11. Sep 2012 | Panorama | von Christoph Knost

Melitta-Achter mit Krankheitspech

Strahlender Sonnenschein, perfekte Organisation und angenehme Temperaturen verwöhnten die Aktiven der flyeralarm Ruder-Bundesliga am vergangenen Samstag in der Aasee-Arena im westfälischen Münster. Die Mannschaft des Melitta-Achters vom Bessel-Ruder-Club sowie dem Kooperationspartner Ruderverein Münster hatte geplant, beim Heimspiel noch einmal groß anzugreifen. Die in der Tabelle nur knapp vor der westfälischen Mannschaft liegende Crew vom Ruderverein Rauxel sollte auf heimischem Gewässer angegriffen werden.

Dass es dazu letztendlich nicht kam, hatte in erster Linie krankheitsbedingte Gründe. So meldete sich Hilke Müller am Morgen der Regatta mit einer Erkältung ab, was dazu führte, dass die eigentlich gar nicht für einen Einsatz vorgesehene Lisa Thiem im Zeitrennen als Ersatzfrau nachrückte. "Das war natürlich kein optimaler Einstieg in den Tag. Konsequenterweise kam dann im Zeitrennen auch nur Platz 10 heraus", so Team-Captain Melanie Lukas. "Dies führte dann dazu, dass wir uns im Achtelfinale mit den im Zeitrennen deutlich besser platzierten Teams aus Mainz und Hannover messen mussten." Daher konnte der Sprung in die obere Hälfte der Tabelle nicht geschafft werden, so dass vor dem abschließenden Rennen bereits feststand, dass maximal der neunte Platz erreicht werden konnte. "Die Hannoveranerinnen waren bisher immer deutlich hinter uns platziert, allerdings konnte diese Mannschaft für diesen Renntag noch eine Teilnehmerin der Junioren-WM mit einsetzen", erläuterte Schlagfrau Tanja Hasemann die weiteren Ergebnisse. Eine zusätzliche Problematik ergab sich dadurch, dass die Ersatzfrau Lisa Thiem nicht den ganzen Tag zur Verfügung stand, und nur dank des kurzfristigen Einspringens von Greta Haselmann vom Kooperationspartner Ruderverein Münster die Teilnahme am restlichen Renntag gesichert werden konnte. "Greta hat die letzten Jahre in den USA studiert und dort auch gerudert, allerdings sie hatte noch nie mit dem Melitta-Achter zusammen trainiert, was die Situation natürlich nicht vereinfacht hat. Trotzdem danke ich ihr natürlich für ihr kurzfristiges Einspringen", ordnete der an diesem Wochenende zuständige Co-Trainer Christoph Knost die Situation ein.

Für die Finalrennen um die Plätze 9 bis 12 reiste dann die eigentlich bei der gleichzeitig stattfindenden Masters-WM in Duisburg aktive Frauke Wagner kurzfristig nach Münster an und verstärkte die Mannschaft mit Sarah Schwier, Sybille Ellermann, Jördis Waterbär, Sylvia Buddenbohm, Kerstin Ante, Inken Neppert, Alina Sachtleben, Tanja Hasemann und Steuerfrau Ann-Christin Meier. Nach zwei deutlich verbesserten Vorstellungen konnte insgesamt der neunte Platz erreicht werden. "Angesichts der widrigen Umstände war dies die beste Ausbeute, die wir erreichen konnten. Leider hat sich die Mannschaft aus Rauxel deutlich vor uns platziert, so dass wir nicht wie geplant auf Platz 6 in der Tabelle vorrücken konnten. Nichtsdestotrotz werden wir in zwei Wochen in Hamburg beim Saisonfinale noch einmal groß angreifen!" so das Fazit und die Kampfansage von Steuerfrau Ann-Christin Meier für den nächsten Renntag.

Weiterhin wechselte Trainer Christoph Knost an diesem Wochenende noch die Seiten und griff als Aktiver für den Ruderverein Münster selbst zu den Riemen. Diese Crew blieb während des gesamten Regattatages ungeschlagen und konnte sich einen deutlichen Sieg in der dritten Liga der Männer vor der beeindruckenden Zuschauerkulisse am Aasee sichern.