Einrichtungen an Umsetzanlagen
Auch Schleusen oder Umsetzanlagen an Wanderrudergewässern kommen nicht ohne Ein- und Aussetzstellen für die Boote aus. In all diesen Fällen werden Stege benötigt, die aber wegen der Vielfalt der Bootsarten nur in einer "allgemein passenden" Ausführung angeboten werden können. Obwohl die für Kanus und Ruderboote passenden flachen Stege durchaus auch für Motor- und Segelboote geeignet sein können, werden für diese üblicherweise größere Höhen bevorzugt. so dass sich für Ruderboote Schwierigkeiten des Anlegens und sicheren Aus- und Einsteigens ergeben.
Im Ausschuss Ruderreviere u. Technik des DRV ist 1995 von Dr. P. Kozerski die in Bild 137 vorgestellte Stegausführung empfohlen worden, die auch bei größerer Höhe der Plattform ein sicheres Anlanden und Aussteigen möglich macht. Dazu wird eine auf Pfählen gegründete Plattform empfohlen, die im Anlandebereich zurückgesetzte Pfähle aufweist und ein leichtes "Einfädeln" der Ruderbootsausleger ermöglicht. Ein auf 10 - 15 cm Höhe eingearbeitetes Hilfsprofil kann zum eigentlichen Anlegen und Festhalten genutzt werden. Zum Aus- und Einsteigen kann man sich zunächst rückwärts auf die Stegplattform setzen und den Kontakt zum Boot herstellen.
An Wehren oder Schleusen sind zur Umgehung in vielen Fällen Möglichkeiten geschaffen worden, diese über Anlegeplattformen und Rampen mit den Wanderbooten zum umtragen oder zu umfahren. Die für das Umfahren bereitgestellten Bootswagen zeigen eine Vielfalt von Ausführungen, häufig leider für Ruderboote wenig geeignet. Auch hierfür hat Dr. Kozerski die gesammelten Erkenntnisse 1995 in einem Vorschlag für die Ausführung eines gleisgeführten Bootswagens zusammengefasst.


