"Los geht's wieder mit Ergofahren" - Interview mit Gregor Hauffe
Einen Monat nach dem Gewinn des WM-Titels im fernen Neuseeland hat das Team des Deutschland-Achters wieder das Trainingslager am Ruderleistungszentrum in Dortmund ausgenommen. Achter-Weltmeister Gregor Hauffe im Interview:
Trainer Ralf Holtmeyer bittet seit einigen Tagen wieder zum Training. Ist es Ihnen schwer gefallen?
Gregor Hauffe: Man freut sich immer noch. Ich bin heiß, die neue Saison in Angriff zu nehmen. Es ist nur schade, dass es aufgrund der kalten Temperaturen mit Ergofahren losgeht.
Es geht für jeden Sportler wieder bei Null los, egal ob Weltmeister oder nicht...
Gregor Hauffe: ...ja. Man merkt, jeder will in den Achter. Man muss sich weiter steigern, um auch nächstes Jahr wieder als Erster über die Ziellinie zu rutschen. Wir haben eine gute Trainingsgruppe, mit ein paar Jungen, die dazu kommen. Guter Nachwuchs ist wichtig, die machen Druck von unten.
Was haben Sie in den Tagen nach dem Titelgewinn gemacht?
Gregor Hauffe: Erst einmal nichts. In der ersten Woche habe ich ausgespannt und alles Revue passieren lassen und darüber nachgedacht, was ich in den nächsten zwei Jahren besser machen kann. Danach habe ich wieder ein bisschen Sport gemacht, aber nichts mit Rudern. Ich habe drei Mal pro Woche im Fitnessstudio einen Spinningkurs besucht. Das war mal eine andere Möglichkeit, die Ausdauer zu erhalten.
Und wie war der Einstieg ins Rudertraining nach gut drei Wochen Pause?
Gregor Hauffe: Wir haben mit einem Stufentest begonnen, um den Fitnesszustand zu überprüfen. Dann ging’s zur ersten Ergoeinheit über 20 Kilometer – und dabei hab ich die ersten Blasen an den Fingern bekommen.
Was haben Sie nach den langen 20 Kilometern gedacht?
Gregor Hauffe: Im ersten Moment herrschte Zufriedenheit, dass ich die 20 Kilometer überstanden habe. Dann kam der Gedanke: So ein Mist, heute Nachmittag muss ich noch mal auf den Ergometer.