05. Aug. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

14 Boote vertreten den Deutschen Ruderverband bei den Nachwuchs-Weltmeisterschaften in Bulgarien

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Vom 6. bis 9. August trifft sich die internationale Rudernachwuchselite in Plovdiv. 660 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen kämpfen in 14 Bootsklassen um die U19-Weltmeistertitel. Der Deutsche Ruderverband ist in allen ausgeschriebenen Klassen vertreten und reist mit mehreren Booten an, die bereits bei den Europameisterschaften auf sich aufmerksam gemacht haben.

U19-Bundestrainer Paul Zander: „Wir sind mit sehr wenigen Ausfällen durch unsere UWV in Berlin-Grünau gekommen und konnten bei hervorragenden Bedingungen unseren Trainingsplan vollständig umsetzen. Es wird jetzt wichtig sein, den Fokus weiter zu schärfen und die Rennen mit Mut und dem nötigen Selbstvertrauen anzugehen, dann brauchen wir uns vor niemandem verstecken. Die Mannschaften sind gut drauf, die Stimmung ist sehr gut. Wir freuen uns, dass es morgen endlich losgeht!

Plovdiv ist in diesen Tagen der Treffpunkt für die nächste Generation des Weltruderns. 367 Junioren und 293 Juniorinnen gehen auf der traditionsreichen Regattastrecke an den Start. Für viele von ihnen ist die U19-WM der erste große Auftritt auf globaler Bühne – und ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der später bis zu Olympischen Spielen führen kann.

Das deutsche Aufgebot umfasst sechs Junioren-, sechs Juniorinnen- und zwei Mixed-Boote. Die Mannschaft ist bereits am 2. August nach Bulgarien gereist, um sich vor Ort auf die Bedingungen einzustellen. Nach vier Wettkampftagen ist die gemeinsame Rückreise für den 10. August vorgesehen.

Starke Ausgangslage in den Doppelbooten

Besonders im Fokus steht der Junioren-Doppelzweier mit Jan Bornemann und Aron Schäfer. Das Duo gewann bei den U19-Europameisterschaften Silber und trifft in Plovdiv in einem mit 33 Booten außergewöhnlich großen Feld erneut auf starke internationale Konkurrenz. Zu den Favoriten zählen die italienischen Europameister Eduardo Moschella Primicerio und Elia Bressan; auch Slowenien reist mit den EM-Dritten Marko Kosmac und Svit Kobler an.

Der deutsche Junioren-Doppelvierer kommt als Europameister nach Bulgarien. In Plovdiv startet das Boot mit Philipp Prüfer, Jakob Gelsen, Anori Benz und Christopher tom Wörden. Gegenüber der EM-Besetzung gab es zwei Wechsel, während unter anderem Polen und Dänemark auf eingespielte Mannschaften setzen. Das verspricht ein enges Rennen in einer Klasse mit 18 Meldungen.

Auch der Juniorinnen-Doppelvierer bringt internationale Erfahrung mit. Elena Schweisthal und Greta Amort waren bereits 2025 bei der U19-WM dabei; gemeinsam mit Maja Meerbach und Kaya Wölk wollen sie nun in das Rennen um die vorderen Plätze eingreifen. Polen, Tschechien und Rumänien reisen mit den Medaillenbooten der Europameisterschaften an.

Offene Rennen im Riemenbereich

Im Junioren-Vierer ohne geht Deutschland als amtierender Europameister in die WM. Die Besetzung wurde seit dem Titelgewinn allerdings deutlich verändert; nur ein Athlet aus dem EM-Boot ist erneut dabei. Yoan Ivanov, Ole Tietz, Jonas Holst und Henrik Möller treffen unter anderem auf Italien und Frankreich, die bei der EM nur knapp hinter dem deutschen Boot lagen. Mit 16 gemeldeten Mannschaften gehört die Klasse zu den offensten Riemenwettbewerben der Regatta.

Im Juniorinnen-Achter sind lediglich fünf Nationen gemeldet, doch das Feld ist hochkarätig. Rumänien reist nach einem deutlichen EM-Sieg als Favorit an, Großbritannien als Titelverteidiger. Das deutsche Boot um Steuerfrau Marie-Sophie Walesch will vom ersten Rennen an Anschluss an die internationale Spitze halten. Im Junioren-Achter warten bei neun Meldungen unter anderem Europameister Tschechien, der zweifache Titelverteidiger Großbritannien sowie Italien, Österreich und die USA.

Große Felder in den Einern – Premiere für die Mixed-Boote

Oskar Müller vertritt Deutschland im Junioren-Einer, Leoni Hauschild im Juniorinnen-Einer. Mit 25 beziehungsweise 28 Meldungen sind beide Klassen stark besetzt. Im Junioren-Einer geht der griechische Europameister Iason Mouselimis als einer der Gejagten ins Rennen; bei den Juniorinnen zählt Italiens Europameisterin Alizee Ribolzi zu den Favoritinnen.

Ergänzt wird das deutsche Aufgebot durch zwei Mixed-Boote. Anori Benz und Kaya Wölk starten im Mixed-Doppelzweier. Im Mixed-Achter sitzen Maria Pesch, Helena Tibitanzl, Maike van Beek, Jan Kohlbach, Aron Schäfer, Jan Bornemann, Niclas Brell und Charlotte Paulat im Boot; Elias Lukowiak steuert. Mehrere Athletinnen und Athleten übernehmen damit einen zusätzlichen Start neben ihrer Stammdisziplin.

Auftakt in Plovdiv: Die Rennen beginnen am Donnerstag, 6. August. Die Medaillenentscheidungen fallen bis Sonntag, 9. August.

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