30. Mai 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Sechs olympische Bootsklassen im A-Finale – DRV blickt optimistisch auf den Finaltag in Sevilla

Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat am zweiten Wettkampftag des Weltcup-Auftakts in Sevilla drei weitere Boote in die morgigen A-Finals gebracht. Nach den Halbfinalentscheidungen am Samstag stehen somit insgesamt sechs olympische Bootsklassen in den A-Finals am Sonntag. Besonders erfreulich: Olympiasieger Oliver Zeidler sowie der Frauen- und Männer-Doppelvierer zählen nach ihren überzeugenden Auftritten zu den aussichtsreichsten deutschen Medaillenkandidaten.

„Wir haben heute in vielen Bereichen die Erwartungen erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Besonders die Skullboote präsentieren sich bereits sehr wettbewerbsfähig. Jetzt gilt es, diese Leistungen morgen in den Finals zu bestätigen“, lautet das Zwischenfazit von Cheftrainer Marcus Schwarzrock.

Zeidler souverän ins Finale

Olympiasieger Oliver Zeidler unterstrich einmal mehr seine Ausnahmestellung im Männer-Einer. Nach Vorlauf- und Viertelfinalsieg gewann der Münchner auch sein Halbfinale souverän in 6:58,38 Minuten unangefochten und qualifizierte sich als Sieger für das Finale am Sonntag.

Dabei kontrollierte Zeidler das Rennen über die gesamte Distanz und setzte erneut ein Ausrufezeichen in einem hochklassig besetzten Feld. Der deutsche Einer-Spezialist zählt damit weiterhin zu den Top-Favoriten auf den Weltcupsieg.

Männer-Doppelvierer bestätigt Medaillenambitionen

Einen weiteren starken Eindruck hinterließ der Männer-Doppelvierer. Marc Weber, Jonas Gelsen, Felix Heinrich und Ole Hohensee belegten im Halbfinale Platz zwei und lösten damit souverän das Ticket für das A-Finale. Mit ihrer Zeit von 5:47,29 Minuten gehörte die deutsche Crew erneut zu den schnellsten Booten des Tages und mussten nur den Niederländern den Vortritt lassen. Nach dem gestrigen Vorlaufsieg in Tagesbestzeit untermauerte das Quartett damit seine Ambitionen auf einen Podestplatz.

Frauen-Doppelvierer mit starker Ausgangslage

Bereits am Freitag hatte sich der Frauen-Doppelvierer direkt für das Finale qualifiziert. Maren Völz, Juliane Faralisch, Johanna Debus und Frauke Hundeling präsentierten sich bei ihrem internationalen Saisondebüt in hervorragender Form und gehen mit berechtigten Medaillenhoffnungen in die Entscheidung am Sonntag.

Alexandra Föster kämpft um Spitzenplatz

Im Frauen-Einer erreichte Alexandra Föster mit einem starken dritten Platz im Halbfinale ebenfalls das A-Finale. In 7:38,17 Minuten behauptete sie sich gegen starke internationale Konkurrenz und gehört damit zu den sechs schnellsten Einer-Ruderinnen des Weltcups. Sie zeigte auch einen starken Endspurt und in starker Form, so dass morgen bei einer weiteren Steigerung alles drin ist.

Nicht alle Hoffnungen erfüllen sich

Auch die beiden Achter werden am Sonntag um die Platzierungen kämpfen. Beide deutschen Flaggschiffe müssen sich nach den Preliminary Races steigern, um die Lücke zur Spitze zu schließen. 

Neben den Skull-Flaggschiffen zeigten weitere deutsche Boote starke Leistungen, verpassten jedoch knapp das A-Finale. Sarah Wibberenz und Lisa Gutfleisch ruderten ein starkes Rennen und hätten fast auf den letzten Metern noch die Polinnen vom Platz drei verdrängt. So blieb ein ruderisch und kämpferisch starker Eindruck des deutschen Duos.

Sarah und Lisa sind mit dem Rennen in der Weltspitze angekommen, die nächsten Wochen werden beide für ein weitere Entwicklung nutzen. Der Männer-Zweier ohne Steuermann mit Frederik Breuer und Leonard Brahms erreichte als Vierter seines Halbfinales nicht das Ticket zum A-Finale, zeigte aber eine solide Leistung in diesem Weltklasse-Feld. 

Der Männer-Doppelzweier mit Arno Gaus und Moritz Küpper verpasste als Fünfter seines Halbfinales den Sprung in den Endlauf ebenso wie der Männer-Vierer ohne Steuermann, der ebenfalls Rang fünf mit Ersatzmann belegte und wichtige Rennerfahrung sammelte. Beide Mannschaften werden am Sonntag im B-Finale antreten.

Versöhnlich verlief dagegen das Finale C des zweiten deutschen Männer-Vierers ohne Steuermann, der sein Rennen gewann und damit einen versöhnlichen Abschluss seines Weltcup-Auftritts feiern konnte. Aus deutscher Sicht machte Bruno Hirsch im B-Finale den sportlichen Abschluss des Tages mit einem spannenden Mann gegen Mann Rennen gegen den Ungarn Tamas Bence, der das Rennen am Ende mit 93 Hundertstel Vorsprung gewann.