Skullablage

Abb.167: Ruderablage an der Böschung
Abb.168: Ruderablage auf ebener Fläche

Wir kennen alle von stark frequentierten Regattaplätzen den großen „Skull- und Riemensalat“ an den Stegen. Alte Füchse finden auch dort noch gefahrlos Platz für die Riemen oder Skulls und legen höchstens die Griffe in die Trittzonen. Doch wie schnell ist ein Blatt beim Ausheben des Bootes zerstört, wenn es schnell gehen muss, weil das nächste Boot schon wartet oder die Strömung das Bootsende erfasst hat usw..

Es wird nun von der Stegkonstruktion abhängen, welche Ruderablage sinnvoll ist. Hat man es mit einem Steg mit Treppenabgang an einer Böschung zu tun, genügt es, einen Rahmen aus verzinktem Rohr in passendem Abstand mit Betonfundamenten zu installieren. Der Abstand muss dabei so gewählt werden, dass die Skulls mit den Klemmringen am Rahmen einhaken und die Blätter auf den Steg aufsetzen (siehe Abb.167).

Eine Ruderablage auf ebener Fläche besteht aus einem Rahmen aus quadratischem Vierkantrohr 2.5x2,5 cm mit erhöhter Seitenkante (10 cm), damit auch bei voller Ablage kein Skull oder Riemen hinunterrutschen kann. Zur Verstärkung sind in den Eckverbindungen kleine Blechecken eingeschweißt und die Füße und Enden der Kopfstange mit Kunststoffpuffern geschlossen, die im Fachhandel erhältlich sind. Um die Kanten der Skull- und Riemenauflagen zu entschärfen, sind die Auflagen mit aufgeschlitzten Wasserschlauchenden ummantelt und mit Klebeband befestigt. Zur Größe der Konstruktion ist zu bemerken, dass nur wenige Mindestmaße eingehalten werden müssen. Der Abstand der Auflagen ist so zu wählen, dass Skulls gut Platz haben und Riemen sicher liegen (siehe Abb.168). Regattaveranstalter sollten mehrere solcher Konstruktionen anbieten und sie nicht fest einbetonieren, damit sie auch am Vereinsbootshaus genutzt werden können.

Damit Blattkanten und Wölbungen nicht über den Stegbelag scheuern, haben wir bei unserem Pflastersteg durch den Einsatz der Trittmatten aus unseren alten Umkleideräumen Abhilfe geschaffen.

Erstellt nach Vorlagen von Ludwig Ellerbrake und Hans Rath.

Handbuch für Ruderanlagen, Boote und Reparaturen