BFD im Sportinternat Ratzeburg
Interview
Hannah Frenkler erste BFDlerin am Sportinternat
Seit Kurzem wird das Sportinternat Ratzeburg durch eine neue BFD-Stelle unterstützt. Hannah Frenkler ist seit Mitte Oktober 2025 Teil des Teams und wird das Internat für ein Jahr begleiten. Im folgenden Interview stellt sie sich vor und berichtet von ihren ersten Eindrücken.
Zuallererst: Wer bist du und was kannst du über dich erzählen?
Mein Name ist Hannah Frenkler, ich bin 18 Jahre alt und habe in diesem Sommer mein Abitur gemacht. Aufgewachsen bin ich in Berlin, wo ich auch für den Ruder-Club Tegel rudere. In diesem Jahr konnte ich mich für die U19-Weltmeisterschaft qualifizieren und bin dort gemeinsam mit Elena Schweisthal, die bereits seit mehreren Jahren im Sportinternat Ratzeburg lebt, im Doppelvierer an den Start gegangen. Am Ende belegten wir einen sehr knappen vierten Platz. Während dieser Zeit entstand auch der Kontakt zu Markus Last – und daraus schließlich die Idee, einen Bundesfreiwilligendienst in Ratzeburg zu absolvieren.
Das führt direkt zur nächsten Frage: Wie kommt man auf die Idee, von Berlin nach Ratzeburg zu ziehen?
Diese Frage habe ich mir selbst auch gestellt. Nach dem ganzen Schulstress tat es mir sehr gut, einmal aus der Großstadt herauszukommen. Nach Abitur und Weltmeisterschaft war ich sowohl körperlich als auch mental ziemlich erschöpft. Ein Tapetenwechsel hat da definitiv geholfen – ebenso wie die Tatsache, dass ich hier einen strukturierten Alltag habe und immer etwas zu tun ist. Ratzeburg ist ein Ort, der zum Entschleunigen einlädt, und genau diese Ruhe genieße ich bislang sehr. Ein weiterer wichtiger Punkt waren für mich die hervorragenden Trainingsbedingungen. Alle Trainingsräume sind direkt erreichbar, was ein echter Luxus ist. Die Ausstattung ist insgesamt sehr hochwertig. Zudem bietet mir der Bundesfreiwilligendienst im Spitzensport viele Freiräume, um diese optimalen Bedingungen voll auszunutzen.
Was erhoffst du dir von deinem Jahr in Ratzeburg?
Zum einen sehe ich das Jahr als idealen Einstieg in die U23, zum anderen hoffe ich, im Rahmen meines BFDs viele neue Menschen kennenzulernen und unterschiedliche Bereiche näher kennenzulernen. Ob in der Werkstatt, im Trainingsalltag mit Markus oder im organisatorischen Bereich des Internats mit Katja – es ist spannend, hinter die Kulissen zu schauen. Nach der Schulzeit im Alltag anzukommen, ist eine neue Erfahrung, auf die ich mich sehr freue.
Wie sind deine bisherigen Eindrücke von deinem Arbeitsplatz?
Mein Eindruck ist sehr positiv. Das Sportinternat ist sehr modern, top auf Schule und Sport ausgerichtet. Als jemand, der selbst keine Sportschule besucht hat, bereue ich fast ein wenig, damals nicht über Ratzeburg nachgedacht zu haben. Auch meine Aufgaben sind sehr abwechslungsreich. Neben den klassischen Bufdi-Tätigkeiten wie Aufräumen und Sortieren gibt es viele spannende Projekte, die ich gemeinsam mit Markus und Katja umsetze, beispielsweise im Bereich der Medienpräsenz.
Was planst du nach deinem Bundesfreiwilligendienst?
Im Anschluss möchte ich Medizin studieren. Wo und wie genau, wird sich im Laufe des Jahres entscheiden. Im Mai steht zunächst der Medizinertest (TMS) an. Bis dahin habe ich hier im Internat gut zu tun, kann mich aber gleichzeitig auch gezielt auf den Test vorbereiten. Alles Weitere ergibt sich dann Schritt für Schritt. Vorerst möchte ich die Zeit hier nutzen, Erfahrungen außerhalb von Schule und Universität zu sammeln und danach motiviert in ein neues Kapitel starten.
Bundesweit interessierte Ruderer*innen, die sich für einen Bundesfreiwilligendienst am Sportinternat Ratzeburg bewerben oder zunächst informieren möchten, können sich gerne bei Katja Budde – Internatsleitung (k.budde@osphh-sh.de) melden.