BFD-Einführungsseminar 2026
Wir haben viele neue Leute kennengelernt
Vom 26. bis zum 29. Oktober 2026 trafen sich 19 engagierte junge Menschen aus ganz Deutschland zum Einführungsseminar des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) in der Ruderakademie in Ratzeburg. Auch wenn mit der Bahn nicht alles so reibungslos verlief, wie es sich die meisten erhofft hatten, konnten wir gemeinsam mit Andreas König am Montagabend in das Programm starten.
Zunächst erzählten wir alle etwas über uns, unsere Einsatzstellen und die Tätigkeiten, die wir während unseres BFD übernehmen werden. So konnten wir uns schon ein bisschen kennenlernen. Anschließend erhielten wir spannende Einblicke in die Geschichte des BFD. Dazu gab es einige Informationen und einen tollen Kurzfilm zum 15-jährigen Jubiläum des Bundesfreiwilligendienstes.
Danach standen zunächst einige organisatorische Themen auf dem Programm. Wir lernten das System SAMS und seine Funktionen kennen, kümmerten uns um die Anmeldung für unsere Ausbildung Trainer C und erstellten unsere persönlichen Porträts für die rudern.de-Seite „Wir sind dabei …“. Dazu sollte natürlich später auch noch ein Foto kommen.
Während dem Abendessen konnten wir uns bei angeregten Gesprächen noch ein bisschen besser kennenlernen. Anschließend ging es noch einmal nach draußen, denn dort wartete das Spiel „Cluedo – Mord auf der Regattastrecke“ auf uns. In Teams von ungefähr vier Personen klärten wir einen fiktiven Mordfall auf. Dafür galt es, den Tatort, das Opfer, den Täter und die Tatwaffe herauszufinden. Dafür suchten wir auf dem gesamten Gelände der Ruderakademie nach Ortsschildern und hielten Ausschau nach Namen und Gegenständen. Wer sich vorher im Gebäude wegen der vielen Gänge noch nicht so gut zurechtgefunden hatte, konnte bei diesem Spiel seinen Orientierungssinn auf die Probe stellen. Spätestens nach vier Tagen kannten wir uns dann aber alle relativ gut aus.
Auch die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten der Ruderakademie wurden schon am ersten Abend von einigen von uns genutzt. Ob Krafttraining, Ergometerfahren oder Spinning – wir konnten direkt vom tollen Equipment profitieren.
Der nächste Morgen begann mit einer Präsentation zur Prävention interpersonaler Gewalt. Ein wichtiges und intensives Thema, bei dem wir alle wertvolles Wissen mitnehmen konnten, welches für unsere zukünftige Arbeit im Sport von großer Bedeutung ist.
Nach dem längeren Sitzen wurden wir anschließend auch wieder aktiv: Bei einem Actionbound erkundeten wir Ratzeburg. Es war schön sich in der Akademie auszukennen aber es war noch schöner sich auf der Insel zurecht zu finden und das konnten wir nach der zwei stündigen Schnitzeljagd definitiv. Von historischen Fragen bis hin zu musikalischen Darbietungen von dem Titellied der „Biene Maja“ und Wolfsgeheule auf einem Spielplatz war alles dabei.
Im Anschluss lernten wir Jonas kennen, einen ehemaligen BFDler, der uns einige Tips und Tricks bezüglich den Tätigkeiten des BFD an die Hand geben konnte. Natürlich durften wir ihm auch jede Menge Fragen stellen. Nach einer kurzen Kaffee-und-Keks-Pause ging es gemeinsam mit Jonas in die Sporthalle. Dort wärmten wir uns ordentlich auf, bevor TacDo Ball gespielt wurde. Das Spiel kannten einige von uns noch gar nicht, aber es sorgte schnell für gute Stimmung und stärkte den Teamgeist. Auch Motivationsansprachen und ordentliches „Schlachtgebrüll“ wurden geübt.
Am vorletzten Tag lernten wir Sina kennen, Vorständin Jugend beim DRV. Sie erzählte uns viele spannende Dinge über die DRJ und erklärte, was die Deutsche Ruderjugend eigentlich alles macht. Dabei beschäftigten wir uns unter anderem mit Fragen wie: Wie viele Vereine in Deutschland sind Einsatzstellen für den BFD? Wie viele Schulruderinnen und Schulruderer gibt es? Wie viele Sportlerinnen und Sportler sind beim Bundeswettbewerb gestartet? Und was sagen die Statistiken über junge Mitglieder in den Vereinen aus? So bekamen wir einen guten Einblick in die Arbeit der DRJ und konnten einiges über den Rudersport in Deutschland erfahren.
Anschließend setzten wir uns in Gruppenarbeit mit den Rechten und Pflichten rund um das BFD auseinander. Dabei ging es um Urlaubstage, Kündigung und Krankschreibungen, aber auch um Fragen wie: Was bekommen wir nach Abschluss des BFD? Was bringt uns der Freiwilligenausweis? Und was genau passiert beim Besuch in unserer Einsatzstelle? Dabei konnten wir viele offene Fragen klären und wichtige Informationen für unseren Freiwilligendienst sammeln.
Für den Abend hatten drei von uns ein kleines Spielturnier vorbereitet. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm mit Mobilisationskreis spielten wir zweimal zehn Minuten Brennball, drei Runden Völkerball und zum Abschluss eine Runde Mattenrutschen. Letzteres stellte sich als ziemlich gefährlich heraus, sorgte aber trotzdem für jede Menge Spaß.
Am Tag der Abreise beschäftigten wir uns gemeinsam mit Andreas mit dem Thema Aufsichtspflicht. Wir besprachen, worauf man bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen achten muss, welche Möglichkeiten es gibt, sich durchzusetzen und die Gruppe im Griff zu behalten. Ebenso wichtig war die Frage, welche Maßnahmen nicht angemessen sind. Demütigende Sanktionen haben in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beispielsweise keinen Platz.
Als letztes Thema standen unsere eigenen Projekte auf dem Programm. Es ging darum, wie man diese plant, organisiert und umsetzt. Dazu schauten wir uns Videos von ehemaligen BFDlern an. Sie lieferten uns Inspirationen für unsere eigenen Projekte und zeigten uns zugleich Möglichkeiten, wie wir unsere Erfahrungen später in einem Video festhalten können.
Damit waren unsere vier Tage in Ratzeburg auch schon vorbei. Wir haben viele neue Leute kennengelernt, einige spannende Einblicke in den BFD bekommen und uns mit vielen Themen beschäftigt, die uns in den nächsten Monaten begleiten werden. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf die Zeit in unseren Einsatzstellen, bevor wir uns Anfang Dezember zur Ausbildung Trainer C in der Ruderakademie Ratzeburg wiedersehen.