchtung

Wenn man so will, gehört zu den Verkehrszeichen auf dem Wasser auch die Beleuchtung. Die gesamte Kennzeichnung der Schiffe bei Nacht würde viele Seiten füllen. Die wichtigsten Tag und Nachtkennzeichnungen von Fahrzeugen finden Sie hier. Hier wird davon ausgegangen, dass die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung ebenso wie die Ruderordnung des Vereins Fahrten bei Dunkelheit grundsätzlich verbietet. Weitere Einzelheiten zu diesem Thema findet man unter dem Kapitel „Boote steuern und führen“.

Schallzeichen

Aus Schallzeichen der Berufsschiff fahrt und Sportbooten über 20 m Länge, denen man ausweichen muss, läßt sich schließen, wie sie sich kurz danach bewegen werden.

Aus Schallzeichen von ausweichpflichtigen Sportbooten unter 20 m Länge weiß man rechtzeitig, welchen Kurs sie einschlagen werden bzw. an welcher Seite sie vorbeifahren werden.

Wer keine Schiffe sieht, aber irgendwelche Schallzeichen von Schiffen hört, weiß nur, daß da ein Schiff oder mehrere Schiffe sich bemerkbar machen. Wer diese Schallzeichen erkennt, weiß mehr.

Die wichtigsten Schallzeichen sind im Anhang der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung unter wichtige Schallsignale der Fahrzeuge, abgedruckt.

Sprechfunk

Schiffe (nicht Kleinfahrzeuge) müssen Sprechfunkanlagen für Schiff - Schiff einerseits und für Nautische Informationen andererseits ständig empfangsund sendebereit halten. Vor der Einfahrt in unübersichtliche Strecken, Engen und Brückenöffnungen muss sich ein Schiff auf der dort zugewiesenen Frequenz für Schiff - Schiff melden. Jede Fähre muss eine Sprechfunkanlage stetig für Schiff ´- Schiff eingeschaltet haben. Sportboote können mit fest eingebauten Funkanlagen ausgestattet sein. Portable Funkgeräte für die Sportschiff fahrt sind nicht zugelassen.

Bootsobleute und Steuerleute

    Steuer- und Obleuteprüfung

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    Prüfungsfragen - Lösungen2.0 MB
    Prüfung A12.0 MB
    Lösungen A12.0 MB
    Prüfung A22.0 MB
    Lösungen A22.0 MB
    Broschüre „Bootsobleute und Steuerleute“