Wissenschaft und Forschung
Wissenschaft und Forschung im DRV
Die wissenschaftliche Unterstützung im Leistungssport stellt einen praxisrelevanten Faktor bei der Erreichung von Spitzenleistungen dar. Zielstellung ist es, gemeinsam unser Know-how in den verschiedenen Themenbereichen und Anwendungsfeldern des Leistungssports zu steigern.
Gemeinsam mit unseren Partnern soll bestehendes Wissen vermittelt, neues Wissen generiert, Erkenntnisse in die Praxis transformiert, sowie Innovationen voran getrieben werden.
Für weitere Fragen und Anregungen zu Wissenschaft und Forschung im DRV steht der Wissenschaftskoordinator Dr. Kay Winkert zur Verfügung.
Wissenschaftliches Verbundsystem
Um Wissensgenerierung, -management, -transfer und Organisation als Verband erfolgreich gestallten zu können stehen uns zahlreiche Partner aus dem wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL) mit Rat und Tat zur Seite:
- Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
- Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
- Führungs-Akademie des DOSB (FA)
- Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT)
- Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES)
- Olympiastützpunkte (OSP)
- Trainerakademie Köln (TA)
- Universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen und Institute
Aktuelle Forschungs-Projekte
Der DRV kooperiert mit zahlreichen Partnern aus dem wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL), um praxisrelevante Fragestellungen und Technologien zu untersuchen bzw. zu entwickeln. Ein unerlässlicher Partner stellt hierbei die Forschungsförderung des Bundesinstitut für Sportwissenschaft dar.
rowAIng kinematics - Videobasierte automatisierte Analyse von Teilkörperbewegungen im Rudern
Im Rahmen eines zweijährigen Anwendungsprojekts sollen innovative KI- und Machine-Learning-Verfahren genutzt werden, um eine automatisierte, videobasierte, markerlose Erfassung und Analyse von Teilkörperbewegungen im Rudersport zu ermöglichen.
Während kinematische und dynamometrische Messgrößen am Sportgerät bereits sensorbasiert mittels FES-Messtechnik erfasst werden, fehlt bislang noch eine über das Trainer:innenauge oder Videoanalysen hinausreichende, systematische, softwaregestützte Erhebung der ursächlichen Körperbewegungen.
Zielstellung des Teams rund um Prof. Dr. Fuchs (HTWK Leipzig) ist es daher, Teilkörperbewegungen sowie deren zeitliche Abfolge und Synchronität innerhalb einer Mannschaft anhand standardisierter Videoaufnahmen automatisiert zu erfassen. Hierdurch soll langfristig eine Verknüpfung sensorbasierter Messdaten des Sportgeräts mit Bewegungsdaten der Ruderder:innen ermöglicht werden, um komplexe Wirkungszusammenhänge zur Optimierung der Rudertechnik zu erfassen.
Das Projekt wird durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft unterstützt (AZ 071509/25-27).
DigiTwin Rowing - Intelligente Diagnostikplattform mit Digitalem Athlet:innen-Twin für den Rudersport
Mit dem Innovationsprojekt „DigiTwin Rowing“ entwickelt der Deutscher Ruderverband e.V. (DRV) zusammen mit dem Team rund um Prof. Dr. Asteroth (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) eine webbasierte, intelligente Diagnostik- und Prognoseplattform, die erstmals einen digitalen Athlet:innen-Twin als zentrales Modul umfasst soll.
Während auf der einen Seite die Komplexität und Menge leistungsdiagnostischer Daten stetig ansteigen, auf der anderen Seite jedoch ein Großteil der Trainer:innen und Athlet:innen Schwierigkeiten bei der Interpretation und praktischen Nutzung dieser Daten hat.
Die geplante digitale Plattform verknüpft Diagnostik, Simulation und Education, indem sie die Ergebnisauswertung automatisiert, individuelle Leistungsprofile kontinuierlich aktualisiert, physiologische Veränderungen interaktiv simuliert und zielgruppengerecht visualisiert, sowie praxisnahe Lerninhalte bereitstellt. So soll das Projekt DigiTwin Rowing dazu beitragen, konkretere Ableitungen für Training und Wettkampf zu treffen und damit die Transferlücke zwischen Diagnostik und Trainingspraxis weiter zu schließen.
Das Projekt wird durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft unterstützt.
Abgeschlossene Forschungs-Projekte
Für einen erfolgreichen Praxistransfer der durchgeführten Forschungsprojekte bedarf es als erstes der Transformation der Forschungsergebnisse in verständliche und praxisorientierte Zusammenfassungen. Hierzu stehen Infografiken und Kurzzusammenfassungen für die jeweiligen abgeschlossenen Projekte zur Verfügung.
Trainer:innenTalk
Weiterführend zu den Infografiken und Kurzzusammenfassungen der abgeschlossenen Forschungsprojekte bieten wir mit dem Trainer:innenTalk – Science into Practice & Practice into Science jeden ersten Dienstag im Monat ein Online-Format zum direkten und offenen Austausch mit Wissenschaftler:innen an. Hier sollen die konkrete Praxisbedeutung und Anwendung der Forschungsergebnisse diskutiert, sowie offene Fragen adressiert werden.
Zur Teilnahme und für weitere Informationen bitte die Online-Anmeldung zum Trainerportal in Microsoft Teams nutzen.
TMGK/RTK
Die Trainingsmethodische Grundkonzeption (TMGK) des DRV wird zurzeit überarbeitet und dann als Rahmentrainingskonzeption (RTK) auf den Seiten des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) unter rtk.rudern.sport-iat.de veröffentlicht. Die ersten Inhalte sind für Anfang 2026 vorgesehen. Infos zur TMGK 2020–2024.
Literatur-Datenbank Rudern
Das IAT stellt mit LiDa und SPONET+ sich fortlaufend aktualisierende ruderspezifische Literaturdatenbanken zur Verfügung. Diese ermöglichen anhand verschiedener Stichworte einen schnellen Zugang und Einblick in verschiedene Forschungsbereiche. Weiterführende themenbezogene Literaturrecherchen können über die verknüpfte Datenbank SPONET durchgeführt werden.