Besonders preiswerte Lösung, jedoch mit verkürzter Lebensdauer
Ein interessanter Lösungsvorschlag bei der dringenden Notwendigkeit, sehr kurzfristig und zu geringsten Kosten eine Steglösung zu schaffen, wurde von Gerhart Ludwig für seine Erlanger Wanderrudergesellschaft erarbeitet. Obwohl die Bestimmungen des BNV eingehalten und die Ausführung von den Behörden abgenommen werden musste, hat er die Elemente des Stegs in einer solchen Weise auf ein Minimum reduziert, dass sie gerade das Ziel der erforderlichen statischen Belastbarkeit und der Schwimmfähigkeit bei dennoch niedrigem Freibord erreichten.
Ludwig hat die Konstruktion ausführlich in einem Artikel im RS Nr. 4/ 1995, S. 103 u. 104 beschrieben. Überzeugend ist, dass er durch die Verwendung von alltäglichen, aber hinsichtlich ihrer Belastbarkeit hochwertigen Bauelementen, wie z.B. Doppel-T-Schalbindern, Gewicht und Kosten reduziert hat. Durch intensive Holzschutzbehandlung hoffte er, auch die Langlebigkeit zu sichern, stieß jedoch hier an die Grenzen der dünnwandigen Bauelemente. Logisch konsequent war hingegen auch die kombinierte Anwendung der preisgünstigen Rohr-Auftriebskörper zusammen mit den Styroporplatten.
Seine Ziele hinsichtlich Erfüllung der mechanischen Anforderungen bei kürzester Zeit und niedrigsten Kosten hat Ludwig zweifellos erreicht. Für Vereine, die langlebige und langfristig kostengünstige Lösungen anstreben, sind die in früheren Abschnitten des Kapitels über Stege vorgestellten Lösungen vorzuziehen.
