30. Deutsche Sprintmeisterschaften: Kettwig feiert hochklassige Finals zum Jubiläum
Der Kettwiger Ruhrbogen war vom 9. bis 11. Oktober Schauplatz der 30. Deutschen Sprintmeisterschaften. Im Jahr ihres 120-jährigen Bestehens richtete die Kettwiger Rudergesellschaft die Titelkämpfe nach 2006, 2010 und 2019 bereits zum vierten Mal aus. Eingebettet in den 35. Kettwiger Herbst-Cup bot das Wochenende mit den Finalentscheidungen über 350 Meter, den Essener Stadtmeisterschaften und der Drachenbootregatta ein vielfältiges Programm für Aktive und Publikum.
Über 1.400 Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer aus mehr als 70 Vereinen kamen nach Essen-Kettwig. Höhepunkt waren die Finalrennen am Sonnabendabend unter Flutlicht im Rahmen des „Festes der Ruderer 2026“ sowie die weiteren Titelentscheidungen am Sonntag.
Germania gewinnt Männer-Achter zum dritten Mal in Folge
Für den sportlichen Höhepunkt sorgte der Männer-Achter. Die Frankfurter Rudergesellschaft „Germania“ verteidigte ihren Titel und gewann die Deutsche Sprintmeisterschaft damit zum dritten Mal in Folge. Konstantin Steib, Philip Groenouwe, Kaan Erkinay, Francis Pennoyer, Maximilian Schultheis, Benjamin Landis, Calvin Knobloch und Cedric Wiemer setzten sich mit Steuerfrau Julia Triesch in 53,63 Sekunden durch. Der Osnabrücker Ruder-Verein folgte nur 39 Hundertstelsekunden zurück auf Rang zwei, die Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim gewann Bronze.
Im Frauen-Achter gewann die Kettwiger Rudergesellschaft auf heimischem Wasser in 1:03,00 Minuten vor dem Osnabrücker Ruder-Verein und dem Hannoverschen Ruder-Club. Auch im Frauen-Doppelvierer sowie im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau war die Kettwiger Rudergesellschaft erfolgreich. Julia Stoeber und Kim Krüger sicherten sich den Titel im Zweier ohne Steuerfrau.
Knappe Entscheidungen in den Kleinbooten
Im Frauen-Doppelzweier setzte sich der Ruderverein Bochum mit Henriette Pahnke und Tjorven Stina Schneider in 1:10,75 Minuten vor Lena Siekerkotte und Julia Stoeber von der Kettwiger Rudergesellschaft durch. Im Männer-Doppelzweier holten Christian Förster und Simon Mellin vom Kölner Ruderverein von 1877 in 1:00,19 Minuten den Titel.
Die Einerentscheidungen gingen ebenfalls nach Köln: Annika Steinau gewann den Frauen-Einer in 1:13,36 Minuten, Moritz Witten den Männer-Einer in 1:02,84 Minuten. Im Männer-Doppelvierer setzte sich der Kölner Ruderverein durch. Vinzent Kuhn und Sebastian Hopf vom Ruderverein Münster gewannen den Männer-Zweier ohne Steuerfrau.
Der Osnabrücker Ruder-Verein entschied sowohl den Frauen- als auch den Männer-Vierer mit Steuerfrau für sich. Im Mixed-Doppelzweier ging der Titel an den Ruderverein Bochum, im Mixed-Doppelvierer an die Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim.
Im Para-Rudern siegte Paul Umbach vom Ruderclub Nürtingen im Männer-Einer PR2. Sebastian Stuart vom Ruderclub Rapid Berlin gewann den Männer-Einer PR4 und gemeinsam mit Fiete Pinkhaus den Mixed-Doppelzweier PR SO Unified. Im Mixed-Doppelzweier PR4 setzten sich Inken Ramöller und Linus Böckenholt vom Akademischen Ruder-Club zu Münster durch.
Erfolgreicher Nachwuchs in den Finals
Auch die Nachwuchsfinals boten starke Leistungen. Bei den Juniorinnen A gewann die Frankfurter Rudergesellschaft „Germania“ den Doppelzweier, den Vierer mit Steuerfrau und den Doppelvierer. Im Junior-Doppelzweier A siegte der Ruderverein Münster mit Johann Meyer und Laurenz Overhaus. Die Titel im Junior-Vierer mit Steuerfrau A sowie im Junior-Doppelvierer A gingen an den Mannheimer Ruder-Verein „Amicitia“. Den Junior-Mixed-Doppelvierer A gewann der Regatta-Verband Ems-Jade-Weser/Team Nord West.
Die Achtertitel der Altersklasse A gingen an den Ruder-Club Witten bei den Juniorinnen und an den Ruderverein Kurhessen-Cassel bei den Junioren. In den B-Klassen waren besonders der Essener Ruder-Regattaverein mit Erfolgen im Juniorinnen-Doppelzweier, im Juniorinnen-Doppelvierer mit Steuerfrau und im Junior-Achter, der Crefelder Ruder-Club im Junior-Doppelzweier sowie der Ruderclub Nürtingen im Junior-Mixed-Doppelvierer mit Steuerfrau erfolgreich.
Regattawochenende für die ganze Stadt
Neben den Meisterschaftsrennen gehörten die Essener Stadtmeisterschaften über 750 Meter, die Drachenbootregatta, das Promenadenfest und ein umfangreiches Familienprogramm zum Wochenende. Live-Musik, Angebote für Kinder und zahlreiche Stände machten den Herbst-Cup zu einem Treffpunkt für Sportlerinnen und Sportler, Familien, Freunde und Fans des Rudersports.
Der Deutsche Ruderverband dankt der Kettwiger Rudergesellschaft und den mehr als 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Ausrichtung dieses besonderen Regattawochenendes. Stellvertretend gilt der Dank Boris Orlowski und Sybille Meier. Ebenso gilt der Dank den Sponsoren und Förderern sowie den Sport- und Bäderbetrieben der Stadt Essen, die die Durchführung der 30. Deutschen Sprintmeisterschaften ermöglicht haben.