22. Apr. 2007 | Nationalmannschaft | von Oliver Palme

94. Deutsches Meisterschaftsrudern in Köln: Sens und Boron gewinnen Meistertitel

Das 94. Deutsche Meisterschaftsrudern (Kleinboot) fand am Wochenende vom 20.-22. April in Köln auf der Regattabahn Fühlingen statt. Nicht nur quantitativ war das Meisterschaftsrudern mit knapp 300 Ruderern in ca. 150 Teams in Einern und Zweiern ein Highlight. Auch qualitativ war die Veranstaltung ein angemessener Auftakt für die Saison mit dem Höhepunkt Ruder-Weltmeisterschaft 2007 in München sowie im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking. Sportdirektor Michae Müller sieht sich im Soll. „Alle Top-Team Peking Athleten waren im A- oder B-Finale, bis auf drei krankheitsbedingte Ausfälle. Im Bereich Männer-Skull haben wir einige hoffnungsvolle Talente, die bei den Arrivierten an die Tür klopfen."

Im Männer-Zweier-ohne siegten souverän die WM-Fünften Andreas Penkner und Jochen Urban in 7:03,15 min vor dem Nachwuchs-Zweier mit Fokke Beckmann/ Richard Schmidt. Philipp Naruhn/Florian Eichner belegten Rang 3.

Bei den Frauen siegten Elke Hipler und Nicole Zimmermann in 7:45,85 min vor Christina Gerking/ Maren Derlien. Bronze holten Nadine Schmutzler/Lenka Wech. Hier hat der DRV ein sehr leistungsstarkes Team im Hinblick auf die heimische WM.

Im leichten Bereich konnten im Zweier ohne der Männer Joel El Qualqili und Ole Rückbrodt in 7:08,25 min gewinnen, im Einer siegten Marie-Louise Dräger (8:27,25 min) bei den Frauen und Jörg Lehnigk (7:36,95 min) bei den Männern.

Die jungen Wilden greifen an - Hans Gruhne holt Silber
Der Frauen-Einer war die Domäne der erfolgreichsten Ruderin der Welt Kathrin Boron , die nach ihrem Comeback deutlich vor Christiane Huth und Stefanie Schiller in 8:09,49 min gewinnen konnte.

Ein spannendes Rennen lieferten sich die Athleten im Männer-Einer . Deutscher Meister ist Robert Sens, der den Junioren-Weltmeister Hans Gruhne auf den letzten Metern bezwingen konnte. Sens gewann in 7:20,10 min seine zweite Meisterschaft, der junge Clemens Wenzel belegte eine beachtlichen dritten Platz. Die Potsdamer RG zeigte ihr Potential eindurcksvoll mit vier Athleten im A-Finale. Marcel Hacker war in Absprache mit dem Verband von der Meisterschaft befreit.