19. Mai 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Meldeergebnis veröffentlicht - 153 Boote aus 32 Nationen in 14 Bootsklassen bei der U19-EM

Junioren U19 Europameisterschaft auf der Regattastrecke Beetzsee vom 23.-24.05.2026 (Copyright Luis Grzonka)
Junioren U19 Europameisterschaft auf der Regattastrecke Beetzsee vom 23.-24.05.2026 (Copyright Luis Grzonka)
2 Bilder

Die U19-Europameisterschaften, die vom 23. bis 24. Mai 2026 in Brandenburg stattfindet, zeigen ein imposantes Teilnehmerfeld mit Talenten aus ganz Europa. Auf der traditionsreichen Regattastrecke Beetzsee treten 444 Athleten aus 32 Nationen in 14 Bootsklassen an, um die besten Nachwuchsruderer zu ermitteln. Die Meisterschaften versprechen zwei Tage voller spannender Wettkämpfe, wobei insbesondere die neu ausgefahrenen Mixed-Doppelzweier und Mixed-Achter großes Interesse wecken.

Ulrike Hartmann, Präsidentin vom LRV Brandenburg: "Das Organisationskomitee der ERU19CH 2026 in Brandenburg an der Havel heißt die jugendlichen Ruderinnen und Ruderer Europas herzlich willkommen auf der Naturregattastrecke am Beetzsee. Die Regattastrecke "glüht" noch, nachdem am Sonntag erst der Kanu-Weltcup zu Ende ging. Der Umbau läuft auf Hochtouren und der Regattastab und die vielen ehrenamtlichen Helfer stehen bereit, um den Juniorinnen und Junioren aus 32 Nationen ein perfektes Meisterschafts-Wochenende zu bieten."

Der Beetzsee dient als perfekter Austragungsort für dieses Großereignis. Die Regattastrecke, die auf eine über fünfzig Jahre alte internationale Rudertradition zurückblickt, konnte durch bedeutende Investitionen nach der deutschen Wiedervereinigung zu einer der modernsten Ruderanlagen Deutschlands avancieren. Sie verbindet naturräumliche Schönheit mit einer fortschrittlichen sportlichen Infrastruktur und hat in der Vergangenheit bereits mehrfach internationale Wettkämpfe, wie die Junioren-Weltmeisterschaften 2005 und die U23-Weltmeisterschaften 2008, beherbergt. Zuletzt beheimatete sie die World Rowing Masters Regatta 2024 mit über 3.500 Teilnehmenden und festigte so ihren Ruf als erstklassige Sportstätte.

Die Starterfelder, besonders in den Einzeldisziplinen, zeigen eine hohe Leistungsdichte. Im Junioren-Einer (JM1x) verzeichnen sich 17 Meldungen, während im Juniorinnen-Einer (JW1x) 19 Athletinnen gemeldet sind. Hier sind einige international erfahrene Sportler zu finden. Zu den Anwärtern auf Medaillen im Junioren-Einer gehören Barnabas Botond Kup aus Ungarn, ein Silbermedaillengewinner der U19-Europameisterschaften 2025, und Raphael Arkadiusz Pintsch aus Norwegen, der im vergangenen Jahr stets die Top Sechs in dieser Bootsklasse erreichte. Der Grieche Iason Mouselimis und der Deutsche Oskar Mueller bringen ebenfalls vielversprechende U19-Referenzen mit, da sie in der letzten Saison Teil medaillengewinnender Mannschaften waren.

Bei den Juniorinnen-Einern hebt sich Paschalina Mouratidou aus Griechenland hervor, da sie bereits mehrfache Medaillengewinnerin bei internationalen U19- und U23-Veranstaltungen in verschiedenen Bootsklassen ist. Mejse Oestergaard Nielsen aus Dänemark kehrt ebenfalls zurück, um ihr A-Finale von 2025 zu verbessern. Neben den Einzelbooten reisen auch mehrere Mannschaften mit beeindruckenden Erfolgsbilanzen nach Brandenburg. Im Juniorinnen-Doppelvierer (JW4x) erscheint Polen auf dem Papier besonders dominant, denn deren Mannschaft besteht vollständig aus Athletinnen, die bei den Welt- und Europameisterschaften 2025 Gold gewannen. Rumänien und Tschechien stellen ebenfalls erfahrene Besatzungen, deren Mitglieder zuletzt bei U19- und U23-Wettbewerben Medaillen erringen konnten. Der österreichische Junioren-Achter, der 2025 Bronze bei der U19-Europameisterschaft gewann, tritt mit sechs Ruderern aus dem Vorjahresteam an.

Die Mixed-Wettbewerbe gewinnen weiterhin an Attraktivität. Die Integration des Mixed-Doppelzweiers und des Mixed-Achters verleiht der Regatta eine dynamische Dimension. Diese Bootsklassen, die männliche und weibliche Athleten in einer Mannschaft vereinen, sind erstmals im U19-Bereich dabei. Italien erscheint im Mixed-Achter besonders stark, da es Mannschaften mit Athleten meldet, die in verschiedenen Kategorien Goldmedaillen gewonnen haben, während Rumäniens Mixed-Kombinationen auf sein traditionell starkes Frauenprogramm zurückgreifen.

Bundestrainer Paul Zander: "Wir haben unsere Mannschaft aus den Ergebnissen der ersten Kleinbootüberprüfung, der Juniorenregatta in München und unseren vorliegenden persönlichen Testdaten zusammengestellt. Ich denke, dass unsere Kleinboote international erfolgreich mitmischen können. Bei den Doppelzweiern und Vierern ohne Steuerperson hoffe ich ebenfalls auf die eine oder andere Medaille. In den Großbooten hatten wir nur ein Wochenende Zeit, die Mannschaften aufeinander abzustimmen. Hier sind sicher andere Nationen in ihrer Mannschaftsbildung schon weiter als wir. Trotzdem sehe ich uns vor allem in den Doppelvierern mit im Kampf um die Medaillen. Die Mixed-Boote sind für alle komplettes Neuland im U19-Bereich. Wir versuchen hier das Regelwerk, den engen Zeitplan und die Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft zusammenzubringen und werden sehen, wofür das reicht.

Insgesamt zeigt auch das extrem große Starterfeld, welche Bedeutung das Juniorrudern in den anderen europäischen Nationen einnimmt. Wir gehen aber positiv und hoch motiviert in die Rennen und freuen uns natürlich über jeden Zuschauer, der dieses Event zu einem echten Heimspiel macht!"