Frauenachter feiert einzigen deutschen Sieg
Wieder einmal haben es die Dortmunder Frauen rausgerissen: Der Frauenachter von Bundestrainer Ralf Holtmeyer hat beim Ruder-Weltcup in Ottensheim den einzigen deutschen Sieg eingefahren.
„Das hat Spaß gemacht. Wir sind losgebrettert und hinten heraus hat uns keiner mehr eingekriegt“, sagte Steuerfrau Annina Ruppel überglücklich nach dem Erfolg über den britischen und holländischen Achter. Trotz Doppelbelastung – Holtmeyer schickte zum Testen auch vier Zweier aufs Wasser des Donau-Seitenarms, von denen aber keiner das A-Finale erreichte – gab’s den krönenden Abschluss eines Wochenendes, das auch noch einige Schwächen offenbarte.
„Der Erfolg beim ersten Weltcup ist natürlich sehr schön, aber es wird knackiger. Die Zweier-Ergebnisse haben gezeigt, dass wir hier als Mannschaft noch nicht weit genug sind. Da haben wir noch Arbeit vor uns im Hinblick auf die Weltmeisterschaft Ende August in München“, merkte Crew-Mitglied Lenka Wech an.
Glücklich war auch Magdalena Schmude, die zum ersten Mal bei einem Weltcup im Achter gesessen hat. „Wenn der Achter einmal läuft, macht es sehr viel Spaß, darin zu sitzen. Das ist eine ganz andere Liga.“ Im vergangenen Jahr hat sie noch geskullt, den Wechsel nach Dortmund bezeichnet sie als „genau den richtigen Schritt“.
Frauenachter, Finale: 1. Deutschland 1 (Josefine Wartenberg, Nadine Schmutzler, Christina Gerking, Magdalena Schmude, Lenka Wech, Maren Derlien, Nicole Zimmermann, Elke Hipler und Steuerfrau Annina Ruppel) 6:16,81, 2. Großbritannien 6:18,07, 3. Niederlande 6:18,31, 4. Kanada 6:20,15, 5. Australien 6:21,93, 6. China 1 6:22,79
Der zweite Frauenachter vom Dortmunder Stützpunkt kam im B-Finale auf den zweiten Rang und belegte den insgesamt achten Platz. Die Crew um Schlagfrau Marlene Sinnig führte im gesamten Rennen, ließ sich auf den letzten 500 Metern aber noch vom zweiten chinesischen Boot abfangen. Im Ziel betrug der Rückstand knapp zwei Sekunden.
Frauenachter, B-Finale: 1. China 2 6:22,08 Minuten, 2. Deutschland 2 (Kerstin Hartmann, Silke Müller, Kathrin Thiem, Katrin Reinert, Kerstin Naumann, Silke Günther, Nina Wengert, Marlene Sinnig und Steuerfrau Silja Hansen) 6:24,01, 3. Russland 6:30,97
Den Wettkampf im Zweier ohne Steuerfrau sind Lenka Wech und Nadine Schmutzler konsequent zu Ende gefahren. Im B-Finale reichte es schließlich nur zu Platz fünf hinter USA 3, China, Australien und Dänemark, nachdem sie bis zur 1.500-Meter-Marke noch auf dem zweiten Platz gelegen hatten. Ihr Augenmerk lag am Final-Sonntag eindeutig auf dem Frauenachter.
Zweier ohne Steuerfrau, B-Finale: 1. USA 3 7:23,00 Minuten, 2. China 7:26,15, 3. Australien 7:26,19, 4. Dänemark 7:27,33, 5. Lenka Wech/Nadine Schmutzler 7:27,92