Hier findest du alle Informationen zur Klassifizierung

Warum ist eine Klassifizierung wichtig?

Die Klassifizierung steht nicht am Beginn einer jeden Para Karriere. Für Menschen die vor allem im Verein Sport treiben wollen ist sie sogar gänzlich unnötig. Denn dort ist es irrelevant in welcher Starklasse eine Person eingruppiert wird. Hauptsache ist, dass das gemeinsame Rudern Spaß macht und sich daraus ein gutes Erlebnis ergibt. 

Wer jedoch in den Leistungssport möchte, für den führt kein Weg an einer Klassifizierung vorbei. Durch die Einteilung in einer der drei Para Klassen "PR1", "PR2" oder "PR3" soll eine Vergleichbarkeit der Leistungen nach den verschiedenen Einschränkungen herbeigeführt werden. Dabei werden verschiedene Indikationen in einer Startklasse zusammengefasst, je nachdem welche Einschränkung vorliegt. 

Eine Klassifizierung muss sorgfältig vorbereitet werden! Zunächst einmal sollte vor dem angestrebten Event ausreichend Zeit sein und die nötigen Unterlagen müssen sorgfältig ausgefüllt und abgesendet werden.

Dann muss mit dem entsprechenden Verband ein Termin vereinbart werden an dem die Klassifizierung stattfinden soll. Üblicherweise findet dies zu bestehenden Wettkämpfen im Jahresverlauf statt. 

Dort werden die vorher eingereichten Unterlagen dann abermals geprüft. Außerdem werden Untersuchungen durchgeführt um die Indikation zu verifizieren. Bei bestimmten Indikationen erfolgt außerdem ein Praxistest in dem verschiedene Bewegungen im Beisein des "Classification Panel" (Gruppe von Ärztinnen und Ärzten der Klassifizierung) durchgeführt werden müssen. 

Abschließend erhält die zu klassifizierende Person dann eine Startklasse in der sie antreten darf. 

Diese Startberechtigungen, werden entweder auf "review" vergeben. Das bedeutet, das die Untersuchungen in einem bestimmten Abstand wiederholt werden müssen. Oder der Status wird dauerhaft vergeben.

Klassifizierung für physische und visuelle Beeinträchtigungen

Menschen die entweder eine physische oder visuelle Einschränkung haben, können in den paralympischen Startklassen starten, die durch den DRV gemeldet und durch worldrowing klassifiziert werden. Das Vorgehen ist hier wie oben beschrieben. Solltet ihr Fragen dazu haben, wendet euch gern unser Para Team!

Klassifizierung für geistige Beeinträchtigungen

Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen haben verschiedene Wege an Wettbewerben teilzunehmen. Entweder über Special Olympics Deutschland oder über VIRTUS. In Beiden Fällen muss eine Klassifizierung erfolgen, die den Standards der jeweiligen Verbände entspricht. Solltest du Interesse an diesem Bereich haben, wende dich auch gern an unsere Ansprechpartnerin für Klassifizierung Anna Siemenroth.

In Beiden Fällen könnte diese "Checkliste" erste fragen klären: 

- IQ unter 75 

- Signifikante Einschränkung des adaptiven Verhaltens

- vor dem 22 Lebensjahr eingetreten.

- Beschäftigungsstatus in einer Werkstatt (NUR Special Olympics Deutschland) 

 

Bitte beachtet, dass die Prüfung der Klassifikation bis zu 12 Wochen dauern kann. 

Für die Teilnahme an Wettkämpfen des Weltverbandes (worldrowing) ist eine Klassifikation nach dem Virtus Regelwerk durchzuführen. 

Die Kosten für die Klassifizierung belaufen sich auf: 300 Euro für die Erstellung des Gutachtens, 50 Euro für die Prüfung und 75 US-Dollar (ca. 70-90 Euro je nach Wechselkurs) für die Registrierung und die Jahreslizenz. Diese Kosten sind durch die Athletinnen und Athleten zu übernehmen. Der Ruderverband behält sich vor eine anteilige Kostenübernahme zu prüfen. 

Anna Rohde
Anna Siemenroth

Ansprechpartnerin für Klassifikationen im DRV

Marc Stallberg

Bundestrainer Para Rudern

Mobil
+49 160 4365402