Dr. Claus Heß Gedächtnispreis

Der Preis

Der Dr. Claus Heß Gedächtnispreis wird dem Deutschen Meister im Männer-Zweier ohne Steuermann  überreicht. Der Preis wurde zum Gedenken an den im April 2018 verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Deutschen Ruderverbandes,  Dr.Claus Heß - selbst Deutscher Meister im Zweier o.Stm. 1955 und 1956 - von seinen Freunden gestiftet.

Foto: DRV/Kunze

Zu Dr. Claus Heß

Dr. Claus Heß  1933 – 2018

  • 1955 / 1956 Deutscher Meister im 2- (m. Horst Sauermilch)  und  1959 Deutscher und Europameister im 4+           
  • 1966 jüngster DRV Vorsitzender und 1983  DRV Ehrenvorsitzender
  • 1979 FISA Vizepräsident, 1993 FISA Ehren-Vize-Präsident
  • Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe                   
  • 1974  Vizepräsident des NOK, 1993  Ehren-Vize-Präsident des NOK
  • Ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1.Klasse und dem  Olympischen Orden

Dr. Claus Heß hat unzählige Entwicklungen im nationalen und internationalen Ruder- und Leistungssport initiiert und aktiv begleitet. Besonders engagiert kämpfte er 1980 gegen den deutschen Boykott der Olympischen Spiele.

In der FISA galt sein Hauptanliegen dem Kampf gegen Doping und Kommerzialisierung des Rudersports, der Entwicklung des Rudersports auf allen Kontinenten und damit verbunden der weltweiten Ausbildung von Trainern und Trainerinnen. Claus Heß schloss zahlreiche enge Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg, besonders auch im Osten Deutschlands und Europas.

Nach der Wende war er einer der ersten, der sich intensiv dafür einsetzte, beide deutschen Verbände zu vereinen und das Beste aus beiden zu erhalten.

Er sorgte für die Wiederbelebung des „Deutschen Tisches“, an dem sich schon vor der Wende unter dem Schirm der FISA die deutschen FISA Mitglieder beider Teile Deutschlands trafen. Claus Heß war engagiertes Mitglied im DER CLUB, einer kleinen Vereinigung ehemaliger DRV Vorstandsmitglieder, seiner Freunde.

Dr. Claus Heß war aktives Mitglied im  RC  Germania Düsseldorf 1904, Würzburger RV Bayern von 1875/1905 und dem Ruderclub Deutschland.

Hintergrund

Der Preis wurde von seinen Freunden aus zwei, sich teilweise überschneidenden Vereinigungen gestiftet. Einmal sind es die Mitglieder des DER CLUB von 1986 (8), zum anderen die Freunde vom DEUTSCHEN TISCH  (11).

Der DEUTSCHE TISCH bestand schon lange vor der Wende, wenn auch nicht als feste Vereinigung, wohl aber als intensiv genutzte Möglichkeit, sich mit Menschen (späteren Freunden) aus beiden Teilen Deutschlands zum Essen und unbeaufsichtigten Gesprächen zu treffen. Die FISA hielt ihren Schirm über den zunächst spaßhaft so bezeichneten deutschen Tisch, an dem sich bei den verschiedenen FISA-Veranstaltungen die deutschen Kommissions- und Council Mitglieder ungezwungen treffen konnten. Auch wenn den jeweiligen Veranstaltern stets die scharfe Trennung der Tische beider Nationen ans Herz gelegt worden war, zur späten Stunde rutschten die Deutschen an einen Tisch zusammen und nutzten die gute Gelegenheit.

Der Preis soll an eine Persönlichkeit erinnern, die den Deutschen Sport, den DRV  und die FISA maßgeblich geprägt hat durch ihr Engagement für Fairness, den Amateursport und die internationale Entwicklung des Ruderns – und an einen aufrechten Freund.

Preisträger

2020 Keine Preisvergabe wg. Corona-bedingten Ausfall der Meisterschaft
2019 Richard Schmidt/Malte Jakschik