Chronik des Rudersports in Deutschland

Ereignisse, Entscheidungen und Personen – Stichworte zur Entwicklung des Rudersports in Deutschland.

Geschichte des Rudersports

Die Anfänge dessen, was wir heute unter dem Begriff Rudern erfassen, reichen mehrere tausend Jahre zurück. Bereits vor der Ausnutzung der Windkraft mit Segel diente das Ruder bei vielen Völkern als Antriebsmöglichkeit von Transportmitteln, erfüllte aber auch wichtige Aufgaben bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Reliefzeichnungen in Ägypten sowie der Fund eines Ruders bei Duvensee in Holstein beweisen, dass bereits 8000 bis 10000 Jahre v. Chr. das Ruder zur Fortbewegung auf dem Wasser genutzt wurde.

Das sportliche Rudern hat seinen Ursprung in England. Ein Wettkampf, der sich auf lange Traditionen beruft und noch heute Zehntausende Zuschauer an die Ufer der Themse lockt, ist der Vergleich der Achtermannschaften der Studenten aus Oxford und Cambridge. Der erste Vergleich fand 1829 statt und endete mit einem Sieg der Universität Oxford. Von diesem und anderen in England stattfindenden Wettkämpfen gingen wesentliche Impulse für die Entwicklung des modernen Rudersports aus. So wurden gerade in dieser Zeit eine Reihe wichtiger Erfindungen gemacht, die sich revolutionierend auf den Bootsbau und damit auf die Rudertechnik auswirkten.

1828 zum Beispiel erschien erstmalig ein Boot zu einem Wettkampf, das mit Auslegern ausgerüstet war. Weitere wesentliche Veränderungen bis zum heutigen Rennboot sind der Übergang zu leichteren Bauweisen, die Einführung des Gleit- und später des Rollsitzes sowieder Übergang von der Kastendolle zur Drehdolle.

Quelle: rish.de

 

Gründungsversammlung

Auf dem Rudertag in Cöln am 18. März 1883 waren vertreten:

  1. Berliner Regattaverein, Berlin
  2. Berliner Ruder-Club, Berlin
  3. Ruder-Club, Bernkastel
  4. Ruder-Verein, Bingen
  5. Ruder-Club, Coblenz
  6. Rudergesellschaft, Coblenz
  7. Club, Cöln
  8. Ruder-Gesellschaft, Cöln
  9. Ruder-Verein, Creuznach
  10. R.C. "Viktoria", Danzig
  11. Ruder-Verein, Düsseldorf
  12. RG "Germania", Frankfurt/Main
  13. RG Sachsenhausen, Frankfurt/Main
  14. Ruder-Verein, Frankfurt/Main
  15. Ruder-Gesellschaft, Gießen
  16. Allg. Alster-Club, Hamburg
  17. Nordd. Regattaverein, Hamburg
  18. Ruder-Club, Hamburg
  19. RC "Allemannia", Hamburg
  20. RC "Fidelio", Hamburg
  21. RC "Franconia-Deutschland", Hamburg
  22. Germania RC, Hamburg
  23. Hammonia RC, Hamburg
  24. RC "La Favorite-Cäcilia", Hamburg
  25. Ruder-Club, Heidelberg
  26. Ruder-Verein, Ludwigshafen
  27. Ruder-Verein, Mainz
  28. Ruder-Club, Mannheim
  29. Ruder-Gesellschaft, Mannheim
  30. RV "Amicitia", Mannheim
  31. RC am Starnberger See, München
  32. RG "Undine", Offenbach
  33. Ruder-Verein, Offenbach
  34. Ruder-Club, Wetzlar

Der Ausschuß, der auf Grund der Beschlüsse des 1. Rudertages vom 12./13. August 1882 in Frankfurt/Main die Gründung in Köln vorzubereiten hatte, bestand aus:

  • G. Büxenstein, Berlin
  • E. Dambitsch, Coblenz
  • Dr. Patton, Cöln
  • H. Heyer, Frankfurt/Main
  • R. Schmid, Frankfurt/Main
  • Ad. Burmester, Hamburg
  • A. W. Mathaei, Hamburg
  • J. Vetter, Mainz
  • O. Kayser, Mannheim
  • O. Weiß, München
  • Dr. R. Foregger, Wien

Der DRV-Ehrenvorsitzende Henrik Lotz stirbt. Aufgrund der Corona-Pandemie ruht der Wettkampfbetrieb von März bis August. Auch Wanderfahrten können nicht stattfinden. Alle Bootshäuser müssen über Wochen geschlossen bleiben. Die Olympischen Spiele in Tokio werden erstmalig um ein Jahr verlegt. Auch der Rudertag und der Jugendrudertag werden um ein Jahr verschoben. Die FISA vergibt die World Rowing Indoor Championships 2022 nach Hamburg. 

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg finden die DJM und das 54. Wanderrudertreffen parallel statt. Das Format Jugend trainiert für Olympia und Paralympics feiert 50-jähriges Jubiläum. Beim Rudersymposium in Hannover konnten neue Impulse in den drei Themenbereichen Rudertechnik, Engagement und Wissenschaft gesetzt werden. In Rüdersdorf wird das Kompetenzzentrum Rudern mit Behinderung eröffnet. Zu Ehren des verstorbenen Ehrenmitglieds Claus Heß wird der Clauß Heß Preis gestiftet.

Der Ehrenvorsitzende Claus Heß stirbt. In München-Oberschleißheim findet der 50. Bundeswettbewerb mit erstmaliger Ausschreibung von Inklusionsrennen statt. Die Ruder-Bundesliga feiert 10-jähriges Jubiläum. Die Ruderakademie in Ratzeburg bekommt zum 50-jährigen Jubiläum das Blaue Band vom Land Schleswig-Holstein verliehen. Beim Rudertag Münster wurden der Vorstand und das Präsidium mehrheitlich wiedergewählt. Zudem wurde der Beschluss gefasst, dass der Sportdirektor fortan die Stellung eines besonderen Vertreters nach § 30 BGB hat und damit zeichnungsberechtigt ist. Unterstützt wird er zukünftig vom Beirat Leistungssport.

Der Ehrenvorsitzende Claus Heß stirbt. In München-Oberschleißheim findet der 50. Bundeswettbewerb mit erstmaliger Ausschreibung von Inklusionsrennen statt. Die Ruder-Bundesliga feiert 10-jähriges Jubiläum. Die Ruderakademie in Ratzeburg bekommt zum 50-jährigen Jubiläum das Blaue Band vom Land Schleswig-Holstein verliehen. Beim Rudertag Münster wurden der Vorstand und das Präsidium mehrheitlich wiedergewählt. Zudem wurde der Beschluss gefasst, dass der Sportdirektor fortan die Stellung eines besonderen Vertreters nach § 30 BGB hat und damit zeichnungsberechtigt ist. Unterstützt wird er zukünftig vom Beirat Leistungssport.

Ralf Holtmeyer wird leitender Bundestrainer und löst damit Marcus Schwarzrock als Cheftrainer ab. Mit Jens Hundertmark hat der Verband einen neuen Generalsekretär gefunden.
Der Schülerinnen-Achter-Cup wird eingeführt. Die neuen Trainingsempfehlungen für Jungen und Mädchen werden herausgegeben. In Hannover findet das Leistungssportseminar statt. Im Bereich Bildung wird die erste E-Learning Fortbildung Rudertechnik mit edubreak®Sportcampus (Blended Learning) angeboten. Bei der Gremiensitzung in Hannover wurden unter anderem die Themen Frauenförderung, Mitgliedergewinnung und Training an den Disziplinstandorten disktutiert.  

Die Athletinnen und Athleten des DRV holen bei den Olympischen Spielen in Rio (Brasilien) zweimal Gold (W4x und M4x) und einmal Silber (M8+). An der Ruderakademie wird die Stelle eines Bildungsreferenten eingeführt, um die Trainerausbildung auszuweiten. Beim Rudertag in Essen wird der DRV-Vorstand mit Siegfried Kaidel sowie seinen Stellvertretetern Dr. Dag Danzglock und Moritz Petri wiedergewählt. Katharina von Kodolitsch tritt die Nachfolge von Holger Römer für das Fachressort Vereinsservice und Verbandsentwicklung an. Bei der diesjährigen Wahl wurden die Stimmen zum ersten Mal testweise elektronisch abgegeben. Die große Mehrheit der Delegierten hat dies für gut empfunden und das Präsidium beauftragt, das elektronische Wahl- und Abstimmungsverfahren in die Satzung zu implementieren.Der Antrag auf Änderung des Grundgesetzes, §25 – Implementierung Sportdirektor, wurde abgelehnt.

Die Deutsche Ruderjugend feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. In Hannover fand die Zukunftswerkstatt Nachwuchsleistungssport statt. Christian Baumann wird Generalsekretär. In Hannover findet die Gremiensitzung statt.

Im Sportpark Hamburg-Allermöhe werden die FISA U19-Weltmeisterschaften ausgerichtet. Jean-Christophe Rolland ist 20134 zum Nachfolger von Dennis Oswald als Präsident der FISA gewählt worden. Er übernimmt dieses Amt im Sommer 2014 von Dennis Oswald, der es seit 1989 innehatte. Der Rudertag in Berlin fasst den Beschluss zur Einführung eines Generalsekretärs als besonderer Vertreter §30 BGB in der Satzung

Von April bis Dezember erscheint mit „Ruder Bild“ ein drittes Ruder-Monatsmagazin auf dem Markt. Das 100. Deutsche Meisterschaftsrudern nach 1906 in Münster mit Großbootrennen über 1.000 m und der Sprintmeisterschaft über 500 m findet großen Anklang. Die Kleinbootmeister sind im Frühjahr wieder separat ermittelt worden. Die Oskar-Ruperti-Bücherei des DRV wird der Zentralbibliothek der Deutschen Sporthochschule in Köln übergeben. Damit soll dort unter fachkundiger Leitung eine umfassende Zentralbücherei Rudern im deutschen Sprachraum geschaffen werden. Lenka Wech wird in das FISA-Exekutiv-Komitee gewählt. Damit ist der DRV nach mehreren Jahren Pause wieder in diesem höchsten Gremium der FISA vertreten.

Nach den Olympischen Spielen in London tritt Hartmut Buschbacher von seinem Amt als Cheftrainer zurück. Als Nachfolger wird Marcus Schwarzrock berufen. Der Vorstand des DRV beschließt, einen Historischen Arbeitskreis einzurichten, dessen Aufgabe es sein soll, das Archiv des ältesten deutschen Sportverbandes einzurichten und für die Nachwelt zu sichern.

Das Deutsche Meisterschaftsrudern, das 2005 für Klein- und Großboote aufgeteilt worden war, wird wieder auf einer Veranstaltung zusammengefasst und in Brandenburg ausgetragen. Die Bewerbung Brandenburgs um die FISA Weltmeisterschaft 2015 scheitert an den immens gesteigerten finanziellen Vorleistungen, die die FISA von Bewerbern verlangt. Trotz zahlreicher bereits getätigter Investitionen an der Regattastrecke (z. B. Ausbau auf acht Startbahnen) muss das OK die Bewerbung zurückziehen.

Mit den Olympischen Jugendspielen, erste Austragung in Singapur, gibt es eine weitere internationale Meisterschaft.

Der 1958 für die Vereine eingeführte Pflichtbezug des „Rudersports“ und dessen Teilfinanzierung vorzugsweise über Veröffentlichung von Regattaausschreibungen und -ergebnissen werden gemäß Rudertagsbeschluss aufgehoben. Das Verbandsorgan „Rudersport“ wechselt zum Sportverlag Schmidt und Dreisilker. Der Limpert-Verlag, 19 Jahre lang Herausgeber, gibt fortan eine eigene Ruderzeitschrift unter dem Namen „Rudermagazin“ heraus. Auf dem außerordentlichen Rudertag in Oldenburg wird das neu erarbeitete Grundgesetz, die DRV-Satzung, verabschiedet. Hans-Jürgen Bittner scheidet im 40. Jahr seiner Tätigkeit, davon 25 Jahre als Hauptgeschäftsführer, aus den Diensten des DRV aus. In Poznan wird der deutsche Achter Weltmeister. Bis 2012 (Olympiasieg) bleibt der Achter unter seinem Trainer Ralf Holtmeyer in allen 2000-m-Rennen ungeschlagen.

An seinem Gründungsort im Kölner Gürzenich feiert der DRV als ältester deutscher Sportverband das Jubiläum seines 125-jährigen Bestehens unter dem Motto „Erinnern – erleben – gestalten“. Im Deutschen Sport- und Olympiamuseum wird die Ausstellung „Der Glanz des Sieges – Historische Regattapreise aus zwei Jahrhunderten“ gezeigt. Zu weiteren Höhepunkten gehören eine Festakademie mit IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach im Gürzenich, an der die amtierenden Bundesminister Schäuble (Finanzen) und Steinbrück (Inneres) teilnehmen, sowie ein sportwissenschaftliches Symposium in der Deutschen Sporthochschule. Die Verbandsgeschichte wird von Arno Boes in einem sehenswerten Sonderheft des „Rudersports“ dargestellt. Auf dem Rudertag kandidiert Helmut Griep, 25 Jahre im Verbandsausschuss tätig und dessen Vorsitzender seit 2001, nicht mehr und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Sein Nachfolger wird Siegfried Kaidel aus Schweinfurt, der sich gegen Dr. Horst Meyer aus Hamburg durchsetzt. Mit der privatwirtschaftlich organisierten „Ruder-Bundesliga“ startet ein völlig neues Regattasystem. Auf 5 bis 6 Regatten mit Rennen über jeweils 350 m wird in einem Punktesystem der schnellste Achter ermittelt. Es gibt eine Männer-, eine Frauen-Liga, sowie eine 2. Liga mit Auf- und Abstieg. Auf dem Brandenburger Beetzsee werden die FISA U23-Weltmeisterschaften ausgerichtet. Wegen der unbefriedigenden Bilanz bei der Olympischen Regatta in Peking wird der Leistungssport reorganisiert. Hartmut Buschbacher wird als hauptverantwortlicher Cheftrainer berufen. Rudern ist paralympisch, der DRV konnte sich in zwei von vier Bootsklassen qualifizieren.

Auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleißheim werden die FISA Weltmeisterschaften ausgerichtet. Erstmals seit 1973 gibt es wieder Europameisterschaften. Erster Austragungsort ist Poznan in Polen. Der DRV steht dem Projekt zunächst abwartend gegenüber. Die Ergometer-Meisterschaft wird durch die Deutsche Indoor Rowing Serie (DIRS) abgelöst. Das Finale findet 2008 in Kettwig statt.

Zum 56. und letzten Mal findet auf der Weser die Hoyaer Regatta statt. Damit stirbt eine der letzten großen Flussregatten, die in ihrer Hochzeit in den 90er Jahren noch mehr als 3.000 Aktive aller Altersklassen gezählt hat.

Erstmals seit 1906 Teilung des Meisterschaftsruderns: die Kleinboot-Meisterschaft wird anlässlich des Leistungssport-Kader-Tests im Frühjahr und die Großboot-Meisterschaft im Sommer/Herbst durchgeführt. Der Bremer RV v. 1882 ist der letzte Sieger im Deutschen Ruderpokal, der nach 11 Austragungen und zwischendurch reger Teilnahme wieder eingestellt wird. Auf dem Brandenburger Beetzsee werden die FISA U19-Weltmeisterschaften ausgerichtet. In Berlin-Spandau findet das 40. Wanderrudertreffen mit 646 Teilnehmern aus 203 Vereinen aus Deutschland und dem benachbarten Ausland statt.

Mit Rolf Ziel, dem langjährigen Schriftleiter des „Rudersports“, und Hans Hermann Meyer (Beisitzer Wanderrudern und Breitensport) verliert der deutsche Rudersport zwei verdienstvolle und engagierte Ruderer. Nachfolger Meyers wird Wolfgang David aus Saarbrücken.

Ingrid Dieterle gibt aus Altersgründen die Leitung der FISA-Junioren-Kommission auf.

Ein verheerendes Sommer-Hochwasser auf Elbe und Mulde richtet an Einrichtungen der betroffenen Rudervereine einen Schaden in Höhe von 2,6 Mio. € an. Eine Spendenaktion von DRV und Limpert-Verlag erbringt 65.000 € für die geschädigten Vereine. Arno Boes wird als Vorsitzender der Medienkommission in das FISA-Council gewählt.

Prof. Dr. Wolfgang Maennig kandidiert auf dem Rudertag in Bonn nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden. An seiner Stelle wird Helmut Griep aus Hameln gewählt, langjähriges Mitglied im Verbandsausschuss des DRV. Sein Nachfolger als Beisitzer Wanderrudern und Breitensport wird Hans Hermann Meyer aus Berlin. Auf der Regattabahn Duisburg-Wedau werden die FISA U19-Weltmeisterschaften ausgerichtet.

Für die Olympischen Spiele in Sydney hat sich kein deutscher Achter qualifizieren können – weder der Männer noch der Frauen.

Anlässlich des Rudertages in Hannover wird die viel beachtete Ausstellung „50 Jahre deutscher Rudersport nach dem 2. Weltkrieg" eröffnet und in der Folge an vielen Orten Deutschlands gezeigt. Beim 4. Rudersymposium in Konstanz bieten 40 Referenten 38 Vorträge, Praxispräsentationen und Workshops dar. Dr. Kurt Gelbert wird als Nachfolger von Klaus Filter zum Vorsitzenden der Materialkommission in das FISA-Council gewählt.

Unter dem Motto „Gemeinsames Erinnern“ startet Dr. Claus Heß die historische Aufarbeitung „50 Jahre deutscher Rudersport nach dem 2. Weltkrieg“, die in zahlreichen Einzelartikeln im „Rudersport“ veröffentlicht wird. In Köln-Fühlingen wird die FISA-Ruderweltmeisterschaft ausgerichtet. Im Dezember wird die Deutsche Ruderergometer-Meisterschaft (DREM) erstmalig in Berlin ausgetragen.

Die Verbandsauszeichnung für 50-jährige Mitgliedschaft in einem DRV-Verein, die es seit 1938 gibt, wird um eine solche für 75 Jahre ergänzt. In Essen wird die erste Deutsche Meisterschaft über 500 m ausgetragen, später „Deutsche Sprintmeisterschaft“ (DSM). Erweiterung des jährlichen FISA World-Cups (seit 1990 im Männer- und Frauen-Einer) auf Mannschaftsboote. Regattaorte sind München, Paris und Luzern. Deutschland siegt mit 209 Punkten vor Großbritannien und Rumänien.

In Karlsruhe werden die ersten Deutschen Ergometer-Meisterschaften ausgetragen. Mit Hilfe von Sponsoren werden Preise im Gesamtwert von 30.000 DM ausgelobt.

DRV-Vorsitzender Henrik Lotz kandidiert nach 23 Jahren als Mitglied des Verbandsausschusses, davon 12 Jahre als Vorsitzender, nicht wieder und wird auf dem Rudertag in Kassel zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Sein Nachfolger im Amt wird Prof. Dr. Wolfgang Maennig. Um die Teilnahme der Vereine am Wettkampfsport der 2. Ebene zu aktivieren, wird die Regattaserie des Deutschen Ruderpokals ins Leben gerufen, die sich bis 2005 hält. Erster Pokalmeister wird der ARC Würzburg. Beim FISA Kongress in Tampere werden Ingrid Dieterle (Junioren) und Klaus Filter (Material) für weitere 4 Jahre in ihren Posten als Kommissionsleiter bestätigt.

Die FISA beschließt ein Qualifikationssystem für Starts auf den Olympischen Regatten. Jürgen Kapsch, ehemaliger stetllv. Chefredakteur des Deutschen Sport-Echos, übernimmt die Redaktionsleitung der Zeitschrift „Rudersport“. Rolf Ziel geht aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Auf Antrag der FISA werden ab 1996 die Leichtgewichtsrennen im Frauen-Doppelzweier, im Männer-Doppelzweier und im Männer-Vierer-ohne olympische Bootsgattungen. Dafür entfallen Zweier-mit und Vierer-mit bei den Männern und Zweier-ohne bei den Frauen. Dr. Claus Heß wird Ehren-Vizepräsident der FISA, nachdem er sich nach mehr als zwei Jahrzehnten als Vizepräsident nicht mehr zur Wahl stellte. Erstes Rudersymposium unter der Leitung von Dr. Wolfgang Fritsch an der Universität Konstanz mit 150 Teilnehmern aus neun Nationen.

Internationales Treffen „100 Jahre FISA“ in Berlin mit Bootskorso entlang Museumsinsel und Nikolaiviertel. Eröffnungen der Schleuse Dömitz und des Main-Donau-Kanals in Berching. Der DRV übernimmt den Aquatorpreis, mit dem der DRSV 26 Ruderinnen und Ruderer für mindestens 40.077 Ruderkilometer ausgezeichnet hatte, und verleiht ihn 71 neuen Preisträgern. Friedhelm Kreiß, der 1970 die Leitung des Bereiches Lehrgangswesen übernommen hat, wird aufgrund seiner großen Verdienste für Bildung und Weiterbildung von Übungsleitern im Leistungs- und Breitensport zum Ehrenmitglied gewählt. Sein Wirken reicht weit über den Bereich des DRV hinaus. 1994 wird ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, 2002 ernennt ihn der Deutsche Sportbund zum Ehrenmitglied.

Dem DRV treten 102 Rudervereine und Ruderabteilungen aus Ostdeutschland bei. Vielfältige und langwierige Probleme bei der Übereignung von Bootshäusern und Grundstücken. Ruderinnen-Forum in Berlin: mehr Frauen für Führungsaufgaben gewinnen.

DRV und DRSV einigen sich darauf, dass auf dem außerordentlichen Rudertag am 1. Dezember in Essen die Voraussetzungen für die Aufnahme der DRSV-Sektionen geschaffen werden. Der DRSV löst sich auf seinem 9. Verbandstag in Kienbaum zum Jahresende auf. Die betrieblich organisierten Rudersektionen werden zu selbständigen Rudervereinen mit neuen Strukturen, Vorständen und Satzungen umgewandelt. Parallel dazu werden entsprechend der politischen Gliederung Landesruderverbände eingerichtet. Manfred Ganzer, der das Wanderrudern über Jahrzehnte wesentlich geprägt hat und seit 1968 als Vorsitzender den Ausschuss WR geleitet hat, wird zum Ehrenmitglied gewählt. Die FISA führt die Welt-Cup-Serie im Einer der Männer und Frauen ein. Erste Sieger werden Jüri Jaanson (Estland) und Titi Jordache (D).

Zum Jahresende Besprechungen zwischen DRV und DRSV über künftigen Ost-West- Sportverkehr im Rudern („behutsames, aber nachhaltiges Vorgehen“).

Nach 1976 und 1984 hinter dem Finnen Pertti Karpinnen gewinnt Peter-Michael Kolbe in Seoul zum dritten Mal olympisches Silber, diesmal hinter Thomas Lange. Universiade auf der Wedau-Strecke mit rund 10.000 Zuschauern.

Mehr als 200 Teilnehmer beim DRV-Ruderertreffen mit Sehgeschädigten im Rahmen des Projektes Rudern mit Behinderten an der Olympia-Regattastrecke in München. Die Junioren-Weltmeisterschaften finden in Köln-Fühlingen statt.

An der Olympia-Regattastrecke werden vier Monate lang zwei Rudertrainer aus der VR China ausgebildet. Strukturreform und Verkleinerung des Verbandsausschusses.

Bei den Weltmeisterschaften in Hazewinkel werden auch Leichtgewichtsrennen für Frauen ausgetragen. Die Junioren-Weltmeisterschaften finden auf dem Beetzsee in Brandenburg statt.

Mit Ausnahme von Rumänien boykottieren alle sozialistischen Länder die olympischen Sommerspiele.

Hundert Jahre DRV wird am Gründungsort Köln mit mehreren Aktionen unter Beteiligung der Jugend festlich begangen, u. a. Festakt, wissenschaftlicher Festakademie, Ausstellungen „Rudern im Spiegel der Kunst“, Rudersport auf Briefmarken und einem historisch-kritischen Jubiläumsbuch. Henrik Lotz folgt auf Dr. Claus Heß als DRV-Vorsitzender, der nach 17 Jahren Vorsitz nicht mehr kandidiert und mit Standing Ovations zum Ehrenvorsitzenden gewählt wird.

Die Fachzeitschrift „Rudersport“ (früher „Wassersport“) beginnt ihren 100. Jahrgang. Seit 25 Jahren erscheint sie im Philler-Verlag.

Auf der Rotseeregatta gewinnt Peter-Michael Kolbe in einem ab 1984 nicht mehr erlaubten Rollauslegerboot. Bei der Ruder-WM in München (33 Nationen, 768 Ruderinnen und Ruderer, 230 Boote) werden DRSV (Männer) und UdSSR (Frauen) erfolgreichste Verbände.

Das NOK für Deutschland schließt sich dem durch die sowjetische Besetzung Afghanistans begründeten Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau an. Der DRV hatte sich gegen einen Boykott ausgesprochen. Der DRSV gewinnt in Moskau 11 Goldmedaillen. Der Rudertag in Berlin verabschiedet Resolutionen zum Gewässerschutz und zum Altherren-Rudern. Die Beisitzer im DRV-Vorstand können künftig nicht mehr wie seit 1970 vom geschäftsführenden Vorstand berufen werden, sondern müssen sich auf dessen Vorschlag dem Rudertag zur Wahl stellen.

Gründung des DRV-Arbeitskreises Gewässerschutz (später Ausschuss Ruderreviere) unter der Leitung von Heinz Ketelsen.

Das Frauenrudern wird olympisch. In Montreal gewinnen die Ruderinnen Ruderer des DRSV in 14 Entscheidungen 14 Medaillen, davon 9 Goldmedaillen.

Mit dem Einer-Weltmeister Peter-Michael Kolbe wird ein Ruderer „Sportler des Jahres“.

1. FISA-Veteranenregatta in Amsterdam.

Weltmeisterschaften künftig jährlich, FISA- Meisterschaften für Leichtgewichte. Dr. Calus Heß wird in Nachfolge von Dr. Walter Wülfing Vizepräsident des NOK für Deutschland.

Auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim wird der DRSV mit Goldmedaillen im Zweier-mit, im Zweier-ohne und Vierer-ohne, Silber im Vierer-mit sowie Bronzemedaillen im Einer, Doppelzweier und Achter erfolgreichster Verband. Der DRV gewinnt Gold im Vierer-mit und Bronze im Vierer-ohne.

Rudern beim Schülerwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“.

Die Aktion des Deutschen Sportbundes „Timm Dich durch Sport“ wird vom DRV unter dem Motto „Ruder mal wieder“ aufgegriffen mit dem Ziel, die rückläufige Entwicklung der Mitgliedszahlen (minus 4,5 %) aufzufangen. Letzte Stilruderwettbewerbe. Erneute Überlegenheit des DRSV bei den Junioren: beim FISA-Championat gewinnt er in allen sieben Bootsgattungen die Goldmedaille.

Mit dem Ziel, das Meisterschaftsrudern für Vereine attraktiver zu gestalten, sind nur noch Vereinsmannschaften, keine Renngemeinschaften mehr zugelassen (bis 1981). Erstmals auch im DRV wie im DRSV schon seit 1953 Riemenbootrennen auch für Frauen. Verbandstreffen des DRSV mit Wettbewerben für 3065 Renn- und Wanderruderer in 1008 Booten mit 75.000 Zuschauern auf dem zur Regattastrecke ausgebauten Beetzsee in Brandenburg.

Wegen Hochwasser des Neckars wird innerhalb von zehn Stunden das Meisterschaftsrudern von Heilbronn auf die WM-Strecke Duisburg-Wedau verlegt. In Ratzeburg wird die Ruderakademie des DRV unter der Leitung von Karl Adam eröffnet. Gründung der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Auf dem 39. Deutschen Rudertag (23./24.03.) wird mit Verabschiedung der Jugendordnung die Deutsche Ruderjugend gebildet. Der DRSV wird beim Junioren-Championat in Amsterdam mit vier Siegen und drei zweiten Plätzen in sieben Entscheidungen erfolgreichster Verband.

FISA-Juniorenregatta in Ratzeburg, später FISA-Junioren-Championat und Weltmeisterschaft. Leipziger Achter-Sieg in Henley, ansonsten aber Starts von DRSV-Mannschaften im westlichen Ausland fast nur auf FISA-Meisterschaften und Olympischen Spielen. Unter dem Motto „Rudern von Acht bis Achtzig“ will der DRV zusätzliche Mitglieder für seine Vereine gewinnen.

Als Nachfolger von Dr. Walter Wülfing wählt der Rudertag in Lübeck Dr. Claus Heß zum Vorsitzenden. Aufnahme von Landesruderverbänden in den DRV. Bildung der Regelkommission und des Ausschusses für regionale Fragen (später Länderrat). Wanderrudertreffen in Minden mit 140 Teilnehmern. Dr. Georg von Opel wird IOC-Mitglied.

Die Mannschaften des DRSV treten nicht mehr zu den Ausscheidungswettkämpfen an. Die FISA akzeptiert nach einem erneuten Vorstoß des DRSV künftig zwei deutsche Mannschaften. Im DRSV wird die systematische Wettkampfvorbereitung auf wissenschaftlicher Grundlage intensiv verstärkt.

Grandioser Erfolg bei den ersten Weltmeisterschaften auf dem Rotsee in Luzern: Deutschland gewinnt in sieben Rennen fünf Goldmedaillen (alle Riemenbootrennen) und im Doppelzweier Bonze. 23 von 26 gestarteten deutschen Ruderern werden Weltmeister.

Bei den Olympischen Spielen in Rom durchbricht Deutschland mit der Goldmedaille im Achter durch die von Karl Adam trainierte Rgm. Ratzeburg/Kiel die bisherige Siegesserie der Amerikaner. Weitere Goldmedaillen im Vierer-mit (Germania Düsseldorf) und im Zweier-mit (RV Gelsenkirchen) sowie eine Silbermedaille durch den Ostberliner Achim Hill.

Die Sektion Rudern lehnt gemeinsame Meisterschaften ab. Die deutschen Teilnehmer auf internationalen werden bis 1965 bei Ausscheidungswettkämpfen ermittelt, ab 1966 zwei deutsche Mannschaften. Aus der Sektion Rudern entsteht der Deutsche Rudersportverband (DRSV).

Europameisterschaften in Duisburg mit gesamtdeutscher Mannschaft.

Verbandswanderfahrt von Regensburg nach Wien. Zum Jahresende übernimmt Rolf Ziel, ehemals Präsidiumsmitglied der Sektion Rudern, die Redaktionsleitung des „Rudersport“, der jetzt im Philler-Verlag in Minden erscheint.

Die Sektion Rudern im DTSB wird nach mehrfachen Anläufen Mitglied der FISA, die aber bei internationalen Meisterschaften auf dem Start einer gemeinsamen deutschen Mannschaft beharrt. Verbandstag der Sektion Rudern in Leipzig.

Gemeinsame Meisterschaften des DRV und der Sektion Rudern des DTSB der DDR in Duisburg (Frauen) und Hannover (Männer). Europameisterschaften in Amsterdam auch für Frauen. Ost: Bildungs der Sportclubs zur Förderung des Leistungssports, davon acht auch mit Rudersektionen. Sektionszeitschrift „Skull und Riemen“, ab 1962 „Der deutsche Rudersport“.

Besprechung zwischen dem DRV und der Sektion Rudern in Leipzig über den Ost-West-Verkehr der Ruderer. Achterstart deutscher Ruderer in Henley (Rgm. Flörsheim/Rüsselsheim). Ost: Riemenachter bei der Frauen-Meisterschaft.

Bei den Olympischen Spielen in Helsinki gewinnt der Zweier-mit des Vegesacker RV die Silbermedaille. Der Deutsche Sportausschuss präsentiert der Sektion Rudern der DDR Heinz Dose als Präsidenten. Einführung eines Wanderruderwettbewerbs.

West: Wiederaufnahme des DRV in die FISA. Am Ruderleistungstag zum Saisonstart rudern 15.000Teilnehmer 196.505 km. Wiederaufnahme der Verbandswanderfahrten (Mosel). Ost: Den Rudersektionen stehen noch 875 Boote, davon 134 Rennboote zur Verfügung. Die Wanderruder-Kommission organisiert drei Gemeinschaftswanderfahrten.

West: Dr. Ruperti begründet die Zentralbücherei für den deutschen Rudersport. Einführung eines Gigbootes aus Sperrholz (C-Boot). Ost: Zusammenschluss der Ruderer zur Sektion Rudern der DDR in Leipzig mit neun Kommissionen.

West: Auf dem Rudertag am 10./11. Dezember in Wetzlar wird der DRV wiedergegründet, Vorsitzender Dr. Walter Wülfing. Ost: Bildung von Betriebssportgemeinschaften und darin von Rudersektionen, die die Bootshäuser der früheren „bürgerlichen“ Vereine nutzen. Meisterschaften der russischen Zone in Berlin-Grünau mit Gig- und Rennbootrennen unter Beteiligung Wester-Berliner Vereine.

Bestenkämpfe der Jugend in Hannover. Das Nachrichtenblatt von Paul Elschner wird unter dem Namen „Ruderport“ Verbandszeitschrift. In den drei Westzonen und dem amerikanischen Sektor von Berlin gibt es 220 Rudervereine mit 33.415 Mitgliedern, 12 Regattaverbände, 129 Bootshäusern mit 215 Rennbooten und 575 Gigs. Ost: Deutscher Sportausschuss gegründet, darin nach und nach Landes- und Kreisfachausschüsse Rudern.

Arbeitsausschuss Rudern (AAR) von 29 Rudervertretern aus amerikanischer und britischer Zone gegründet, Vorsitzender Dr. Lingau, Frankfurt, stellv. Vorsitzender Dr. Wülfing, Hannover. Meisterschaften in Mannheim, überregionale Regatten in Meißen und Schwerin.

Nachkriegsregatten in Homberg/Niederrhein und durch besondere Kontakte mit Besatzungsoffizieren auch in Greifswald und Berlin-Grünau. Der Journalist Paul Elschner, Frankfurt, gibt ein Nachrichtenblatt heraus.

Wiederbelebung der Rudervereine; in der russischen Zone offizielles Verbot bis 1948, aber gelegentlich Fahrten- und Wanderrudern unter dem Dach der FDJ.

DRV-Buch „Ruder, Boot und Bootshaus“ von Borrmann, Schröder und Schulz erscheint. Als Nachfolgewerk bringt Willi Reuss 1948 „Das Sportgerät des Ruderers“ heraus.

Frauenmeisterschaften auch im Einer und Doppelzweier. Das Leichtgewichtsrudern wird auf fast alle Klassen erweitert (Eichkränz- und Reichssieger).

Im Krieg gibt es Fahrtenrudern, Wanderrudern und Regatten, aber in immer geringerem Umfang, letzte Meisterschaft 1944. Nach Kriegsende sind die meisten Boote, auch viele Bootshäuser, schwer beschädigt oder zerstört bzw. unauffindbar.

Zweite Phase der Gleichschaltung im deutschen Sport. Der Verband heißt jetzt „Fachamt Rudern im NS RL“. Die Schüler-Rudervereine und -Riegen werden aufgelöst. Die selbständigen Damen-Ruderclubs werden im Rahmen des national-sozialistischen Frauenbildes angehalten, ihre Namen in „Frauen-Ruderverein“ zu ändern. Erste deutsche Jugendmeisterschaft in Berlin-Grünau. Startberechtigt sind die Gaumeister. Bis 1943 (Ausnahme 1939) finden die Jugendmeisterschaften jährlich im Herbst in Grünau statt. 1944 ist Wien Austragungsort, um den massiven alliierten Bombenangriffen auszuweichen.

Meisterschaften der Frauen (Stilrudern und Rennrudern im Doppelvierer) und der Jugend (Gig-Vierer und Gig-Achter). Die Vorjahr eingeführten Best-Jungmann-Rennen werden als Eichkranzrennen dauerhaft fortgeführt.

Zentrale Regelung der Regattatermine. Hundert-Jahr-Regatta in Hamburg und Rudertag: Auflösung des DRV und Überführung in den Reichsbund. Siegesserie auf der Olympischen Regatta: in sieben Rennen fünf Mal Gold, Silber im Doppelzweier, Bronze im Achter.

Europameisterschaften erstmals in Deutschland (Berlin-Grünau). DRV-Vorsitzender Heinrich Pauli8 wird Fachamtsleiter Rudern.

Tag des Rudersports als Anrudern aller Vereine mit einer Reichsrundfunksendung. Wiedereintritt in die FISA (bis 1939). Errichtung des Fachamts Rudern im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen.

50-Jahr-Feier des DRV in Hamburg. Verschmelzung der kleineren deutschen Ruderverbände und den Damenruderverbands mit dem DRV unter der Reichssportführung. Der DRV zählt 574 Vereine mit über 100.000 Mitgliedern. Es gibt außerdem 51 Regattavereine und 700 Schülerrudervereine und -abteilungen mit 13.000 Schülern und 5.000 Schülerinnen. Der „natürliche Ruderstil“ nach Fairbairn löst nach und nach den für den Gleitsitz konzipierten orthodoxen Stil ab.

Auf der Henley Royal Regatta gewinnt Dr. Herbert Buhtz (Berliner RC) im Diamond Sculls (spätere deutsche Sieger Jochen Meißner und Peter-Michael Kolbe 1987). Alle Frauen-Vereine sind in den DRV aufgenommen. Einstellung eines Geschäftsführers für den DRV (Johannes Geerk).

Einführung von Kurzstreckenrennen.

Werbeauffahrt von Ruderern in mehr als 500 Booten vordem IOC in Berlin-Grünau: positive Auswirkung auf die Vergabe der Olympischen Spiele 1936 nach Berlin.

Gründung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Wassersportverbände (Vorsitzender Heinrich Pauli), ab 1933 Deutscher Wassersportverband. Gründung der Ausschüsse für Frauenrudern und Studentenrudern, Startberechtigung für Ruderer aus Hochschulinstituten. Ein Wanderruder-Herbergsverzeichnis erscheint. In den Bootshäusern liegen 11.277 Boote (8333 Gigs und 2944 Rennboote) mit 40.785 Plätzen, davon 3032 Gigs und 3395 Rennboote im Privatbesitz.

Heinrich Pauli, Potsdam, wird DRV-Vorsitzender, Dr. Ruperti wird Ehrenvorsitzender. Vertrag mit dem Deutschen Hochschulamt für Leibesübungen (DeHofL); Aufnahme von zehn Schüler- und Jugendruderverbänden als korporative Mitglieder. Ein Verbandsliederbuch erscheint.

Der Rundfunk überträgt ein Ruderrennen auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Münster am 21. Juli. Einführung von Leichtgewichtsrennen.

Der Rudertag beschließt, der FISA nicht beizutreten, „solange noch ein fremder Soldat auf deutschem Boden steht“ (Heinrich Pauli). Einführung von und Hauptregatten; Renngemeinschaften werden zugelassen. Der DRV beschafft „Stationsboote“ für Wanderrudern, schreibt Fahrtenabzeichen aus und gibt Gewässerkarten heraus.

An der Verbandswanderfahrt in Ostpreußen beteiligen sich 225 Ruderer aus 60 Vereinen.

Angliederung des Österreichischen Ruderverbandes. Frauen-Rennen in Berlin über 1000 Meter. Zur Förderung des Studentenruderns und in der Hoffnung auf Zugewinn von Akademikern schließt der DRV einen Vertag mit dem Deutschen Hochschulamt für Leibesübungen.

Gemeinsamer Lehrgang der Hochschule für Leibesübungen und des DRV, Leitung Hugo Borrmann. Der Preußische Wohlfahrtsminister überträgt dem DRV die Einberufung zu Lehrgängen, die er unterstützt. Verbandswanderfahrt des DRV auf dem Main mit 53 Ruderern aus acht Vereinen.

Dr. Oskar Ruperti, Essen, wird DRV-Vorsitzender (bis 1926). Der DRV lehnt die Aufnahme des Jugendruderverbands ab, ebenso die Aufnahme von sieben Berliner Damen Rudervereinen und Damenabteilungen, daraufhin Gründung des Deutschen Damen-Ruderverbandes, Prof. Dr. Hermann Altrock wird dessen Vorsitzender. Damen-Regatta im Stilrudern (Bewertung des Ruderstils, nicht der Schnelligkeit, Stilruderwettkämpfe bis 1969). Erlass von Richtlinien für das Jugendrudern.

Gründung des Jugendruderverbands durch Erich Maak und des Ausschusses Jugendrudern. Planmäßige Pflege des Ruderns für Schulabgänger zwischen 14 und 18 Jahren in selbständigen Jugendabteilungen.

Der DRV hat 327 Vereine mit 57.600 Mitgliedern.

Bei den ersten Europameisterschaften in Gent (Belgien) gewinnen F. Graf vom Heidelberger RK im Einer und der Mainzer RV im Achter Goldmedaillen. Verein „Deutschland, zur Förderung deutscher Ruderei“ (besonders für Auslandswettkämpfe) gegründet, Neugründung 1967 als Ruderclub Deutschland. Wanderruderkonferenz in Hamburg.

Der DRV wird Mitglied des bereits 1892 gegründeten internationalen Ruderverbands FISA. Bis dahin hatte es Probleme wegen unterschiedlicher Amateurbestimmungen gegeben und weil ein Verband französischer Ruderer aus dem damals deutschen Elsass-Lothringen bereits zur FISA gehörte. Austritt 1914. Die Hochschule für Leibesübungen in Berlin nimmt Rudern in den Ausbildungsplan auf. Bis 1921 erscheint neben dem „Wasserport“ als zweite Ruderzeitschrift „Rudersport“ (1948 nimmt die neue Zeitschrift des DRV diesen Titel wieder auf). In dem von Dr. Ruperti herausgegebenen Buch „Übungs- und Wanderboote“ wird die ein Meter breite Halbausleger-Vierer-Gig empfohlen, ab 1919 als A-Boot bezeichnet.

Der Ausschuss Wanderrudern wird gegründet. In diesem und im folgenden Jahr Wettbewerbe im Wanderrudern für hohe Kilometer-Leistungen.

Der Verbandsausschuss beruft eine Bootstechnische Kommission. Dr. Oskar Ruperti gibt einen Führer für Wanderrudern heraus.

14 Vereine mit 2000 Mitgliedern gründen den Wanderruder-Verband Groß-Berlin. Drei Arbeitervereine gründen den Freien Ruderbund Berlin.

Deutsches Meisterschaftsrudern in den Bootsgattungen Einer, Zweier-ohne, Vierer-mit, Vierer-ohne und Achter, ab 1907 auch im Doppelzweier.

Gründung des Süddeutschen Ruderverbands.

Georg W. Büxenstein, Berlin, wird DRV-Vorsitzender. Unterstützt von Verbandsausschussmitglied Dr. Oskar Ruperti öffnet er später den DRV für das Jugend- und das Wanderrudern. Erster deutscher Sieg in Henley durch Klaus und Ehrenberg, RG Viktoria Berlin, im Riemenzweier.

Gründung des Friedrichshagener Damen-Ruderclubs.

Olympische Ruderregatta in Paris. Im Vierer mit Steuermann gewinnen Der Germania Ruderclub Hamburg die Goldmedaille und der Ludwigshafener Ruderverein die Bronzemedaille.

Während noch über feste und Dreh-Dollen gestritten wird, konstruieren Praetzel und Rettig in Berlin die Bügeldolle.

Gründung des Norddeutschen Ruderer-Bunds in Hamburg, später weitere Zusammenschlüsse deutscher Rudervereine, die wegen der Amateurbestimmung nicht dem DRV beitreten.

Durch kaiserlichen Erlass wird das Schülerrudern in den Schulen eingeführt.

Gründung des Arbeiter-Rudervereins Vorwärts in Berlin, Wochenbeitrag 50 Pfennig; jedes vierte Mitglied ist bald eine Ruderin.

Der österreichische Ruderverband wird gegründet. Die österreichischen Vereine waren zunächst Mitglieder im DRV, aber 1885 ausgetreten, vor allem wegen der Amateurbestimmung, nach der Vereinsmitglieder „nicht durch ihrer Hände Arbeit“ ihren Lebensunterhalt verdienen durften.

Achilles Wild (Frankfurter Germania) gewinnt zum sechsten Mal die Deutsche Meisterschaft. Kaiser Friedrich III. stiftet für die Berliner Regatta einen Herausforderungspreis, den der Berliner RC erst 1934 endgültig gewinnt (Kaiser-Vierer).

Vereinzelt Frauenrudern. In den folgenden Jahren auch Vereinsgründungen, z. B. Damenruderclub Deutsche Amazonenflotte. Der 1874 erstmalig in England an Stelle des Gleitsitzes verwendete Rollsitz wird von Dr. Schiller (Berliner RV) wesentlich verbessert und allgemein eingeführt. Kaiser Wilhelm I. stiftet für den Vierer-mit der Bad Emser Regatta einen Wanderpreis.

Gründung des Deutschen Ruderverbands im Kölner Gürzenich am 18. März durch Vertreter von 34 Rudervereinen mit 1166 Mitgliedern. Vorsitzender: Adolf Burmester, Erlass der Allgemeinen Wettfahrtbestimmungen, Herausgabe der Zeitschrift Wassersport.

Erste Meisterschaft von Deutschland im Einer. Kongress deutscher Rudervereine in Frankfurt am Main. Gründung des Bayrischen Ruderverbands.

Gründung des Berliner Regatta-Vereins, Schaffung der Regattaanlagen in Berlin-Grünau.

Regatta in Berlin-Grünau mit sieben Rennen. Gründung der Schülerrudervereine Rendsburger Primaner Ruderclub und Ruderverein Olavia in Ohlau. Bereits seit 1860 Schülerrudern in Stettin.

Gründung des Mannheimer Regattavereins.

Auslandsstart deutscher Ruderer anlässlich der Weltausstellung in Paris.

Mit dem RC Allemannia von 1866 Hamburg und dem RV Germania Leipzig beginnt eine Serie von Vereinsgründungen in ganz Deutschland.

Gründung des ersten Rudervereins in Süddeutschland (Frankfurter Ruderverein).

Ruderregatta in Hamburg. Gründung des Regattavereins Allgemeiner Alster-Club.

Gründung des ersten deutschen Rudervereins Hamburger Ruderclub (heute Der Hamburger und Germania RC). Den Anstoß dazu geben englische Ruderer mit ihrem 1830 in Hamburg gegründeten English Rowing Club. Wettfahrt der beiden Clubs.

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