10. Mai 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

Tibitanzl und Müller dominieren auf der Internationalen Juniorenregatta München 2026

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Die 2026 Munich International Junior Regatta hat am Samstag einmal mehr ihre besondere Stellung im europäischen Nachwuchsrudern mit starken Leistungen unterstrichen.  Traditionell stehen am ersten Wettkampftag vor allem die Kleinbootrennen im Mittelpunkt, die für viele Nationen und Landesverbände als wichtiger Leistungsnachweis auf dem Weg zu den internationalen Meisterschaften gelten. 

Gerade die Kleinbootklassen entwickelten sich dabei zu den sportlichen Höhepunkten des ersten Regattatages. Im Juniorinnen-Einer setzte sich Helena Tibitanzl von der Frankfurter RG Germania in einem international stark besetzten A-Finale eindrucksvoll durch und gewann das Rennen nach einer kontrollierten zweiten Streckenhälfte in 8:21,35 Minuten vor der Schweizerin Olivia Leunig und der Slowenin Blažka Sedovšek. Tibitanzl übernahm im dritten Streckenabschnitt entscheidend die Kontrolle über das Feld und baute ihren Vorsprung auf den letzten 500 Metern konsequent aus.

Auch das A-Finale im Junioren-Einer bestätigte den hohen internationalen Anspruch der Regatta. Oskar Müller vom Ruderverein Wandsbek gewann in 7:40,06 Minuten vor dem Schweizer Rémy Christ sowie dem Kroaten Luka Sabelja. 

Im Juniorinnen-Doppelzweier demonstrierte Polen seine derzeitige Stärke im internationalen Nachwuchsbereich. Anna Solarska und Marcelina Szkudlarczyk siegten im A-Finale in 7:30,60 Minuten vor den deutschen Kombinationen aus Lübeck und Hamburg beziehungsweise Mülheim und Bernkastel. Das polnische Boot arbeitete sich nach einem verhaltenen Start kontinuierlich nach vorne und setzte sich insbesondere auf den dritten 500 Metern entscheidend ab.

Das A-Finale im Junioren-Doppelzweier entwickelte sich zu einem der spannendsten Rennen des Tages. Aron Schäfer und Jan Bornemann von der Kombination Bernkasteler RV/Mainzer RV gewannen in starken 6:48,93 Minuten vor den slowenischen Vertretern aus Ljubljana und Maribor sowie einem österreichischen Boot aus Linz und Klagenfurt. Das deutsche Duo übernahm bereits zur Streckenhälfte die Führung und verteidigte diese souverän bis ins Ziel.

Auch die Zweier-ohne-Rennen boten hochklassigen Rudersport. Bei den Juniorinnen siegte die österreichische Kombination aus RV Wiking Linz und WRK Donau mit Ella Valentina Nader und Esther Schöberl in 8:13,31 Minuten vor Kroatien und einer deutschen Renngemeinschaft aus Mülheim und Leverkusen.

Im Junioren-Zweier ohne gelang der Kombination aus Hansa Dortmund und RC Germania der Sieg in 7:18,42 Minuten. Lars Berkemeyer und Luis Rübenstrunk setzten sich gegen WRK Donau aus Österreich sowie die tschechische Nationalmannschaft durch und unterstrichen damit eindrucksvoll die hohe Leistungsdichte im deutschen Nachwuchsbereich. 

Neben den Ergebnissen spiegelte sich die internationale Bedeutung der Regatta vor allem in der Breite des Teilnehmerfeldes wider. Nationen wie Polen, Kroatien, die Schweiz, Tschechien, Österreich und Slowenien nutzten die Rennen gezielt als internationale Standortbestimmung. Dadurch entwickelte sich der erste Tag der Juniorenregatta München erneut zu einer hochklassigen Leistungsschau des europäischen Nachwuchsruderns, bei der insbesondere die traditionsreichen Kleinbootrennen den sportlichen Charakter der Veranstaltung prägten.

Den Sonntag nutzen die deutschen Vereine und Landesverbände/ Regionalgruppen, um ihre Großboot- und Meisterschaftsprojekte zu testen.

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