Boots-Drehvorrichtung
Ein Ruderkamerad – Walter Schmidt aus Osnabrück – konnte es eines Tages nicht mehr mit ansehen, wie sich Frauen und Kinder mit den schweren Gigs beim Drehen abmühten. Er dachte dabei sicher auch an manche gebrochene Dolle, verbogene Ausleger und gebrochene Spanten, die er wieder richten musste.
Er konstruierte daraufhin eine Bootsdrehvorrichtung mit passendem Transportwagen. Die Konstruktion ist denkbar einfach. Ein Endlosgurt läuft über zwei Rollen im Abstand von ca. 80 cm (siehe Abb.154). Diese Anlage kann entweder in der Nähe der Hallentür fest installiert oder – wie in der Abbildung zu erkennen – mittels zweier Rollengehänge auf einem 14ner Peiner Träger verschiebbar angebracht werden, damit durch einen Schub zur Seite schnell wieder ein freier Durchgang hergestellt werden kann.
Die Handhabung ist ganz einfach. Die Bootsbesatzung schiebt die Gig mit einem Ende in die herabhängende Schlaufe und kann so das entlastete Boot einfacher drehen (siehe Abb.155). Dabei tritt sie zum entfernten Ende zusammen. Auch mit dem Transportwagen lässt sich das Boot direkt hineinschieben. Nach dem Drehen benötigt man nur einen Bock für Pflegemaßnahmen.
Erstellt nach einer Vorlage von Ludwig Ellerbrake.


