08. Jan. 2013 | Panorama | von Christian Vennemann

Von der Trainingsmotivation zur ORV Power Challenge

Am kommenden Freitag, den 11.1. veranstaltet der Osnabrücker Ruder-Verein die Power Challenge. Bereits zum 17. Mal treten bei diesem Klimmzug-Klassiker Sportler aus ganz Deutschland an. In diesem Jahr treffen die Osnabrücker Teilnehmer vor allem auf Gegner aus Hannover und Münster, doch auch aus Bremen, Hamburg, dem Ruhrgebiet und selbst aus Stuttgart haben sich Klimmzieher angekündigt.
Die meisten Teilnehmer haben zwar ihren sportlichen Hintergrund im Rudern, darunter zahlreiche Deutsche Meister und mehrere Welt- und Europameister, doch wollen sich auch einige Tischtennisspieler, Fitness- und Kampfsportler an der ORV-Klimmzugstange beweisen.

Von der Trainingsmotivation zum größten Event im ORV

1997 nach dem Vorbild einer ähnlichen Veranstaltung in Hannover eingeführt, um den ORV-Ruderern ein Trainingsziel für das Krafttraining der Wintermonate zu bieten, hat sich die Power Challenge zum größten Event des ORV entwickelt, zu dem in diesem Jahr wieder 350-400 Zuschauer erwartet werden.
Das Besondere an der Power Challenge ist dabei die Partyatmosphäre, in der es für die Teilnehmer nicht nur darum geht, viele Klimmzüge zu zeigen, sondern das (vornehmlich weibliche) Publikum mit gewagten bis frivolen Showeinlagen von sich zu überzeugen. Die Frauen haben die Chance ihre Gunst bei den verschiedenen Mister-Wahlen zu verteilen, bevor im Anschluss die große Aftershowparty steigt.
Neuer, verschärfter Wettkampfmodus wird den Teilnehmern alles abverlangen
Doch bei allem Spaß und der Party kommt das Sportliche nicht zu kurz: In der Regel werden von den besten Klimmziehern an einem Abend 300-400 Klimmzüge in Zehner-Serien gezogen. Der Rekord von 454 Wiederholungen wurde 2009 aufgestellt. Eine Änderung des Wettkampfmodus‘ wird aber voraussichtlich dafür sorgen, dass dieser Rekord einige Jahre bestand hat. Statt wie bisher ausschließlich Zehnerserien von den Aktiven zu verlangen, haben die Organisatoren den Modus in diesem Jahr verschärft, indem ab der elften Runde die geforderten Wiederholungen um jeweils eine erhöht werden. Dazu Cheforganisator Stefan Schröder: „Unsere Teilnehmer werden immer fitter. Einerseits freut es uns, dass es den Sportlern bei allem Spaß und dem Showcharakter der Veranstaltung offensichtlich nicht an Ehrgeiz fehlt, doch andererseits zog sich der Wettkampf in den letzten Jahren dadurch derart in die Länge, dass die Zuschauer bereits vor dem Ende des Wettkampfs nach Hause gingen. Durch den neuen Modus hoffen wir, dass unsere Aktiven ein bisschen früher müde werden.“

Bus-Shuttle als neuer Service für die Zuschauer

Doch auch abseits der Klimmzugstange hat sich das Organisationsteam wieder einiges einfallen lassen, um die Flagschiff-Veranstaltung des ORV noch attraktiver zu machen. So wird zum Beispiel erstmals ein Shuttleservice mit Kleinbussen ab der Innenstadt angeboten. Von 19:40 bis 22:00 geht es ab dem Kamp/Ecke Nikolaiort im 20 Minuten-Takt zum Bootshaus, ab 1:40 alle 20 Minuten zurück. Daneben sollen Getränkespecials und ein DJ „Tunes“ aus Hannover wieder für ein volles Haus sorgen.

Beginn der Power Challenge ist am Freitag, 11.1. um 20:00.