Deutscher Ruderverband schickt starkes Team in die U19 Heim-EM in Brandenburg
Blicken wir auf die bevorstehende Junioren-Europameisterschaft, die vom 21. bis 24. Mai 2026 in Brandenburg stattfindet, zeichnet sich ein vielversprechendes Bild für die deutsche Mannschaft ab. Die Nominierungskommission hat nach intensiven Leistungsüberprüfungen und Regatten jene Athletinnen und Athleten benannt, die Deutschland bei diesem bedeutenden internationalen Wettbewerb vertreten werden. Grundlage der Auswahl waren die Ergebnisse der 1. Kleinbootüberprüfung (KBÜ) sowie insbesondere die Leistungen bei der Internationalen DRV-Juniorenregatta in München.
Die direkt qualifizierten Athletinnen und Athleten repräsentieren die Spitze ihrer jeweiligen Bootsklassen. Im Juniorinnen-Einer (JF 1x) startet Helena Tibitanzl von der Frankfurter RG „Germania“, die sich mit einem Sieg bei der Leistungsüberprüfung in München das EM-Ticket sicherte. Begleitet wird sie von ihrem Heimtrainer Johannes Karg. Bei den Junioren im Einer (JM 1x) qualifizierte sich Oskar Müller vom Ruderverein Wandsbek mit einem überzeugenden ersten Platz in München direkt für die Europameisterschaft. Sein Heimtrainer ist Friedrich Kaiser.
Auch in den Doppelzweiern präsentierten sich starke deutsche Boote. Den Juniorinnen-Doppelzweier bilden Greta Amort von der Lübecker RG und Kaya Wölk vom Alster-Ruderverein Hanseat, die in München als stärkstes Boot ihrer Klasse hervorgingen. Als Bootstrainer fungiert Björn Lötsch von der Lübecker RG. Für den Junioren-Doppelzweier (JM 2x) wurden Aron Schäfer vom Bernkasteler RV und Jan Bornemann vom Mainzer RV nominiert. Das Duo setzte sich ebenfalls als stärkstes Boot der Internationalen DRV-Juniorenregatta durch. Gordon Hanso vom Bernkasteler RV begleitet die beiden als Bootstrainer.
Auch im Riemenbereich konnten sich mehrere Boote direkt qualifizieren. Im Juniorinnen-Zweier ohne Steuerfrau (JF 2-) starten Caitlin Morton von der Stuttgarter RG und Carla Zajonc von der RG Heidelberg, die die Leistungsüberprüfung in München für sich entschieden. Als Bootstrainer wurde Elia Nassar von der RG Heidelberg benannt. Im Junioren-Zweier ohne Steuerfrau (JM 2-) vertreten Lars Berkemeyer vom RC Hansa Dortmund und Luis Rübenstrunk vom RC Germania Dortmund die deutschen Farben. Sie gewannen ebenfalls die Leistungsüberprüfung in München. Betreut wird das Boot von Felix Feilen vom RC Hansa Dortmund.
Im Juniorinnen-Vierer ohne Steuerfrau (JF 4-) gehen Pia Kleine-Möllhoff und Sophia Reineke vom Ruderclub am Baldeneysee Essen sowie Jule Lettau und Helena Rossetto von der RRG Emscher-Lippe an den Start. Das Boot qualifizierte sich als stärkstes seiner Klasse. Trainer ist Jochen Wittor vom RV Gelsenkirchen. Im Junioren-Vierer ohne Steuerfrau (JM 4-) wurden Niclas Brell und Jan Kohlbach vom HRV Böllberg/Nelson sowie Yoan Ivanov vom ARV Hanseat und Henrik Möller von der RG Hansa Hamburg nominiert. Auch dieses Boot setzte sich in München als stärkstes seiner Konkurrenz durch. Verantwortlicher Bootstrainer ist Erhard Günther vom HRV Böllberg/Nelson.
Großboote wurden auf Grundlage einer umfassenden Gesamtbewertung nominiert
Neben den Direktqualifikationen erfolgten weitere Nominierungen auf Grundlage einer umfassenden Gesamtbewertung. Berücksichtigt wurden dabei die Ergebnisse der 1. KBÜ, die Leistungen bei der Regatta in München, Ergebnisse aus den Testbatterien sowie die Rudertechnik. Im Juniorinnen-Doppelvierer (JF 4x) wurden Elena Schweisthal vom Bernkasteler RV und Maike van Beek von der RRG Mülheim nominiert, nachdem sie als zweitstärkstes JF2x A Boot in München überzeugten. Ergänzt wird das Boot durch Maja Meerbach vom LRV Mecklenburg-Vorpommern sowie Frederike Amort von der Lübecker RG, die ebenfalls durch konstante Leistungen und Ranglistenplatzierungen überzeugten. Trainer des Bootes ist René Burmeister vom LRV Mecklenburg-Vorpommern.
Im Junioren-Doppelvierer (JM 4x) wurden Tom Feldmeier vom SC Magdeburg und Hannes Herting vom TSV Otterndorf nominiert, die als zweitstärkstes JM2x A Boot hervorgingen. Komplettiert wird das Boot durch Anori Benz von der RG München 1972 sowie Christopher tom Wörden vom TSV Otterndorf, die durch ihre Leistungen bei der KBÜ und weiteren Regatten überzeugten. Betreut wird der Doppelvierer von Martin Ramm vom TSV Otterndorf.
Auch die Achterbesetzungen versprechen internationales Niveau. Im Juniorinnen-Achter (JF 8+) gehören Louisa Block und Henriette Festag vom RK am Wannsee sowie Charlotte Paulat und Maria Pesch vom Alster-Ruderverein Hanseat zum Aufgebot. Sie hatten sich in München als zweitstärkste Boote im JF 4- A präsentiert. Ergänzt wird der Achter durch Mathilda Wendler und Emilia Kreutz vom Schleißheimer RC, Carla Steffen von der Lübecker RG sowie Lynn Bäcker vom RV Wandsbek. Steuerfrau ist Hannah Sievert vom Essener RRV. Trainer des Achters ist Friedrich Dunkel vom ARV Hanseat.
Bei den Junioren im Achter (JM 8+) wurden Paul Tamussino, Richard Haack, Hans Schwarz und Arnau Müller-Rubio von der Frankfurter RG Germania nominiert. Hinzu kommen Thore Eibich vom TSV Otterndorf, Jonas Holst vom RV Königs Wusterhausen, Malte Brackhahn vom DRC Hannover und Ole Tietz vom RC Potsdam. Gesteuert wird das Boot von Elias Anthony Lukowiak von der Halleschen Rudervereinigung Böllberg/Nelson. Johannes Karg ist als Regionaltrainer RG Süd verantwortlich.
Die Mixed-Bootsklassen JMix8+ und JMix2x setzen sich aus bereits eingesetzten Athletinnen und Athleten zusammen. Im JMix8+ starten Elias Anthony Lukowiak, Luis Rübenstrunk, Lars Berkemeyer, Niclas Brell, Jan Kohlbach, Caitlin Morton, Helena Rossetto, Carla Zajonc und Sophia Reineke. Für den JMix2x sind Elena Schweisthal und Anori Benz vorgesehen. Das Training dieser Boote findet ausschließlich am Freitagvormittag vor Ort statt.
Auch Nachrückerinnen und Nachrücker wurden benannt. Im Juniorinnen-Skull ist Josefine Namer vom RV Erlangen erste Nachrückerin. Im Riemenbereich der Juniorinnen stehen Katharina Unruh von der RG Hansa Hamburg für Steuerbord sowie Lotta Seesemann vom Lübecker Frauen-RC für Backbord bereit. Bei den Junioren im Skull ist Richard Schreiber vom HRV Böllberg/Nelson erster Nachrücker. Im Riemenbereich wurden Albert Otto Heinrich und Wilhelm Arlt vom Münchener RC als erste Nachrücker für Steuerbord beziehungsweise Backbord benannt.
Vorbereitung in Frankfurt in Berlin
Das Vorbereitungs-Trainingswochenende vom 14. bis 17. Mai 2026 dient der finalen Abstimmung. Während die Klein- und Mittelboote eigenständig trainieren, absolvieren die Großboote – mit Ausnahme des JM 8+, der in Frankfurt am Main trainiert – ein gemeinsames Trainingswochenende am Ruderzentrum Berlin. Dort stehen intensive Wassereinheiten, Athletiktraining, Gymnastik sowie Videoanalysen auf dem Programm, um die Mannschaft optimal auf die Europameisterschaft vorzubereiten.
Die Anreise zur Junioren-EM in Brandenburg erfolgt am 21. Mai bis 16 Uhr. Anschließend stehen Aufbau, Training und die offizielle Einkleidung auf dem Ablaufplan. Am 22. Mai folgen weitere Trainingseinheiten sowie die Eröffnungsfeier. Die Vorläufe beginnen am 23. Mai, gefolgt von den Halbfinals und den Mixed-Vorläufen am Nachmittag. Der Finaltag am 24. Mai verspricht schließlich spannende Entscheidungen in allen Bootsklassen, bevor die Teams die Heimreise antreten. Die Vorfreude auf die Junioren-Europameisterschaft 2026 wächst damit weiter.