Welche Angebote hält der Bereich »Ruderreviere & Umwelt « für die Verbandsmitglieder bereit?

  1. Mitwirkung im Vorfeld der Gesetzgebung und des Verordnungswesens aus Bundes- und teilweise auf Landesebene.
  2. Erhaltung bzw. Verbesserung der Wasserwege, z.B. durch Initiierung von Wasserbaumaßnahmen.
  3. Unterstützung der Rudervereine bei Behörden, insbesondere den Wasser- und Schifffahrtsdirektionen.
  4. Mitwirkung bei der Planung des Baus von Anlagen für den Wassersport (Bootsschleusen, Bootsgassen, Anlagestellen usw.).
  5. Aufbereitung gutachtlicher Stellungnahmen (Beispiele: zu Bootshäusern, Regattastrecken, Neu- und Umbauten, Schleusen, Bootsrutschen).
  6. Initiativen zur Vermeidung von Gewässersperrungen.

Was tut der DRV für die naturverträgliche Ausübung des Sports?

Rudern ist ein Sport in der freien Natur und steht im Einklang mit ihr. Der Deutsche Ruderverband (DRV) strebt daher eine umweltverträgliche Ausübung des Sports an und unterstützt jegliche Maßnahmen, die dem Gewässer-, Umwelt- und Naturschutz zugute kommen (siehe Leitbild 2003 des DRV, verabschiedet in Oberhausen). Er fördert für seine Breitensportler das Wasserwandern, das auf den Förden, Bodden, Flüssen und Seen mit dem Naturerleben einhergeht.

Der DRV unterstützt seine Vereine, den Bau oder die Renovierung seiner Bootshäuser und Regattaanlagen, sowie rudersportliche Veranstaltungen, umweltgerecht durchzuführen.
Schwerpunkte sind Energieeinsparung, Wassersparen und Mülltrennung. Der DRV informiert seine Mitglieder über Belange des Umwelt- und Naturschutzes in seinen Lehrgängen und Fahrtenmaterialien. Hierfür wurden bereits 1980 Regeln zum Verhalten von Wassersportlern in der Natur gemeinsam mit dem Deutschen Sportbund und dem Deutschen Naturschutzring erarbeitet.

Des Weiteren setzt sich der DRV für den Erhalt von Ruderrevieren und für die Sicherheit auf dem Wasser ein. Er unterstützt zudem die Ausarbeitung von freiwilligen Vereinbarungen zur Lösung von Konflikten zwischen Naturschutz und Wassersport, so z.B. in Mecklenburg Vorpommern am Greifswalder Bodden oder in Nordrhein-Westfalen am Rhein zwischen Bad Honnef und Emmerich.

Der Verband arbeitet außerdem mit den Planungsinstitutionen bei der Entwicklung neuer Wassersportreviere in den ehemaligen Braunkohletagebauen (z.B. in der Lausitz) für ein sport- und umweltgerechtes Ergebnis zusammen. Dabei geht es um die Einrichtung von Wasserwanderrastplätzen und den Bau der Verbindungsläufe zwischen den Tagebauseen.

Grundlinien eines natur- und landschaftsverträglichen Rudersports

Der Natursport Rudern gilt als natur- und landschaftsverträglich, wenn Ruderinnen und Ruderer…

  • sich rechtzeitig vor der Rudertour über die vorhandenen gesetzlichen Vorschriften und freiwilligen Vereinbarungen zum Schutz von Flora und Fauna in Gewässern und deren Einzugsgebiet (Uferzonen, nahe Uferbereiche) informieren und diese beachten.
  • die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Gewässer und deren Einzugsgebiete schätzen und achten, um den Erlebnis- und Erholungswert in ihrem eigenen Interesse nicht zu schmälern.
  • sich rechtzeitig über vor Ort vorkommende Tiere und Pflanzen ausgiebig informieren und die sportliche Ausübung so darauf abstimmen, dass die Tiere und Pflanzen nicht erheblich gestört oder dauerhaft geschädigt werden.
  • ausschließlich die vorhandenen Infrastrukturen – statt die unberührte Natur – für die sportliche Ausübung nutzen (z.B. Bootshäuser, Ein-/ Ausstiegsstellen, Lagerplätze, Zuwegungen und Parkplätze).
  • möglichst umweltfreundlich an-/abreisen. Die RuderInnen sollten so weit als möglich das Angebot des Umweltverbundes nutzen bzw. sich in Fahrgemeinschaften organisieren.
  • auf die Befahrung erkennbar sensibler Gewässer verzichten, außer die festgelegte Fahrtenroute bietet keine alternative Wegführungen.
  • sich leise und rücksichtsvoll in der Natur verhalten und ausreichend Abstand zu Wasserpflanzen, Ufervegetation sowie Tieren auf und am Wasser halten.
  • weder Abfälle hinterlassen, noch naturschädigende Materialien in der Natur verwenden.
  • auf Umweltverschmutzungen (insbesondere stinkende Schmutzwassereinleitungen, Ölfilme oder wilde Müllkippen) in der Nähe von Gewässern achten und diese den lokalen Umweltbehörden melden.
  • für die Übernachtung lokale Zeltplätze, Bootshäuser oder Gasthöfe aufsuchen und die Verpflegung vor Ort einkaufen. So profitiert auch die lokale Bevölkerung vom Rudersport und der persönliche Kontakt kann das Verhältnis zum Rudersport verbessern.
  • in ihren Bootshäusern nachhaltige Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung anstreben und ihren Müll sachgerecht entsorgen.
  • die Vereine/Verbände in ihren Informationsmedien Aspekte des Natur- und Umweltschutzes integrieren.

Diese ruderspezifischen Grundlinien sind aus den allgemeinen „Grundlinien einer natur- und landschaftsverträglichen Sportausübung“ abgeleitet, die das Kuratorium Sport und Natur 2004 auf Basis der Definition des Beirats Umwelt und Sport beim Bundesumweltministerium aus dem Jahr 2001 entwickelt hat.


Naturathlon
Kuratorium Sport und Natur


Ansprechpartner im DRV

Dr. Wolfgang Krutzke
Koch-Gotha-Str. 7
18055 Rostock
Telefon: 0381 7698444
Handy: 0162 4996618
E-Mail: datenschutzbeauftragter(at)rudern.de
 

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