Vierter Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga macht Station in Kassel
Die Fulda bot am vergangenen Wochenende zum ersten Mal die Kulisse für die 50 schnellsten Sprintachter Deutschlands. Bis zu fünfmal maßen sich die Teams im 2-Bahnen-K.O.-System über die kurze 350 Meter Strecke.
Das Team vom Melitta-Achter aus Minden und Münster reiste mit starkem Team und hohen Erwartungen nach Hessen. Den sechsten Tabellenplatz in jedem Fall zu halten war die klare Ansage. Jedoch sollte auch in der Tageswertung eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte angestrebt werden.
Im Zeitrennen am Samstagmorgen hieß es zunächst eine gute Ausgangsposition für die kommenden Achtelfinals zu erreichen. Mit der fünftschnellsten Zeit verschafften sich die Ruderinnen Dorthe Kayser, Inken Neppert, Alina Sachtleben, Sylvia Buddenbohm, Frauke Wagner, Kerstin Ante, Jördis Waterbär, Schlagfrau Tanja Hasemann und Steuerfrau Clara Drewes eine relativ leichtes Achtelfinale. Hier traf das Team auf die Konkurrentinnen aus Lübeck. Mit einem äußerst kompaktem Rhythmus und kraftvollen Schlägen setzte sich das Team von der Weser von Beginn an die Spitze. Die gleiche Renntaktik wurde von Trainer Christoph Knost für das Viertelfinale gegen die Rheinperlen aus Bonn vorgegeben. Ruderisch konnte diese Ansage auch von der Mannschaft umgesetzt werden. Nichtsdestotrotz, musste man dem schnelleren Boot und späteren Drittplatzierten den Vortritt lassen.
"Jetzt müsst ihr die Konzentration oben halten und nochmal zwei solche Rennen hinlegen. Dann könnt ihr Finale um Platz 5 und 6 mitfahren.", so die Motivation von Trainer Knost an seine Mannschaft nach dem Viertelfinale. Mit Nina Kilian und Anna-Lena Vieker kamen am Nachmittag zwei frische Ruderinnen für Alina Sachtleben und Kerstin Ante in den Achter. Im Halbfinale ging es dann für den Melitta-Achter gegen den Rheingold-Achter aus Mainz und Ingelheim. Diese Mannschaft hatte man am Morgen im Zeitrennen schon als direkten Gegner deutlich geschlagen. Leider konnte das westfälische Boot nicht zu der Stärke und Entschlossenheit vom Vormittag zurück finden. Die Gegnerinnen musste man mit wenigen hundertstel Sekunden ziehen lassen. Im Finale gegen den Alsterachter aus Hamburg konnten die heimischen Ruderinnen nicht zu ihrer gewohnten Stärke zurück finden, sodass am Ende Tages Platz 8 in der Tageswertung heraus kam. In der Gesamttabelle steht aber noch immer Platz 6.
"Die letzten beiden Rennen streichen wir aus den Köpfen. Jetzt müssen wir die letzten Wochen bis zum Saisonfinale in Hamburg, Mitte September, nutzen und soviel wie möglich gemeinsam arbeiten. Den sechsten Platz in der Gesamtwertung wollen wir halten. Das komplette Feld ist in dieser Saison deutlich enger zusammengerückt. Die Luft nach oben wird dünner. Ein Platz in der oberen Hälfte ist aber dennoch unser Ziel." so das Resümee der Schlagfrau Tanja Hasemann am Ende des Tages.
Am 14. September steigt das Saisonfinale auf der Binnenalster in Hamburg. Das Team will die Zeit noch einmal intensiv nutzen um erhobenen Kopfes aus der Saison 2013 herausgehen zu können.