20. Febr. 2026 | Nationalmannschaft | von Deutscher Ruderverband

5 Weltrekorde in den letzten Wochen - Athletinnen und Athleten nehmen LA 2028 ins Visier

Olli Zeidler durchbricht die 5:35-Schallmauer auf dem Concept2 — Ein historisches Statement nach seinem MBA-Comeback
Olli Zeidler durchbricht die 5:35-Schallmauer auf dem Concept2 — Ein historisches Statement nach seinem MBA-Comeback
Olli Zeidler durchbricht die 5:35-Schallmauer auf dem Concept2 — Ein historisches Statement nach seinem MBA-Comeback
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Der Februar 2026 brachte mehrere bemerkenswerte Ergometer-Leistungen ans Licht, die einmal mehr die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit im Rudersport verschieben. Oliver Zeidler, Olympiasieger und aktueller Vize-Weltmeister im Einer, pulverisierte mit 5:34,7 Minuten den Weltrekord über 2000 Meter auf dem Concept2-Ergometer. Fast zeitgleich ruderte Logan Ullrich mit seiner Bestzeit von 2:38,1 min Minuten über 1000m in den Fokus – eine Leistung, die zwei Tage vorher erbracht wurde. Nikolaj Pimenov zeigte über 6.000m mit 18:04,7 min am 1. Februar eine unglaubliche Leistung. 

Auch bei den Frauen geht es rund - Einer-Weltmeisterin Fiona Murtagh schraubte den RP3-Weltrekord gerade auf unglaubliche 6:18,56 min. Murtagh, die in Shanghai mit 0,03 Sekunden das WM-Finale dramatisch gegen Lauren Henry (GBR) gewann, war aber nicht die Einzige. Denn die Australierin Georgina Rowe ruderte in 16:49,4 min einen neuen Weltrekord über 5.000m - die bisherige Bestzeit aus dem Jahr 2016 von Emma Twigg wurde damit pulverisiert. 

Oliver Zeidler nimmt mit Rückenwind den Weg Richtung LA 2028

Oliver Zeidler hat sich in den vergangenen Jahren als einer der dominantesten Einer-Ruderer der Welt etabliert. Nach seinem Olympiasieg 2024 in Paris bewies er im Februar 2026, dass Stillstand für ihn keine Option ist. Mit 5:34,7 Minuten auf dem Concept2 unterboten er die bisherige Bestmarke von Josh Dunkley-Smith um eine volle Sekunde – ein Meilenstein in der Geschichte des Indoor-Rowing.

Die Leistung entstand im Rahmen eines Trainingslagers mit dem Schweizer Nationalteam in Frankreich, eingebettet in eine Phase von Skilanglauf, Krafttraining und Ergometer-Einheiten. Zeidler selbst bezeichnete die Vorbereitung als alles andere als optimal: "Ich habe in den Tagen vorher Möbel aufgebaut und Lampen installiert. Keine klassische Wettkampfvorbereitung." Umso beeindruckender ist die Durchschnitts-Split-Zeit von 1:23,6 bei einer Schlagfrequenz von 36 Schlägen pro Minute.