Bundesliga 2011: Von der Klappkiste zum 7,5t Lkw
Als die zweite Auflage des Ratzeburger Achter-Sprintcups im Sommer 2008 mit der großen Teilnehmerzahl zeigte, dass die explosive Sprintstrecke in der heutigen Form der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) für Ruderer und Zuschauer zum attraktiven Wettkampfformat der nächsten Jahre reifen könnte, ahnten die RBL-Initiatoren bereits, dass die neue Wettkampfform und Organisation auch eine sprunghafte Entwicklung im Bereich der eingesetzten Technik mit sich bringen würde.
Um die emotionalen Events für Teams und Publikum bundesweit organisatorisch immer bestmöglich vorzubereiten, bedarf es neben einer personellen Ausstattung mit engagierten Helfern, Mitarbeitern und Volunteers auch eines entsprechenden Equipments sowie notwendiger logistischer Voraussetzungen. Als Veranstalter der RBL hat die Ruder-Event GmbH (REG) in den zwei zurückliegenden Jahren hinsichtlich ihres Materials erheblich investiert. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die RBL vom Einlage-Event zur eigenständigen Veranstaltungsserie mit emotionalem Erlebnisfaktor gereift ist.
Der Rudersport auf dem Weg in die Metropolen
Die flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) zielt darauf ab, den Spitzensport vorwiegend in Stadt- und Ballungszentren zu veranstalten, um eine optimale öffentlichen Wahrnehmung durch vorhandenes Laufpublikum zu ermöglichen. Die Idee, den Rudersport nicht nur für die Sportler, sondern auch für das Publikum reizvoller zu gestalten, brachte die RBL von traditionellen außerstädtischen Regattastrecken auf zentrale, teilweise unerschlossene, Gewässer. Nach dieser Maxime zog es den Ligatross in der abgelaufenen Saison beispielsweise vor das historische Schiffshebewerb Henrichenburg bei Castrop-Rauxel. Unvergessen bleiben die Auftaktregatta in der Frankfurter „Main-Arena“ direkt vor der beeindruckenden Banken-Skyline sowie der Wertungslauf auf der Hamburger Binnenalster vor dem berühmten Hotel Vier-Jahreszeiten am Ufer des Neuen Jungfernstiegs. Zentraler konnte man Rudern in den vergangenen Jahren kaum erleben.
Zunehmender Materialeinsatz und wachsendes Equipment
Fuhr der Veranstalter REG in der Auftaktsaison 2009 noch mit einer handelsüblichen Klappkiste mit Medaillen, Präsenten und Werbemitteln zu den jeweiligen Austragungsorten, so wird seit Mitte letzten Jahres der eigene 7,5t LKW am Standort in Hannover beladen. Am jeweiligen Veranstaltungsort angekommen, beginnt in der Regel der Aufbau der im Jahr 2009 von der Firma ALU BAU eigens konzipierten Startanlage inkl. Startrichterponton, die mittlerweile zum festen Inventar geworden ist.
Neue Wege erfordern stetig neues Equipment
Die im vergangenen Jahr 2010 zusätzlich erworbene Ampelanlage ist nur eines der neuen technischen Geräte, die von Wettkampf zu Wettkampf transportiert werden. Darüber hinaus wurden eine komplette Wettkampfrichterausstattung mit Megaphonen, Flaggen und Schildern, Start-, Ziel- sowie Brückennummern gekauft. Bierzelt-Garnituren, Kühlschränke, Kochplatten und Geschirr, robuste Zelte, die als Regattabüros und Helferzelte genutzt werden, wurden nötig, als sich die RBL zur eigenständigen Veranstaltungsserie entwickelte. Das stetig erweiterte Material macht es nun möglich, immer neue Veranstaltungen wie beispielsweise die geplante International Rowing Champions Challenge durchzuführen.
Auch ein Verleih der professionellen Ausstattung an interessierte Regattaveranstalter ist denkbar
„Dass innerhalb von zwei Jahren aus einer handelsüblichen Klappkiste ein 7,5 t LKW wurde, haben wir uns vor zwei Jahren kaum vorstellen können. Aber wir sind natürlich sehr froh, dass das Konzept von den Vereinen so gut angenommen wird und wir sogar in der Lage sind, anderen Regattaveranstaltern wie den Organisatoren des Düsseldorfer Hafensprints mit der Bereitstellung unserer Ampel- und Startanlage bei regionalen Regatten helfen zu können“, freut sich RBL-Mitinitiator Nils Budde.
Der Startschuss für die dritte Saison der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) fällt am 04. Juni 2011 in der „Main-Arena“ vor der Frankfurter Skyline. Auch hier wird das Team der REG mit dem eigenen LKW anreisen. „Wir haben unsere Grundausstattung mit unseren Boxentürmen, den Baustrahlern, Kabeltrommeln bis hin zur Verteilerdose vorerst zusammen. Die Klappkiste der ersten Stunde wird bei unserer Reise zum Saisonauftakt übrigens immer noch dabei sein - als Medaillenkiste im LKW“, freut sich RBL-Pressesprecher Arne Simann.