22. Aug. 2014 | Wettkampfsport | von Alina Sachtleben

Bundesliga: Mindener Achter sprinten um Ligapunkte

Rüdersdorf (sachtleben) Am vergangenen Wochenende bot die Kalksee-Arena in Rüdersdorf bei Berlin die Kulisse für den dritten Renntag der prodyna Ruder-Bundesliga. Der Melitta-Achter aus Minden und Münster wollte nach der sechswöchigen Sommerpause die guten Trainingsleistungen auch unter Rennbedingungen beweisen. Weiterhin wurde auch der erste von zwei Renntagen in der Junior-Bundesliga ausgefahren. Zum ersten Mal ging ein Junior-Achter des Bessel-Ruder-Clubs an den Start, um seine Sprintstärke zu demonstrieren.

Der Frauenachter von der Weser wollte unbedingt seinen Tabellenplatz in den Medaillenrängen halten. Jedoch ist bereits seit Saisonbeginn klar, dass die Leistungsdichte in der Frauen-Bundesliga extrem hoch ist. Mindestens sechs Mannschaften haben in diesem Jahr die Qualität, um die Topplatzierungen in Deutschlands schnellstem Ruderformat mitzufahren.

Trainer Christoph Knost setzte in Rüdersdorf auf das bewährte Team mit Schlagfrau Tanja Hasemann, Antonia Sachtleben, Inken Neppert, Frauke Wagner (RV Münster), Sylvia Buddenbohm, Leonie Müller, Anna-Lena Vieker, Alina Sachtleben und Steuerfrau Clara Drewes. Außerdem unterstützten die Wiedereinsteigerinnen Sarah Schwier und Kerstin Ante an diesem Tag die Mannschaft. "Wir haben im Zeitrennen noch nicht zu der kompakten Teamleistung gefunden, die wir in den letzten Trainingseinheiten gezeigt haben", berichtete Schlagfrau Tanja Hasemann nach dem ersten Rennen. Die achtschnellste Zeit führte zu den beiden Hamburger Achtern und dem späteren Tagessieger aus Rauxel als Gegner im Achtelfinale. Hier konnte das Team vom Wasserstraßenkreuz den zweiten Platz errudern. Im Viertelfinale waren dann wenige Minuten später die Mannschaften aus Bonn und Hannover schneller. Damit waren in der Tageswertung nur noch die Plätze 5-8 möglich. Die klare Ansage für den Finalblock hieß also: Punkte gut machen und Platz 5 sichern! Bei den letzten beiden Rennen des Tages schob das westfälische Team immer den eigenen Bug als Erster über die Ziellinie. "Vor allem im Finale war es wichtig, das Rennen für uns zu entscheiden. Damit haben wir einen weiteren Punkt gegenüber dem Achter aus Potsdam gut gemacht. Das Team steht direkt hinter uns in der Tabelle. Damit konnten wir den Abstand sogar um einen Punkt vergrößern", ordnet Team-Kapitän Alina Sachtleben die Bedeutung der letzten Ergebnisse ein. In Rüdersdorf wurde der zweifache Ligachampion Krefeld im Finale vom RV Rauxel geschlagen. Dadurch konnte das Team aus dem Ruhrgebiet am Mindener Achter vorbei ziehen und belegt momentan den zweiten Platz in der Tabelle mit nur einem Punkt Vorsprung. "In drei Wochen sehen wir uns bereits auf dem Münsteraner Aasee wieder. Dort werden die Karten wieder neu gemischt. In der Frauenliga gibt es keine klaren Favoriten mehr und dadurch gibt es an jedem Renntag eine neue Chance. Wir werden auf jeden Fall wieder angreifen", so die Kampfansage von Sylvia Buddenbohm.

Ihr Debüt auf der 350m-Strecke gaben an diesem Wochenende auch die Mindener Junioren von der NRW-Sportschule Besselgymnasium. Die Ostwestfalen konnten alle drei Rennen in der Gruppenphase gegen Kassel, Hannover und Potsdam für sich entscheiden und qualifizierten sich damit für das große Finale gegen die Mannschaft aus Brandenburg. Auch hier spielte der Bundessieger des Schulsportwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" von 2013 seine Stärke aus und gewann auch das letzte Rennen und damit die Goldmedaille. In drei Wochen in Münster wollen Schlagmann Oliver Krüger, Marius Redeker, Alexander Weihe, Alimamy Engler, Vincent Schmitz, Leon Schandl, Jannik Eilers, Fredrik Blanck und Steuermann Sebastian Ferling ihre Dominanz in der Junior-Bundesliga erneut unter Beweis stellen.

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