"Urlaub am Bodensee am schönsten" - zwölf Fragen an... Kristof Wilke
Teil zwei der Serie "12 Fragen an..." Heute mit Kristof Wilke (Ruderclub "Undine" Radolfzell) aus dem Deutschland-Achter.
In einer vorolympischen Serie stellen wir die nominierten Athleten näher vor und haben sie gebeten, zwölf Fragen beantworten. Heraus kamen interessante und teilweise auch nicht ganz so ernst gemeinte Antworten.
Wie sieht dein beruflicher Werdegang aus, was fasziniert dich daran und was ist Dein Berufswunsch?
Wilke: Ich möchte ab Herbst in Bochum Sport und Biologie auf Lehramt studieren. Nach einer 3-jährigen "Selbstfindungsphase" bin ich nun fest der Meinung, dass der spätere Beruf ganz gut meine Interessen abdeckt. Ich habe Spaß daran, mein nahezu unerschöpfliches Wissen anderen Menschen zu vermitteln, und arbeite gerne mit jungen lebensunerfahrenen Menschen zusammen.
Was machst du als erstes, wenn Du morgens aufstehst?
Wilke: Ich erschrecke mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich mich morgens im Spiegel sehe, was für ein unglaublich gutaussehender junger Mann ich doch bin.
Wo und wie wohnst Du?
Wilke: Ich wohne in einer Wohngemeinschaft in der Rheinischen Straße in Dortmund mit meinen werten Mitbewohnern Hanno Wienhausen und Thomas Protze - ebenfalls vom Fach.
Wer ist die wichtigste Person in Deinem Leben?
Wilke: Vorab meine Familie, die ich hier mal als eine Person zähle, da sie alle sehr wichtig für mich sind. Und natürlich meine Freundin und mein zukünftiges Hausschwein "Homer".
Hast Du ein Idol?
Wilke: Meine früheren sportlichen Idole sind in den letzten Jahren alle des Dopings überführt worden, deshalb halte ich mich in dieser Hinsicht mittlerweile ziemlich bedeckt. Grundsätzlich hat jeder Mensch, der sein Leben zu leben weiß, meinen vollen Respekt! R-E-S-P-E-C-T - aight !
Was hast du zuletzt gelesen?
Wilke: Das letzte Buch trägt den Titel "Tierisch" von Dirk Steffens, sehr empfehlenswert. Momentan lese ich "Tender Bar" von J.R. Moehringer.
Was war dein schönstes Urlaubserlebnis und wohin geht deine nächste Reise nach der Zeit in Peking?
Wilke: Für mich ist es jedesmal der schönste Urlaub wenn ich mal wieder nach Hause an den Bodensee fahren kann. Dort ist es immer noch am schönsten!
Was bedeutet Peking für Dich?
Wilke: Peking, bzw. die Olympischen Spiele, sind Ziel eines jeden Sportlers. Und ich bin stolz darauf, dieses Ziel dieses Jahr erreicht zu haben, und freue mich sehr auf den Wettkampf und auf alles, was mich dort sonst noch erwartet!
Was willst Du dort außerhalb der Ruderstrecke sehen?
Wilke: Ich möchte möglichst viele andere sportliche Wettkämpfe sehen. Allerdings haben wir ja selber erstmal einen harten Wettkampf vor uns. Aber ich freue mich besonders auf einen Tag im Leichtathletik-Stadion.
Welche olympische Sportart fasziniert Dich als Zuschauer?
Wilke: Wie gesagt, die Leichtathletik im Allgemeinen finde ich sehr interessant Ich schaue mir sie auch bei jeder Gelegenheit im TV an, vielleicht auch deshalb, weil ich als Leichtathlet nicht immer so eine Leuchte war und deshalb die Sportler umso mehr bewundere...
Was zeichnet Deine Mannschaft, in der Du ruderst, aus?
Wilke: Ich glaube, wir haben uns in relativ kurzer Zeit zu einer mental sehr starken Mannschaft entwickelt. Schon hier im Trainingslager merkt man deutlich die gute Harmonie, die auch außerhalb des Bootes anhält. Spürbar ist auch der Willen, mit dem wir in jedes Training gehen, um in Peking bestmöglich abzuschneiden. Wir sind alle sehr heiß auf die Spiele und ich habe vollstes Vertrauen in jeden der Mannschaft, dass er zum richtigen Zeitpunkt alles geben wird - das stärkt uns ungemein!
Was habt Ihr in den letzten Wochen am meisten verbessert?
Wilke: Da ein Großteil der Mannschaft dieses Jahr, oder auch die letzten Jahre - oder wie ich noch nie - kaum oder gar kein Achter gefahren ist, hat man am Anfang noch sehr gemerkt, dass das Gefühl für diese Bootsklasse noch zu wünschen übrig lässt. Aber ich denke, dass wir uns in dieser Hinsicht von Einheit zu Einheit mehr zusammenfinden und uns auch an die Bootsgeschwindigkeit mehr und mehr gewöhnen. Jeder in der Mannschaft findet sich auf seinem Platz von Tag zu Tag besser zurecht und kann sich noch besser einbringen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die restliche Zeit des Trainingslagers noch optimal nutzen werden, um in Peking einen starken Achter an den Start zu bringen!