19. Jan. 2010 | Verband | von Dag Danzglock

Aus der Arbeit des Präsidiums

Wenngleich zeitweise der Eindruck entstehen konnte, als beschäftigten sich Funktionäre und persönlich Interessierte nur noch mit sich selbst, lag auch in den letzten Monaten der eindeutige Schwerpunkt aller Präsidiumsmitglieder in der Sacharbeit. Schließlich sind auch außerhalb der eigentlichen Saison viele Themen zu bearbeiten und Termine wahrzunehmen. Das Präsidium sieht hier den Kern seiner ehrenamtlichen Arbeit.
Selbstverständlich stellt sich das Gremium der kritischen Debatte um den „besten Weg“ in der Verbandsarbeit und konzentriert sich hierzu auf die Verbandsmedien . Dies sind der  „RUDERSPORT“ und die Homepage www.rudern.de.
Ergänzend sind drei Regionalkonferenzen geplant, um den direkten Kontakt zwischen Präsidium und Vereinen zu fördern Diese werden in Brandenburg (17.4.), Duisburg (15.5.) und München (19.6.) in Verbindung mit sportlichen Spitzen-Events stehen.

Anfang Dezember nahm der Vorstand, also der Vorsitzende und beide Stellvertreter, an der Jahrestagung des DOSB in Düsseldorf teil. Im Umfeld wurden die Vorstandssitzung der Forschungsinstitute IAT und FES, die Mitgliederversammlung der Führungsakademie des DOSB, das Treffen der Verbände des „34-er Fernsehvertrages“, die Arbeitsgemeinschaft „Wassersport“ und die Konferenz der Spitzensportverbände besucht. Diese Versammlungen bieten immer auch Gelegenheit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Dabei wurde deutlich, dass auch in anderen Organisationen vergleichbare Fragen in der Verbandsentwicklung diskutiert werden. Positiv wurde die  Entwicklung des DRV im Leistungssport vermerkt. Verbandspolitisch von Bedeutung ist die Berufung von Siegfried Kaidel in den Wirtschaftsbeirat des DOSB.

Rudern gehört zu den wenigen Fachverbänden, in denen die Handicap-Sportler noch direkt organisiert sind. Dies soll aufgrund der Besonderheiten so bleiben. Der Deutsche Behindertensportverband hat jedoch eine außerordentliche Mitgliedschaft des DRV angeregt und diese soll nach dem Willen des Präsidiums eingegangen werden.

Zuletzt war die Vergabe der Wanderrudertreffen mangels Interessenten ein Sorgenkind. Offenkundig hat die neue Konzeption „weniger ist mehr“ überzeugt, so dass die Treffen für 2011 an die Binger RG und 2012 an den WSV Königswusterhausen vergeben werden konnten.
Für die bisher in Pirna stationierte Barke wird ein neuer Standort gesucht, interessierte Vereine melden sich bitte beim Ressortvorsitzenden Prof. Dr. Arnim Nethe.
In der aktuellen Ausgabe „Wanderrudern“ des RUDERSPORT sind alle relevanten Informationen zur Saisonplanung zusammengetragen. Die Saison steht im Zeichen der TID , der internationalen Donaufahrt, der in diesem Jahr der DRV vorsteht. Hierbei werden erneut attraktive Fahrten angeboten, die sicher das Interesse in den Vereinen finden werden.

Der Haushalt 2009 wird derzeit abgeschlossen. Bei enger Finanzlage konnte aufgrund der Beschränkungen in allen Ressorts der Rahmen gehalten werden. Es zeigt sich, dass die allgemeinen Kostensteigerungen durch Einsparungen kaum mehr zu kompensieren sind. Erschwerend kommt hinzu, dass sich zwei wichtige Sponsoren zurückgezogen haben. Die allgemeine Wirtschaftslage und die öffentlich ausgetragenen Querelen haben auch dazu beigetragen, dass derzeit kein Ersatz gefunden werden konnte. Mit Hilfe eines noch zu berufenen Arbeitskreises, dem die relevanten Akteure angehören werden, soll die Arbeit in dieser Frage gebündelt werden. Schließlich tragen hier erzielte Einnahmen zur dringend benötigten Entlastung der Vereine bei. In der zukünftigen Zusammenarbeit mit Sponsoren und Agenturen sind aber nicht nur finanzielle Aspekte zu betrachten. Auch die steuerlichen und vor allem sozialversicherungsrechtlichen Fragestellungen müssen neu definiert und festgelegt werden, um eventuelle finanzielle Belastungen des DRV ausschließen zu können.

Den Austausch mit dem Französischen Ruderverband hat die Deutsche Ruderjugend intensiviert. Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes wird es im August ein Jugendlager in München geben, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen werden. Fest im Visier ist die Planung eines Olympischen Jugendlagers 2012 in London. Hierzu werden in Kürze Gespräche mit dem dortigen Ruderverband aufgenommen.
Alle Angebote dieser Saison sind im Heft „Was? Wann? Wo? 2010“, das allen Vereinen zugeschickt wurde und auf www.rudern.de zum download bereitsteht, zusammengestellt.
In der Geschäftsstelle hat Frau Cornelia Stampnik zum Jahresbeginn ihre Arbeit als Jugendsekretärin aufgenommen. Damit ist die Kontinuität im Hauptamt gewahrt.

Zur Prüfung der Abrechnungen in den nichtolympischen Bootsgattungen wurde auf Vorschlag des Länderrates Ulrich Steinfurth (LRV Rheinland-Pfalz) berufen. Wegen der hohen Eigenbeteiligung kommt dieser Aufgabe eine besondere Bedeutung zu. Der ehemalige Ausschuss „ Leistungssport“ wird als Fachressort reaktiviert, dem drei Vertreter der Vereine angehören sollen. Die erste Sitzung ist bereits am 05. Februar im Vorfeld der nächsten Vorstandssitzung in Schweinfurt geplant.

Wegen des Einsatzes von Booten der FES hatte es in der vergangenen Saison Probleme mit der FISA gegeben. Nunmehr hat die Abstimmung mit den Bootswerften und der FES in Berlin stattgefunden. Die Vermarktungskonzeption läuft mit den Bootswerften Empacher und BBG. Damit können nach Einschätzung des DRV die Vorgaben des Weltverbandes umgesetzt werden. Die endgültige Bewertung der FISA wird in den nächsten Tagen erwartet.

Im Hinblick auf die Olympische Regatta 2012 wurde der Start wissenschaftlich orientierter Projekte in dem Arbeitskreis Wissenschaft abgestimmt. Hierzu hatte es bereits ein erstes Treffen am Rande der Trainersitzung in Dortmund gegeben. Eine weitere Sitzung fand Anfang Januar in der Geschäftsstelle des DRV in Hannover statt. Die konkreten Projektansätze werden zurzeit in einzelnen Arbeitsgruppen diskutiert.

Zum Datenschutzbeauftragten, dessen Position gesetzlich vorgegeben ist, wurde Dr. Wolfgang Krutzke berufen.

Am ersten Februarwochenende kommt das Präsidium zu seiner Klausurtagung in Schweinfurt zusammen.