Barken und Archen
Die Barke oder Arche, ursprünglich nur als Übungsboot gedacht für die gleichzeitige Ausbildung einer großen Anzahl von Anfängern, ist heute als Wanderboot sehr beliebt.
Einige Vereine haben im Selbstbau 8-sitzige Barken aus Holz errichtet. Kunststoffbarken stellen Werften inzwischen auch in leichter zu handhabenden Gewichten her als die ersten Modelle. Für den Transport wird ein speziell eingerichteter Hänger mit Slipmöglichkeit benötigt.
Die Abb.8 zeigt eine 12-sitzige Arche, wie sie von der Bootswerft A. Trometer, Berlin-Köpenick, bereits in großer Anzahl vor dem 2. Weltkrieg ausgeführt worden ist.
Das Material ist 30 mm starke ostpreußische oder polnische Kiefer. Der Boden besteht aus gespundeten, 30 mm starken Bohlen, die quer zur Längsachse der Arche aufgenagelt werden. An den hinten und vorn zusammenlaufenden Überhängen sind die Seitenplanken nach Anfeuchtung auf der Außenseite innen so lange erhitzt worden, bis die Planke die erforderliche Biegung bekommt und von selbst beibehält.
Die meisten Barken haben heute allerdings einen stumpfen, abgeschrägten Bug. Einige – dem Wickinger-Schiff nachgebaute – Barkenmodelle machen neuerdings die Wanderruderer neugierig.
Erstellt nach Vorlagen von Brigitte Ahlfeld, Hans Rath, Wilhelm Reuß und der FISA.


