Düsseldorf: Rudern, Einweihung des Bundesstützpunktes, Ehrungen, Bootstaufen
Die Mitglieder vom Ruderclub Germania Düsseldorf genossen zum Anrudern (01.05.) vorerst die Zeit auf dem Wasser und ruderten von Leverkusen bis zu ihrem "Zuhause", dem Bootshaus in Düsseldorf-Hamm. Anschließend wurden unsere sechs Olympiasieger geehrt, der Bundesstützpunt eingeweiht usw. Unsere 1. Vorsitzende Melanie Lack begrüßte Düsseldorfs Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Sportausschussvorsitzende Monika Lehmhaus, Udo Skalnik (Sportamtsleiter), Peter Schwabe und Ulrich Koch (Präsident und Vizepräsident des Stadtsportbundes) sowie den stellv. Vorsitzenden (Leistungssport) des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes (NWRV) Martin Tschäge.
Bundesstützpunkt Nachwuchs Rhein-Ruhr
Nach Worten von Kathrin Schmack wurde das Schild Bundesstützpunkt Nachwuchs Rhein-Ruhr feierlich eingeweiht. Die stellv. Vorsitzende (Leistungssport) lobte die bereits hervorragenden Infrastrukturen innerhalb der fünf NRW-Landesleistungsstützpunkte (LLSP) und deren Vereine. Alles betreut und koordiniert durch das RC-Trainerteam mit Marc Messina, Jan Milles, Alica Krüger und Valentin Schumacher und die Trainerteams der LLSP und des Landesruderverbandes NWRV. Auch die große Unterstützung der Stadt Düsseldorf erwähnte Kathrin Schmack. Sie übergab an Martin Tschäge: "Für uns ist das ein sehr wichtiger Baustein, um den Nachwuchs weiter aufzubauen. Zusammen mit Krefeld und Neuss wurde innerhalb des Landesleistungsstützpunktes bislang eine tolle Arbeit geleistet. Die Bewerbung der beiden LLSP Rhein-Ruhr und Ruhr-West wurde beim Deutschen Ruderverband angenommen. Hier freue sich die Germania zusammen mit den Vereinen aus Krefeld und Neuss (LLSP Rhein-Ruhr) sowie der LLSP in Essen.
Ehrenmitgliedschaften für unsere sechs Olympiasieger
Damals, für Rom 1960, konnten sich nur Vereinsboote für die Olympischen Spiele qualifizieren. Es ist wohl allen bekannt, die Germania schaffte es mit einem Vierer mit Steuermann. Das Team um Steuermann Michael Obst mit Gerd Cintl, Horst Effertz, Klaus Riekemann und Jürgen Litz holte Gold! Und 52 Jahre später (2012) siegte Lukas Müller mit dem Deutschland-Achter in London. Diesen sechs Olympiasiegern, so beschloss es die Mitgliederversammlung, sollten die Ehrenmitgliedschaften verliehen werden. So geschehen im großen Rahmen unter vielen anwesenden Mitgliedern und Unterstützern. Leider konnte Michael Obst nicht dabei sein, er lebt weit entfernt in Chile.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann kam nach der Ehrung nach vorne und gratulierte von Herzen: "Die Stadt ist stolz auf euch. Chapeau an Sie alle", und richtete ihre Worte dann schmunzelnd in die Mitgliederrunde: "Wir wollen aber nicht nochmal 50 Jahre warten." Zudem freute sie sich über die erneute Einladung: "Es ist immer gutes Wetter bei euch und es gibt immer etwas zu feiern". Solche Worte hörten die Germanen an diesem Tag natürlich gerne. Der Erfolg ist schließlich immer hart erarbeitet.
Trainingsverpflichtung
Die Trainingsverpflichtung wurde von mehr als 50 Kindern und Jugendlichen unterschrieben. Da das Buch, das erstmalig 1970 unterschrieben wurde, im vorigen Jahr auf der letzten Seite beschrieben wurde, musste ein Neues her. Da tauchte Detlef Schlüter auf, seit 63 Jahren RC-Mitglied, und präsentierte ein solches. Auch im neuen Buch verewigen sich wieder Ruderer, vom Anfänger und erneut bis zum Weltmeister und Olympiasieger!?!? "Also, unterschreibt. Und danach: nur noch siegen! Siegen, siegen...!" Lukas Müller, der Jüngste Germane, las die "verpflichtenden" Worte vor.
Cheftrainer Marc Messina: "Wir wollen das in den letzten Jahren angestoßene weiter entwickeln und ausbauen. Wir haben sehr gute Möglichkeiten, es bringt unheimlich Spaß."
Kathrin Schmack bat auch Düsseldorfs Sportler des Jahres und U19-Weltmeister Anton Schulz um Worte, der nach seiner Handverletzung seit vier Wochen wieder im Ruderboot sitzt: "Wir wollen es uns ja nicht zu leicht machen." Das Ziel U19-WM hat er noch längst nicht aus den Augen verloren.
Bootstaufen
Auch dank großzügiger Spenden konnten wieder einmal der Bootspark erweitert werden. Trainerin Alica Krüger taufte einen Renneiner auf den Namen " DUS ". Einem Doppelvierer mit Steuermann (St.) wünschte Taufpate Anton Schulz "allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel". Der Vierer wurde auf den Namen " Edersee " getauft. Auf diesem See ruderte Anton Schulz zum ersten Mal mit seinen späteren Meisterkollegen und absolvierte dort sein erstes Trainingslager. Wie wir wissen folgte unter anderem der Weltmeistertitel im Achter (2013). Ähnlichen Erfolg wünschte er den Ruderern dieses Bootes. Werner Busch, als Architekt am Umbau des Germania-Clubhauses (Bootshallen) beteiligt und Mitglied des Crefelder Ruderclubs, taufte einen Doppelvierer mit St. für die Junioren auf den Namen " Elfrather See ". Er selber ist auf diesem Gewässer und auf Regatten als Mastersruderer sehr rege unterwegs.
Auch der Breitensport freute sich über Zuwachs. Traditionell werden die Boote nach Namen von Rheinnebenflüssen getauft. Da wird's nun eng. Für den Gigdreier mit St. (Gigdoppelvierer ohne St.) wurde Taufpate Kurt Nellessen fündig: mit den Namen " Brückerbach " schmückt sich nun das Boot, das mit original Brückerbach-Wasser getauft wurde. Der Brückerbach ist mit 2,3 Kilometern der kürzeste Nebenfluss des Rheins und nicht zum Rudern geeignet, er ist zu schmal und zu flach. Doch Kurt Nellessen findet seine Begründung für die Namensgebung, denn wenn nicht so weit gerudert werden möchte, ist die Mündung des Gewässers in den Rhein das Ziel: Einmal Brückerbach hin und zurück sind 14 Kilometer.
Zudem übernahm Oliver Schulze die Taufe des Gigdoppelvierers mit St. (Doppelfünfer ohne St.) und gab dem Boot den Namen " Gerhard Schulze ". Gerhard Schulze verstarb 2012 und war 50 Jahre Mitglied der Germania, einen Großteil für dieses Boot spendete er.
Auch Marie-Ages Strack-Zimmermann ist Taufpate eines Germania-Bootes, das sie damals mit Killepitsch taufte. Humorvoll fragte sie "fährt das Boot noch...schwimmt es noch?"
Fahrtenabzeichen/Kilometersieger
Es wurde im Jahr 2013 eine große Anzahl an Kilometern gerudert. Geehrt wurden die Absolventen des 1., 5., 10., 15., 20. und 25. Fahrtenabzeichens. Für die Auszeichnung müssen im Jahr eine bestimmte Anzahl an Kilometer gerudert werden (siehe Fahrtenabzeichen und Kilometersieger). Jürgen Kroneberg erhielt das Abzeichen nun schon zum 25. Mal! "Jürgen ist also nicht nur in der Werkstatt zu finden", so der stellv. Vorsitzende (Breitensport) Sven Winkhardt. Zudem bekamen die Kilometersieger je Altersklasse eine Urkunde überreicht.