Start- und Zielhäuschen

Abb.175: Konstruktionszeichnungen Zielhäuschen
Abb.175: Konstruktionszeichnungen Zielhäuschen
Abb.175: Konstruktionszeichnungen Zielhäuschen
Abb.175: Konstruktionszeichnungen Zielhäuschen
Abb.176: Montage mit Bolzen

Großregatten haben für Start und Ziel feste Einrichtungen, die auch bei Wind und Wetter Schutz bieten. Auf den kleinen Herbst- oder Vereinsregatten wird dagegen improvisiert. Bei Schlechtwettervorhersage werden ein Bund Dachlatten gekauft und in aller Eile mehr schlecht als recht Start- und Zielüberdachungen zusammengenagelt und mit Plastik bespannt. Irgendwann ist man das leid und denkt über dauerhaftere Lösungen nach.

Es sollen einfache Häuschen aus Dachlatten und Baufolie vorgestellt werden, die sich leicht auf- und abbauen lassen und nur wenig Raum zur Lagerung benötigen. An zwei bis drei Abenden lassen sich diese Buden von zwei handwerklich geschickten Ruderern zusammenbauen. Zusammengestellt ist das Paket 50 cm dick und hat hinter den Rennbooten in einer Ecke der Bootshalle bequem Platz.

Material:

  • Dachlatten ca. 3,5 x 5,5 cm für die Rahmen und die Dachkonstruktion A u. B.
  • Dachlatten ca. 2,5 x 4,5 cm für die Diagonalen und die Dachkonstruktion C.
  • wasserfeste Sperrholzplatte 40 x 200 x 1 cm
  • passende Montagewinkel ohne Stabilisationssteg
  • Bolzen mit Unterlegscheiben und Flügelmuttern
  • Holzschrauben
  • Dicke Baufolie
  • Krampen für Tacker

Der Bauplan ist in Abb.175 leicht zu erkennen. Für die Konstruktionselemente kommt man mit Dachlatten unterschiedlicher Stärke aus. Für die Rahmen wählen wir die dickeren und für die Diagonalen und Teile der Dachkonstruktion die dünneren. Will man eine noch größere Stabilität erreichen, können die Rahmen der Seitenteile auch aus stärkeren Kanthölzern gefertigt werden.

  • a) Die Seitenteile: Die Rahmenlatten werden zugeschnitten und nach Plan mit Montagewinkeln und Holzschrauben zusammengebaut. An den Schrägstellen müssen die Montagewinkel vorher sorgfältig angepasst werden. Die Diagonalen müssen hier ebenfalls mit Winkeln befestigt werden, da sonst die Rückwand und Vorderseite nicht eingefügt werden können.
  • b) Bei der Vorder- und Rückseite bauen wir den Rahmen wie bei a), verschrauben aber die Diagonalen innenseitig auf dem Rahmen. Wer will, kann natürlich auch hier Winkel verwenden. Achtung, beim Vorderteil eine Einstiegöffnung frei lassen (s.Abb.175).
    Jetzt fügen wir alle Wandteile mit Zwingen zusammen und bringen die Verschraubungen mit Bolzen und Flügelmuttern an (siehe Abb.176). Danach werden die Dachteile angefertigt und montiert:
  • c) Für das Dach schneiden wir aus den dicken Latten zunächst die Streben A und B passend aus und montieren sie hochkant. Aus den dünnen Latten schneiden wir die Passstücke C so zu, dass sie an die Dachleiste der Seiten-teile angeschraubt werden können, legen sie aber zunächst beiseite. d) Nun kann die Bespannung mit Folie beginnen. Wir starten beim Dach: Hierzu schneidet man aus dicker Baufolie ein grob passendes Stück zu, welches seitlich etwa 20 cm über die Dachstrebe des Seitenteils hinausragen sollte. Wir nehmen nun eine der bereitliegenden Latten C ,schlagen die Folie einmal darum, montieren die Latte mit Bolzen und Flügelmuttern an die Dachstrebe des Seitenteils, richten die Folie gerade aus und tackern sie an der Latte C fest. Nun wechseln wir die Seite, ziehen die Folie stramm und verfahren wie vorhin.
    Schließlich bauen wir alles auseinander, nachdem die Verschraubungsstellen zur Sicherheit mit gleichem Farbband gekennzeichnet wurden. Die Dachfolie wickeln wir um eine Latte C und stellen sie beiseite. Alle Außenflächen der Seitenwände, Vorder- und Rückseite bespannen wir ebenfalls mit Folie. Bitte eine Einstiegöffnung in der Vorderseite freilassen!

Falls mehrere Hütten gebaut wurden, müssen alle Teile mit einer Farbmarkierung versehen werden, damit später alles zusammen passt. Es bleibt nun nur noch das Verstauen aller Teile an einem geeigneten Ort übrig.

Erstellt nach Vorlagen von Ludwig Ellerbrake und Hans Rath.

Handbuch für Ruderanlagen, Boote und Reparaturen