Werkstatt
Planung
Immer dann, wenn irgend jemand ruft und fragt, wann denn nun endlich dieses oder jenes Boot repariert werde, heißt es in den meisten Clubs erst einmal aufräumen und in der Bootshalle Platz schaffen, denn ein geeigneter Platz zum Reparieren der Boote fehlt. Deshalb sollte man bei der Planung eines Bootshauses immer eine Werkstatt mit vorsehen. Trotzdem findet sich in den wenigsten Vereinen eine brauchbarer Raum dafür. Bisweilen bestehen sogar sehr irreale Vorstellungen, wie die entsprechenden Räumlichkeiten aussehen könnten. Die Frage ist daher: Welche Voraussetzungen müssen für eine Werkstatt erfüllt sein?
Zunächst sollten Sie darauf achten, dass die Werkstatt groß genug ist. Sie sollte Platz haben für einen Vierer und auf jeder Seite noch 2 m zum Arbeiten bzw. für Werkbänke und Schränke, also ca. 15m lang und 5m breit sein. Warum muss nicht unbedingt ein Achter in die Werkstatt hineinpassen? Der Grund ist einfach der, dass sich dadurch die Baukosten in einem Verhältnis vergrößern würden, das nicht den Notwendigkeiten entspricht. Natürlich muss gelegentlich auch ein Achter repariert werden . Für den Fall, dass er nicht teilbar ist, kann man sich damit behelfen, dass die Tür an der Stirnseite der Werkstatt für die Dauer der Achter-Reparatur geöffnet bleibt und gegen Wind, Regen und Kälte mit einem Vorhang verschlossen wird. Dadurch lagert freilich ein Teil des Achters im Freien. Aber das wäre zu verschmerzen, handelt es sich doch um einen nur vorübergehenden Aufenthalt. Wichtig ist auf jeden Fall daran, ausreichend Beleuchtungskörper an den Wänden und der Decke zu montieren. Die Deckenleuchten sollten heruntergezogen sein und einzeln geschaltet werden können, um eine möglichst optimale Ausleuchtung zu erreichen (siehe Abb. 144a u. b).
Ein Provisorium als Werkstatt?
Wer weder in der Lage ist, einen Schuppen oder eine Werkstatt für die Boote zu bauen, oder es sich nicht leisten will, ein dauerhaftes Gebäude zu errichten, wird sich wohl für einen provisorischen Schuppen entscheiden. Dieser könnte frei stehen oder an ein vorhandenes Gebäude angeschlossen sein. Man kann z.B. Garagen oder die Bootshalle einfach und schnell vorübergehend mit Anbauten versehen. Baut man die Bootshalle breit genug, ist eine Reparatur dort im Notfall auch möglich. Wie die Entscheidung auch ausfällt, sie hängt sehr vom Grundstück und den Gebäuden ab. Zu beachten ist in jedem Fall, dass das Provisorium auch kräftigem Regen und Wind standhalten muss. "Schönwetter-Lösungen" mit ein paar Dachlatten und Plastikfolie helfen nicht.


