Skiffaufhängung zum Hochziehen

Abb.169: Skiffablage zum Hochziehen
Abb.169: Skiffablage zum Hochziehen
Abb.170: Skiffablage mit eingelagertem Boot
Abb.171: Alternative Skiffablage

In vielen hohen Bootshallen wird der Raum unter der Decke zum Lagern von Rennskiffs genutzt, die dort auch gut geschützt untergebracht sind. Man sieht in den Bootshäusern unterschiedliche Konstruktionen, die meistens jedoch schwierig zu bedienen sind, vor allem dann, wenn der Skiffer allein sein Boot ablegen muss.

Es soll hier eine Konstruktion vorgestellt werden, die eine einfache Handhabung ermöglicht und das Boot optimal einlagert. Benötigt werden eine Handwinde mit bis zu 50 kg Belastungszulassung und automatischer Rücklaufsicherung, 5 allseits bewegliche Umlenkrollen zum Anschrauben und reichlich Drahtseil mit Seilverbindern.

Die eigentliche Bootsauflagen-Konstruktion ist aus Eisenrohr und 4-Kantprofilen angefertigt (siehe Abb.169 u.170).

<dl><dt>Material:</dt></dl>

  • a – 4-Kantrohr 4x 2,8
  • b – Eisenrohr 2,5 cm O
  • c – Bandeisen 8x4x0,4 cm
  • d – Polsterer-Band 6 – 8 cm breit
  • 8x Senkkopf- Gewindeschrauben mit Unterlegscheiben und Muttern
  • 5x Umlenkrollen zum Anschrauben
  • 1x Handwinde mit 50 kg Tragkraft und automatischer Rücklaufsicherung
  • Stahlseil mit Verbindern

Da hierbei Eisenrohre gebogen werden müssen, lässt man die Konstruktion in einer Schlosser-werkstatt herstellen. Für die Seilbefestigung wird ein Stück Winkeleisen mit mehreren Löchern gewählt (siehe Abb.169), damit die Anlage mit aufliegendem Boot genau ausgewogen werden kann. Für die eigentliche Auflage spannt man ein Stück Textilband (Polstererband) so ein, dass das Skiff sicher kieloben aufliegt.

Nun muss man nur noch die Konstruktion bis zur bequemen Reichhöhe herunterlassen und kann das Boot einlegen oder herausnehmen. Etwas Acht geben muss man, dass das Boot nicht zu früh abgekippt wird und die Ausleger an die Tragestange schlagen.

Erstellt nach einer Vorlage von Hans Rath

Handbuch für Ruderanlagen, Boote und Reparaturen