Farbenfroher Auftakt in Brandenburg: U19-EM offiziell eröffnet
Mit einer stimmungsvollen und farbenfrohen Eröffnungsfeier ist am heutigen Freitag die U19-Europameisterschaft 2026 in Brandenburg an der Havel offiziell eröffnet worden. Die Präsidentin von European Rowing Asuncion Loriente und DRV-Präsident Moritz Petri sprachen Grußworte und begrüßten die Ruderinnen und Ruderer Europas. Athletinnen und Athleten aus ganz Europa zogen gemeinsam ins Regattagelände ein und sorgten für internationales Flair auf dem Beetzsee. Für die deutsche Mannschaft beginnt damit die heiße Phase eines Wettbewerbs, auf den sich die Nachwuchsruderinnen und -ruderer seit Monaten vorbereitet haben.
Nach intensiven Trainingslagern, Leistungsüberprüfungen und der Internationalen DRV-Juniorenregatta in München blickt das deutsche Team mit berechtigten Hoffnungen auf starke Ergebnisse in zahlreichen Bootsklassen. Bereits am morgigen Samstag stehen die ersten Vorläufe auf dem Programm – und Deutschland ist in vielen Rennen direkt mittendrin im Kampf um die Halbfinal- und Finaltickets.
Der Auftakt aus deutscher Sicht erfolgt bereits um 9:00 Uhr im Junioren-Einer. Oskar Müller vom RV Wandsbek trifft in seinem Vorlauf unter anderem auf starke Konkurrenz aus Estland und der Schweiz. Nur die ersten beiden Boote sowie die sechs schnellsten Zeiten erreichen direkt das Halbfinale.
Kurz darauf folgt mit Helena Tibitanzl von der Frankfurter RG „Germania“ eine der großen deutschen Hoffnungsträgerinnen im Juniorinnen-Einer. Die erst 15-jährige Münchensiegerin startet um 9:25 Uhr in ihrem Vorlauf gegen Athletinnen aus Bulgarien, Moldau, Rumänien sowie die neutrale Athletin Viktoryia Halaskok.
Im Riemenbereich richtet sich der Blick besonders auf den Junioren-Zweier ohne mit Lars Berkemeyer und Luis Rübenstrunk. Das Dortmunder Duo trifft um 9:40 Uhr auf starke Gegner aus Griechenland, Irland und Italien. Die ersten beiden Boote qualifizieren sich direkt für das A-Finale.
Nur fünf Minuten später startet der Juniorinnen-Zweier ohne mit Caitlin Morton und Carla Zajonc. Die beiden deutschen Ruderinnen bekommen es mit Polen, Frankreich, Italien und neutralen Athletinnen zu tun. Auch hier geht es unmittelbar um die begehrten Finalplätze.
Im Doppelzweier der Junioren zählen Aron Schäfer und Jan Bornemann zu den aussichtsreichen Crews. Das deutsche Boot startet um 9:55 Uhr im ersten Vorlauf gegen Italien, Griechenland, Irland, Bulgarien und Georgien.
Wenig später greifen Greta Amort und Kaya Wölk im Juniorinnen-Doppelzweier ins Geschehen ein. Das deutsche Duo startet um 10:15 Uhr gegen Griechenland, Norwegen und Litauen und gilt nach den starken Leistungen in München als Medaillenkandidat.
Auch die Großboote stehen am Samstag im Fokus. Der deutsche Junioren-Vierer ohne mit Jan Kohlbach, Henrik Möller, Yoan Ivanov und Niclas Brell startet um 10:40 Uhr gegen Polen, Spanien, Frankreich und Serbien.
Direkt danach (10:50 Uhr) folgt der Juniorinnen-Vierer ohne mit Pia Kleine-Möllhoff, Sophia Reineke, Jule Lettau und Helena Rossetto. Das deutsche Quartett trifft auf Rumänien, Serbien sowie ein neutrales Boot.
Im Junioren-Doppelvierer geht Deutschland mit Hannes Herting, Anori Benz, Tom Feldmeier und Christopher tom Wörden an den Start. Der Vorlauf um 10:55 Uhr verspricht Hochspannung gegen Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Dänemark.
Den Abschluss der deutschen Vorläufe bildet um 11:15 Uhr der Juniorinnen-Doppelvierer mit Maja Meerbach, Maike van Beek, Elena Schweisthal und Frederike Amort. Gegnerinnen sind unter anderem Polen und die Ukraine.
Ein besonderes Highlight aus deutscher Sicht dürfte zudem der Junioren-Achter werden, der um 11:20 Uhr erstmals aufs Wasser geht. Mit vier Athleten der Frankfurter RG Germania sowie Ruderern aus Otterndorf, Hannover, Potsdam und Königs Wusterhausen gehört das deutsche Flaggschiff zu den spannendsten Booten des Wochenendes. Morgen geht es in den Preliminary Rennen wie auch im Juniorinnen-Achter um 11:25 Uhr "nur" um die Bahnverteilung für den Sonntag.
Die Rennen der Ersatzleute schließen dann den Block der Vorläufe ab, bevor es dann ab 14:00 Uhr in den Halbfinals um den Finaleinzug geht.
Nach der feierlichen Eröffnung richtet sich nun der volle Fokus auf die morgigen Rennen. Die deutsche Mannschaft reist mit einer Mischung aus erfahrenen Nachwuchsathleten und aufstrebenden Talenten an – und die morgigen Vorläufe werden bereits zeigen, welche Boote das Potenzial haben, am Sonntag um die Medaillen zu kämpfen.