Einergestell

Das Kinder- und Trimm-Rudern brachte es mit sich, dass die Bootshallen bis zum letzten Platz ausgefüllt waren. Die Übungseiner lagerten oft in der Halle und waren störend im Weg.

Hilfesuchend fragen die Bootswarte: "Wohin mit den Skiffs?"

Einige Vereine halfen sich, indem man fahrbare Ablagegestelle baute. In diese können sechs oder gar acht Skiffs abgelegt werden. Darunter sind drehbare Rollen angebracht, so dass die Stellage beim Ruderbetrieb aus der Halle oder zur Seite geschoben werden kann. Gerade beim Jungen- und Mädchenrudern war es von Vorteil, dass die Boote während der Übungsstunden im Freien lagern, denn in den oft zu schmalen Bootshallen stößt man trotz des Kommandos: "Auf die Ausleger achten!" an andere Boote an.

Ein einfaches und fahrbares Ablagegestell, wie in den Abbildungen und Skizzen dargestellt, lässt sich leicht herstellen. Man kann T-Profil (evtl. 50 mm) oder Vierkantrohr (40 x 60 mm) verwenden. Beide Konsolen werden am Mittelholmen oben und unten mit einem Längsprofil aus gleichem Material in 2,50 Meter Abstand verschweißt (siehe Abb.157). Sollte die Konstruktion dann nicht windungsfrei sein, so muss sie mittels Knotenblech oder Querstütze versteift werden. Natürlich sollte man darauf achten, dass die Querverbindung für die Ausleger nicht im Wege ist. Es gibt zwei Varianten dieses Gestells: mit einseitigen oder doppelseitigen Auflagen. In engen Hallen und bei der Händelung der Kunststoffeiner durch 2 Ruderer, wie es bei Kindern die Regel sein sollte, hat sich das einseitige Gestell (siehe Abb.158) mit einem Auflagen-Abstand von 45 cm bewährt. Will man Renn-Skiffs dort lagern, ist das zweiseitige Gestell (siehe Abb.156) mit einem Konsolenabstand von 84 cm besser. Auf die Einer-Konsolen können dann ausgekeilte Holzlatten mit einer Polsterauflage (siehe Abb.158) oder Halterungen für Gurtauflagen (siehe Abb.159) angebracht werden. Eine gründliche Rostschutzgrundierung und Lackierung schließen die Arbeiten ab.

An jede Gestellkante wird noch je eine drehbare Laufrolle angebracht, hierzu wird in den Ecken jeweils ein Knotenblech eingeschweißt. Diese feststellbaren Rollen gibt es in jeder guten Eisenwarenhandlung.

Falls die abgebildete Skizzen nicht genug Aussagen geben, kann eine detaillierte Konstruktions-zeichnung beim Archiv des TA angefordert werden.

Abb.156: Skiffablage-Gestell – beidseitig – Seitensicht (link), Skiffablage-Gestell – beidseitig – frontal (rechts)
Abb.158: Ku-Einerablage – einseitig
Abb.159: Gestell mit Gurtauflage
Abb.160: Gestell mit Kehlholz-Auflage

Erstellt nach Vorlagen von Arno Kumpe, Ludwig Ellerbrake und Hans Rath

Handbuch für Ruderanlagen, Boote und Reparaturen