21. Apr. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Leistungsüberprüfung der Juniorinnen und Junioren A: Enge Rennen und klare Signale für die Saison

Im Juniorinnen-Einer setzte sich Helena Tibitanzl (Frankfurter RG Germania) durch vor Elena Schweisthal (Bernkasteler RV) und Maja Meerbach (LRV Mecklenburg-Vorpommern) (Meinruderbild.de)
im Junioren-Einer gewann Oskar Müller (Ruderverein Wandsbek) vor Aron Schäfer (Bernkasteler RV) auf Rang zwei und Lokalmatador Anori Benz (RG München 1972) (Meinruderbild.de)
4 Bilder

Parallel zum Deutschen Meisterschaftsrudern lief auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleißheim die Leistungsüberprüfung der Juniorinnen und Junioren A – und lieferte auf hohem Niveau wichtige Erkenntnisse für die weitere Saisonentwicklung.

U19-Bundestrainer Paul Zander zog ein insgesamt positives Fazit:
„Wir haben gute Leistungen in den Kleinbooten gesehen. Mein herzlicher Glückwunsch an die Sieger und Platzierten. Die siegreichen Kleinboote werden ja bereits zur Nominierung für die Junioren-EM im Mai in Brandenburg vorgeschlagen. Ich denke, hier sind wir gut aufgestellt.“


Tibitanzl mit souveränstem Auftritt

Im Juniorinnen-Einer setzte sich Helena Tibitanzl (Frankfurter RG Germania) mit einer überzeugenden Vorstellung durch. Sie führte das Feld vom Start bis ins Ziel und gewann das Finale in 7:52,18 Minuten. Hinter ihr entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Podestplätze, in dem sich Elena Schweisthal (Bernkasteler RV) vor Maja Meerbach (LRV Mecklenburg-Vorpommern) behauptete.

Zander hob insbesondere die Dominanz der Siegerin hervor:
„Die Siegleistung von Helena Tibitanzl war die deutlichste aller Entscheidungen, sie hat alle Rennen souverän gestalten können. Hier kommt mit Greta Amort auf jeden Fall noch eine äußerst leistungsstarke Athletin dazu. Ich bin gespannt, wo sie sich dann einordnet.“


Oskar Müller behauptet sich im Junioren-Einer

Auch im Junioren-Einer zeigte sich ein hochklassiges und enges Rennen an der Spitze. Oskar Müller (Ruderverein Wandsbek) setzte sich mit einer starken Startphase früh an die Spitze und verteidigte diese Position über die gesamte Strecke. Mit kontrollierten Zwischenzeiten gewann er in 7:06,31 Minuten.

Hinter ihm entwickelte sich ein intensiver Kampf um die Podestplätze. Aron Schäfer (Bernkasteler RV) blieb bis ins Ziel in Schlagdistanz und belegte Rang zwei, während Lokalmatador Anori Benz (RG München 1972) sich im Endspurt Rang drei sicherte.

Zander ordnete das Rennen so ein:
„Mit Oskar Müller hat sich der verbleibende Juniorenweltmeister im Doppelvierer behaupten können, wurde aber zum Rennende von Aron Schäfer und Anori Benz nochmal ordentlich unter Druck gesetzt. Hier wird es sicher in den nächsten Entscheidungen noch spannend bleiben.“

Spannung im Juniorinnen-Zweier ohne

Im Juniorinnen-Zweier ohne entwickelte sich eines der ausgeglichensten Rennen des Tages. Die Kombination aus Stuttgarter RG und RG Heidelberg mit Caitlin Morton und Carla Zajonc setzte sich in einem engen Duell durch und gewann in 7:39,36 Minuten. Die RG Emscher-Lippe mit Jule Marie Lettau und Helena Rossetto blieb lange in Schlagdistanz und belegte Rang zwei vor Steffen/Bäcker (Lübecker RG/Wandsbek).

„Viele enge Rennverläufe mit wechselnden Zieleinläufen gab es im Juniorinnen Zweier ohne“, so Zander. „Auch hier natürlich der herzliche Glückwunsch nach Stuttgart und Heidelberg. Sie sind ein gutes Finalrennen gefahren. In dem Bereich müssen wir allerdings weiter hart arbeiten, um in diesem Jahr hoffentlich wieder international um die Medaillen fahren zu können.“


Dramatisches Finish im Junioren-Zweier

Das engste Rennen des Tages lieferte der Junioren-Zweier ohne. Über die gesamte Strecke entwickelte sich ein Duell auf höchstem Niveau zwischen den Booten aus Halle und Dortmund/RC Germania. Kohlbach/Brell führten das Feld zunächst, ehe Berkemeyer/Rübenstrunk im weiteren Rennverlauf die Führung übernahmen.

Im Endspurt kam es zu einem dramatischen Zieleinlauf: Mit lediglich zwei Hundertstelsekunden Vorsprung setzten sich Berkemeyer/Rübenstrunk in 6:44,86 Minuten durch, während Kohlbach/Brell in 6:44,88 Minuten denkbar knapp geschlagen wurden. Rang drei ging an Pahling/Brückelmeier (Mainzer RV/Binger RG).

Zander sprach vom Höhepunkt des Tages:
„Den spannendsten Zieleinlauf gab es im Junioren-Zweier. Die beiden Zweier aus Dortmund und Halle haben sich hier einen tollen Schlagabtausch geliefert. Herzlichen Glückwunsch an beide Mannschaften.“


Standortbestimmung mit Blick auf die Saison

Insgesamt bestätigte die Leistungsüberprüfung die hohe Qualität im deutschen Nachwuchsbereich. Enge Rennen, klare Sieger und eine breite Leistungsdichte liefern eine belastbare Grundlage für die kommenden internationalen Aufgaben.

Der Blick richtet sich nun auf die nächsten Schritte: „Nun bereiten wir uns auf die erste Standortbestimmung zur Internationalen Juniorenregatta in München vor, wo wir erstmals auf europäische Konkurrenz treffen und die weiteren Plätze für die Junioren-EM ausfahren werden“, sagte Zander.

Galerien