Erfolgreiche U19 Europameisterschaft in Brandenburg
Nach dem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft bei den U19-Europameisterschaften in Brandenburg zog U19-Bundestrainer Paul Zander ein positives Fazit. Mit sechs Medaillen, zwölf Finalteilnahmen in 14 Bootsklassen und starken Leistungen auch außerhalb der Podiumsplätze zeigte sich der Nachwuchs des Deutschen Ruderverbandes international konkurrenzfähig.
„Insgesamt bin ich eigentlich ganz zufrieden“, erklärte Zander nach dem Abschluss der Titelkämpfe. „Wir haben sechs Medaillen gewonnen, waren in zwölf Finals vertreten und hatten dazu mehrere sehr starke vierte Plätze. Das ist insgesamt ein gutes Ergebnis.“
Gleichzeitig machte der Bundestrainer deutlich, dass trotz der erfolgreichen EM noch Entwicklungspotenzial vorhanden sei – insbesondere mit Blick auf die kommenden Weltmeisterschaften. „Wir haben noch einiges zu tun, auch Richtung WM“, sagte Zander. „Man sieht schon, dass einige Nationen in ihrer Mannschaftsbildung einfach weiter sind. Teilweise fahren dort Boote schon zwei oder drei Jahre zusammen. Da sind wir in einigen Bereichen noch nicht ganz dran.“
Dennoch blickt der U19-Bundestrainer optimistisch auf die kommenden Wochen der Vorbereitung. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir bis zur WM noch das ein oder andere gut machen können.“
Besonders erfreut zeigte sich Zander über die Premiere der Mixed-Wettbewerbe im Juniorenbereich. Sowohl im Mixed-Doppelzweier als auch im Mixed-Achter gehörte Deutschland zu den erfolgreichsten Nationen – gekrönt vom Sieg im Mixed-Achter und Bronze im Mixed-Doppelzweier.
„Wir haben die Mixed-Wettbewerbe von Anfang an ernst genommen“, betonte Zander. „Sowohl im DRV als auch im Trainerteam war klar, dass wir dort entsprechend stark auftreten und auch die Breite unseres Verbandes zeigen wollen.“
Bereits zu Jahresbeginn habe der Verband spezielle Mixed-Trainingsmaßnahmen durchgeführt, um die neuen Bootsklassen gezielt vorzubereiten. „Wir haben im Winter Mixed-Trainingslager gemacht und ausprobiert, wie man die Leute zusammensetzt, wie man die Hebel einstellt und solche Dinge. Das ist sowohl bei den Sportlern als auch bei den Trainern sehr gut angekommen.“
Für die Athletinnen und Athleten hätten die neuen Wettbewerbe zudem einen besonderen Reiz gehabt. „Für einige war es die Chance auf eine zweite Medaille, für andere die Möglichkeit, nach einem vielleicht nicht perfekten Ergebnis in der Hauptbootsklasse doch noch mit einer Medaille nach Hause zu fahren.“
Vor allem der Sieg im Mixed-Achter sorgte beim Bundestrainer für Begeisterung. „Wir haben gesagt: Das ist das erste Mixed-Rennen im Juniorenbereich überhaupt – wir haben nichts zu verlieren. Wir gehen voll drauf. Und genau das hat der Achter auch umgesetzt.“
Zwischenzeitlich sei das Rennen gegen die heranstürmenden Italiener noch einmal spannend geworden. „Da hatte ich kurz Bauchschmerzen“, gab Zander offen zu. „Aber wie cool die Mannschaft geblieben ist und hinten raus noch einmal so klar nachgelegt hat, das hat mich wirklich beeindruckt.“
Mit starken Auftritten in klassischen Bootsklassen und einer erfolgreichen Mixed-Premiere blickt die deutsche U19-Nationalmannschaft nun mit viel Rückenwind auf die nächsten internationalen Aufgaben.